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DSDS-Gewinner Mehrzad Marashi: Bohlen-Lied stößt Lena vom Thron

Mehrzad Marashi führt zwei Tage nach seinem Sieg bei "DSDS" die deutschen MP3-Download-Charts an. Damit hat er Lena Meyer-Landrut von Platz eins verdrängt. Ein Boykottaufruf im Internet könnte jedoch den ganz großen Erfolg verhindern.

Dieter Bohlen hat es mal wieder geschafft: Gleich zwei Songs aus der Feder des erfolgreichen Musikproduzenten finden sich derzeit in den Top Ten der deutschen MP3-Download-Charts wieder. Und beide Interpreten entstammen seinem "Superstar"-Imperium.

Kurz nachdem Mehrzad Marashi im Finale von "Deutschland sucht den Superstar" am Samstagabend als Gewinner feststand, stieg die Single "Don't believe" auf fast allen MP3-Musikbörsen im Internet auf Platz eins. Damit hat der von Dieter Bohlen komponierte und produzierte Titel erfolgreich Lena Meyer-Landrut, die mit ihrem Grand-Prix-Hit "Satellite" seit Wochen ganz vorne lag, verdrängt und auch einen weiteren Bohlen-Song, "Real Love" von Mark Medlock, hinter sich gelassen. Möglich machte das eine Neuerung beim Sender RTL.

Die beiden Versionen von Menowin Fröhlich und Mehrzad Marashi wurden vorab im Studio aufgenommen. Erstmals wurde der Siegersong dann nicht erst in der Woche darauf, sondern am gleichen Abend zum Download zur Verfügung gestellt. "Den DSDS-Siegersong jetzt herunterladen" bewarb RTL sein Angebot noch in der Live-Sendung. Ein Prinzip, das die Kölner erfolgreich von Stefan Raab kopiert haben.

Menowin Fröhlichs Version nicht veröffentlicht

Der hatte nach dem Finale seiner Casting-Show "Unser Star für Oslo" am selben Abend alle Titel der Sendung im Internet zur Verfügung gestellt. Lena Meyer-Landrut war daraufhin am anderen Tag mit "Satellite", "Bee" und "Love Me" gleich drei Mal in den Top Ten vertreten. Manche Download-Portale brachen unter der Last der Abfragen zusammen. Und sogar die Zweitplatzierte Jennifer Braun schaffte mit ihrem Titel "I Care For You" den Sprung unter die ersten Zehn. Ein Erfolg, der Menowin Fröhlich nicht vergönnt sein wird.

Die Version des "DSDS"-Verlierers, der schon kurz nach seiner Niederlage verkündet hatte, er werde seinen Hit noch bekommen, steht derzeit nicht zum Download zur Verfügung. Grund: Anders als bei "USFO" bleibt der von Dieter Bohlen komponierte Titel "Don't believe" ausschließlich dem Gewinner vorbehalten. Ob Fröhlich dennoch einen Plattenvertrag bekommen wird, ist derzeit unklar. Nach RTL-Informationen hat die Firma Sony eine dreimonatige Option auf Projekte mit dem 22-Jährigen. Kommt in dieser Zeit kein Vertrag zustande, könnte er mit anderen Plattenfirmen Verhandlungen führen.

DSDS-Boykott zeigt Wirkung

Über eine weitere Zusammenarbeit zwischen Dieter Bohlen und Menowin Fröhlich ist derzeit nichts bekannt. Bohlen hat sich nach eigenen Angaben erstmal in den Urlaub verabschiedet. "Zwei Dinge machen mich jetzt richtig glücklich: Mehrzad wird mit "Don't believe" die Charts erobern - und ich kann in Ruhe Urlaub machen", sagte Bohlen der "Bild"-Zeitung. Doch ob der Chart-Erfolg von Marashi von langer Dauer ist, bleibt derzeit fraglich. Denn ausgerechnet der 14 Jahre alte Blümchen-Hit "Boomerang" könnte ihn vom Chart-Thron stoßen.

In Internetforen und im sozialen Netzwerk Facebook hatten DSDS-Gegner zu einem Boykott des Siegerliedes aufgerufen. Um dem Sieger der siebten Staffel den ersten Platz streitig zu machen, sollen DSDS-Hasser stattdessen den Blümchen-Song herunterladen. Und der Boykott scheint Wirkung zu zeigen: Der Techno-Titel liegt derzeit in den Download-Single-Charts auf Amazon.de immerhin auf Platz zwei. Die Veröffentlichung der offiziellen deutschen Single-Charts von Media Control in der kommenden Woche verspricht also spannend zu werden.

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