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"Germany's next Topmodel"-Finale Ein Desaster namens Heidi Klum


Das Urteil fällt böse aus: Heidi Klum ist die Verliererin des Live-Finales von "Germany's next Topmodel". Die Kommentatoren sind sich einig im Verriss. Klums Moderation sei "hölzern", "höllisch langweilig" und "kaum mehr zu ertragen" gewesen.
Von Jens Maier

Jana heißt die Siegerin von "Germany's next Topmodel". Die 20-Jährige wurde am Donnerstagabend in einer großen Live-Show vor 15.000 Zuschauern in der Kölner Lanxess-Arena zur neuen deutschen Modelhoffnung gekürt. Die Verliererin des Abends war allerdings nicht ihre Konkurrentin Rebecca. Auch nicht die erst 16-jährige Amelie. Sondern Moderatorin Heidi Klum.

Die Kritik über die Modelmama fällt nicht nur bei stern.de vernichtend aus, sondern eigentlich überall. Es wird nicht nur ihr merkwürdig anmutendes Outfit, das "Anleihen bei Schlangen, Schotten, Malkasten und Borussia Dortmund" ("Spiegel-Online") genommen habe, heftig kritisiert, sondern vor allem ihre Moderationsleistung. Eine "Blondine mit Betonlächeln" ("Süddeutsche.de") sei sie gewesen, die "hölzern und verloren über den riesigen Laufsteg stakste". Wie sie sich durch die Show gekämpft habe, sei "unendlich dröge gewesen".

"Es war vor allem höllisch langweilig", konstatiert auch "Welt-Online". Klum gehe "diese Lässigkeit und Wärme ab", geradezu "robotermäßig" habe sie gewirkt", meint die Kommentatorin auf "Tagesspiegel.de". "Null nutzte sie die Möglichkeit, in der mit rund 15.000 Zuschauern gefüllten Kölner Arena Atmosphäre zu schaffen." Auch ihr Markenzeichen, "die unendliche Kunstpause" sei kaum mehr zu ertragen gewesen, meint der Rezensent auf "SZ-Online": "'Wer hat die Nasenspitze'... eins, zwei, drei ... 'vorn?'"

Lob gab es von "Focus-Online" immerhin dafür, dass Heidi Klum ihre quietschige Stimme im Griff gehabt habe: "… und sie - kann es sein? - quiekte fast nicht mehr. Kehlkopf-Yoga? Stimmbänder-Botox? Oder einfach nur Übung, die endlich den Meister macht?"

Trotz heftiger Kritik ein Quotenerfolg

Doch nicht nur das Echo in den Medien, auch in den Kommentaren auf Facebook wird mit Kritik an der Sendung und vor allem an Heidi nicht gespart: "Ich schlaf gleich ein", schrieb jemand während der Sendung gestern Abend. Ein anderer kommentierte: "Fragt sich, was die 15.000 Zuschauer bezahlt bekommen haben, um sich das live anzuschauen." Doch die Klum wird von ihren Fans auch verteidigt: In Deutschland "regiere die Miesmache". Das ewige "Klum-Bashing" sei nervig. "In den USA ist sie sehr beliebt, sie ist ein Sympathieträger für Deutschland."

Klum selbst wollte sich auf Anfrage von stern.de nicht zu der Kritik äußern. Der Erfolg scheint ihr Recht zu geben. Beim Finale von "Germany's next Topmodel" sahen 2,81 Millionen Zuschauer in der sogenannten werberelevanten Zielgruppe der 14- bis 49-Jährigen zu. Das sind 230.000 mehr als im vergangenen Jahr. Somit dürfen sich die Kritiker auf den nächsten drögen Fernsehabend mit Heidi Klum im nächsten Jahr einstellen.


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