HOME

Musikpreis: "Widerwärtig" und "beschämend": Außenminister Maas kritisiert Echo-Verleihung

Heiko Maas hat sich in die Debatte um die Echo-Verleihung eingeschaltet. Der Bundesaußenminister kritisierte den Musikpreis dafür, "antisemitische Provokationen" der Rapper Kollegah und Farid Bang ausgezeichnet zu haben.

"Widerwärtig" und "beschämend": Außenminister Maas kritisiert Echo-Verleihung an Rapper

"Antisemitische Provokationen haben keine Preise verdient, sie sind einfach widerwärtig", so Bundesaußenminister Heiko Maas via Twitter

AFP

Außenminister Heiko Maas hat die Echo-Preisverleihung an die Rapper Kollegah und Farid Bang indirekt als "beschämend"
kritisiert. "Antisemitische Provokationen haben keine Preise verdient, sie sind einfach widerwärtig", twitterte Maas am Freitag.
"Dass am Holocaustgedenktag ein solcher Preis verliehen wird, ist beschämend."

Maas würdigt Campino-Auftritt beim Echo

Die beiden Rapper waren am Donnerstagabend für ihr Album "Jung, Brutal, Gutaussehend 3" mit dem renommierten Musikpreis ausgezeichnet worden. Sie stehen wegen der Textzeile "Mein Körper definierter als von Auschwitzinsassen" in der Kritik. Die Auszeichnung erfolgte am 12. April, an dem vor allem Israel an die sechs Millionen im Holocaust ermordeten Juden erinnert.

Maas würdigte auch den Auftritt von Toten-Hosen-Sänger Campino bei der Preisverleihung. "So wie #Campino müssen wir uns schützend vor jüdisches Leben stellen - jeden Tag und überall", schrieb er. Campino hatte gesagt, Provokation sei zwar ein wichtiges Stilmittel. Bei einer frauenfeindlichen, homophoben, rechtsextremen oder antisemitischen Form sei aber eine Grenze überschritten.

fs / DPA
Themen in diesem Artikel
Wie heißt der Film?
Hallo, seit langer Zeit bin ich auf der Suche nach einem Film, den ich vor ca. 25 Jahren gesehen habe. Es ist ein französischer Film von oder in der Art wie Eric Rohmer. Der Titel könnte "Betrug" oder ähnlich lauten. Es geht um eine Dreiecksgeschichte, bei der ein Mann von seiner Ehefrau und seinem besten Freund betrogen wird. Der Film erzählt seine Geschichte in Rückblenden und steigert die Spannung dadurch, dass der anfangs unwissende Zuschauer von Rückblende zu Rückblende mehr Informationen erhält, bis er gegen Ende sogar wissender ist als die Darsteller. Wie ein roter Faden zieht sich dabei die Frage durch den Film: Wer hat zu welchem Zeitpunkt was gewusst. - Ab wann wusste der betrogene Ehemann, dass er betrogen wurde? - Ab wann wussten die Betrüger, dass der Ehemann wusste, dass er betrogen wurde usw. Der Film beginnt äußerst langatmig. Wenn ich mich recht erinnere mit einer 20-minütigen fast statischen Kameraeinstellung. Zwei Personen (Ehefrau und Liebhaber) sitzen an einem Tisch eines sehr einfachen Restaurants. Aus dem Gespräch erfährt man, dass sie früher einmal ein Verhältnis hatten. Im Laufe der Unterhaltung verdichtet sich allmählich die Befürchtung, der Beste Freund/ Ehemann könnte eine Ahnung gehabt haben. Dann folgt die erste Rückblende. Dieses Prinzip von sich verdichtender Ahnung verstärkt sich immer mehr und verleiht dem Film eine - wie ich finde - einzigartige Dramaturgie. Wäre wundervoll, wenn jemand helfen könnte. Gruß Leo