HOME

Fernsehpreis-Eklat: Reich-Ranickis Sendung läuft am Freitag

Für das ZDF hätte es nicht besser laufen können: Nach seiner Wutrede beim Deutschen Fernsehpreis und der Verschmähung des Ehrenpreises bekommt Literaturkritiker Marcel Reich-Ranicki nun seine eigene Sendung im Zweiten. Bereits am Freitag darf er neben Thomas Gottschalk dem deutschen Fernsehen die Leviten lesen.

Von Katharina Miklis

Es war Thomas Gottschalks verzweifelter Versuch, einen aufgebrachten Marcel Reich-Ranicki zu beschwichtigen. Dieser hatte am Samstag vor laufenden Kameras die Ehrung für sein Lebenswerk auf der Bühne zurückgewiesen und scharfe Kritik am deutschen Fernsehen geübt. Damit hatte er nicht nur vielen aus der Seele gesprochen, sondern gleichzeitig Fernsehgeschichte geschrieben. Als "Blödsinn" bezeichnete er die nominierten Sendungen und richtete die verbale Ohrfeige an die Sender ARD, ZDF, Sat1 und RTL: "Ich nehme diesen Preis nicht an." Daraufhin hatte ihm Gottschalk noch auf der Bühne eine gemeinsame Sendung angeboten, um über das zu reden, was im Fernsehen sonst zu kurz kommt - wie Bildung und Literatur. Dem ZDF könnte der Eklat des Krawall-Kritikers nun eine Top-Quote bescheren.

Jetzt werden diese Pläne konkret: Bereits am Freitag werden der 88-jährige Literaturkritiker und der Fernsehpreis-Moderator über die Qualität im Fernsehen diskutieren. Das halbstündige Gespräch wird unter dem Titel "Aus gegebenem Anlass" von 22.30 bis 23.00 Uhr ausgestrahlt, wie das ZDF am Montag in Mainz mitteilte. ZDF-Programmdirektor Thomas Bellut zeigte sich erfreut über die Zusage von Marcel Reich-Ranicki und erklärte: "Wir sind offen für Kritik und räumen ihr gerne Raum ein."

Wie das ZDF gegenüber stern.de äußerte, wird es ein Gespräch unter vier Augen zwischen dem Quotenzampano und dem Krawall-Kritiker. Weitere Gäste sind nicht geladen. Am Mittwoch soll das Gespräch aufgezeichnet werden. Offen ist, ob die anderen Stifter des Fernsehpreises ebenfalls die Sendung ausstrahlen. RTL-Chefin Anke Schäferkordt hatte bereits am Samstag betont, dass sie sich nach Reich-Ranickis Verhalten zu gar nichts verpflichtet sieht. Sat1-Geschäftsführer Matthias Alberti sieht sich ebenfalls nicht in der Pflicht.

Wie verkommen ist das deutsche Fernsehen?

Die Reaktionen auf Reich-Ranickis Verschmähung des Preises vor laufenden Kameras fielen gemischt aus: Kollegin Elke Heidenreich übte bereits am nächsten Tag ebenfalls scharfe Kritik an der Gala zur Verleihung des Preises. Die Mehrzahl der nominierten Beiträge bezeichnete sie als "verblödet und kulturlos". "Man schämt sich, in so einem Sender überhaupt noch zu arbeiten. Von mir aus schmeißt mich jetzt raus, ich bin des Kampfes eh müde", schrieb Heidenreich in der "FAZ".

ZDF-Intendant Markus Schächter nannte Reich-Ranickis Auftritt derweil eine "Sternstunde des Fernsehens", Ex-RTL-Geschäftsführer Helmut Thoma titulierte das Geschehen als "großartige Stand-up-Comedy. Ich schlage Reich-Ranicki für den nächsten Comedypreis vor". Auch "Emma"-Herausgeberin Alice Schwarzer schwärmte: "Fantastisch! Ein Bruch mit den Spielregeln." Moderator Gottschalk zeigte Verständnis für die offenen Worte des Literaturpapstes: "Wenn er eine halbe Stunde lang eine wild gewordene Horde Teenager sieht, Atze Schröder in einer weißen Paradeuniform, Richterin Salesch und zwei Köche mit idiotischen Texten erleben muss, ist es für ihn in der Tat konsequent zu entscheiden: Ich habe hier nichts verloren."

Reich-Ranicki räumte nach der Gala ein, dass er die Entscheidung früher hätte treffen sollen. Allerdings habe er vorher nicht gewusst, was ihn erwartet. Erst während der Aufzeichnung sei ihm aufgefallen, dass die Serien und Shows, die für den Fernsehpreis der großen Senderfamilien ARD, ZDF, Sat1 und RTL nominiert wurden, schlichtweg "Blödsinn" waren. Der Verlauf der Gala sei für ihn aber so "widerwärtig" gewesen, "dass ich es nicht ertragen konnte", sagte der 88-Jährige, der sich spontan zu der leidenschaftlichen Fernsehkritik hinreißen ließ. Berichte, er habe sich den Ehrenpreis nachher doch geben lassen, dementierte Reich-Ranicki: "Ich will ihn definitiv nicht haben." Auf die Frage, was getan werden müsste, um wieder mehr Qualität im Fernsehen zu sehen, sagte Reich-Ranicki am Montagmorgen dem Radiosender Bayern 3: "Man müsste viele Leute rausschmeißen." Namen wollte er aber nicht nennen.

"Aus gegebenem Anlass", am Freitag, 17. Oktober, um 22.30 Uhr im ZDF

Wie lange ist die frist bei einer Kündigung?
Hallo Ich möchte gerne kündigen, da das Arbeitsverhältnis nicht mehr gegeben ist. Leider verstehe ich den Arbeitsvertrag nicht ganz. Auszug aus dem Vertrag: Paragraf 13 Kündigungsfristen: (1) das Arbeitsverhältnis kann beiderseitig unter Einhaltung einer frist von 6 Werktagen gekündigt werden. Nach sechsmonatiger Dauer des Arbeitsverhältnisses oder nach Übernahme aus einem Berufsausbildungsverhältnis kann beiderseitig mit einer frist von zwölf Werktagen gekündigt werde. (2) Die Kündigungsfrist für den Arbeitgeber erhöht sich, wenn das Arbeitsverhältnis in demselben Betrieb oder unternehmen 3jahre bestanden hat, auf 1 monat zum Monatsende 5jahre bestanden hat, auf 2 monate zum Monatsende 8jahre bestanden hat, auf 3 monate zum Monatsende..... (3) Kündigt der Arbeitgeber das Arbeitsverhältnis mit dem Arbeitnehmer, ist er bei bestehenden Schutzwürdiger Interessen befugt, den Arbeitnehmer unter fortzahlung seiner bezüge und unter Anrechnung noch bestehender Urlaubsansprüche freizustellen. Als Schutzwürdige interessen gelten zb. Der begründete Verdacht des Verstoßes gegen die Verschwiegenheitspflicht des Arbeitnehmers, ansteckende Krankheiten und der begründete verdacht einer strafbaren handlung. Ich arbeite in einem Kleinbetrieb (2mann plus chef) seid 2 jahren und 3-4Monaten. (Bau) Seid ende November bin ich krank geschrieben. Was meinem chef überhaupt nicht passt und er mich mehrfach versucht hat zu überreden arbeiten zu kommen. Da mein zeh gebrochen ist und angeschwollen sowie schmerzhaft und ich keine geschlossenen schuhe tragen kann ist arbeiten nicht möglich. Das Arbeitsverhältnis ist seid längerem angespannt vorallem mit dem Arbeitskollegen. Möchte nur noch da weg! Wie lange ist nun die frist und wie weitere vorgehen? Ich hoffe es kann mir jemand helfen.
Füllhorn Rente 63 ?
Wer 2018 NEU in den Ruhestand ging a) und die „abschlagsfreie Rente 63“ mit mindestens 45 Versicherungsjahren kassierte, erhielt im Schnitt 1265 Euro monatlich, 1429 Euro (als Mann) bzw. 1096 Euro (als Frau) RENTE. b) und wer die „normale“ Altersrente kassierte, erhielt monatlich im Schnitt 950 Euro, 1080 € (als Mann) bzw. 742 Euro (als Frau) RENTE. Nach Adam Riese bedeutet das, das erst Zeiten ab dem 18. LJ für die Rentenversicherung gewertet werden, dass männliche Nicht-Akademiker über 45 Arbeitsjahre hinweg mehr als 25 Euro monatlich pro Stunde verdient haben müssten. sprich: ab 1973 ! (zu DM-Zeiten 50 DM Stundenverdienst ! ... als Nicht-Akademiker ??) Meine Erfahrung ist, dass man mit 18 zur Armee musste und das anschließende Studium frühestens im 25 LJ beenden konnte -- also in 1981 ! (25 + 45 = 70. LJ mit Altersrente ohne Abzüge). Ergebnis: erst in 2026 könnten vergleichbare Akamdemiker (nach 45 Vers.Jahren) in VOLLE Rente gehen. PS: Nach Rechnung der „Die Linke“ bräuchte man über 37 Jahre hinweg einen Stundenverdienst von mind. 14,50 Euro (29 DM), um NICHT auf die „Grundsicherung für Altersrentner“ angewiesen zu sein; also den statistischen Wert von 800 Euro mtl. Rentenbezug zu überschreiten. Wer erkennt den Zaubertrick der „abschlagsfreien Rente 63“ ? Wer kennt den Zaubertrick, in weniger Zeit, mit weniger Ausbildung, maximale Top-Renten-Ergebnisse zu erzielen ? (welches nicht einmal die gierigsten Börsenbanker und Versicherungsmakler in einer Demokratie für realisierbar hielten) ?
  • Katharina Miklis