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Zum Tod von Götz George: "Keine Haare am Sack, aber im Puff drängeln": Schimmis beste Sprüche

Dieser "Tatort"-Kommissar schockte die Nation: Als fluchender Horst Schimanski schrieb Götz George ab 1981 Fernsehgeschichte. Anlässlich des Todes erinnern wir an seine besten Sprüche.

Von Ingo Scheel

Götz George als Horst Schimanski

Götz George in Duisburg bei Dreharbeiten zu "Schimanski"

Zottel, du Idiot, hör auf mit der Scheiße" - das war 1981 Schimanskis erster Satz in seinem ersten Fall. "Duisburg-Ruhrort" hieß die "Tatort"-Folge, die die ARD am 28. Juni 1981 ausstrahlte. Der Beginn einer wunderbaren, aber auch wechselvollen Freundschaft zwischen dem Kommissar und seinem Publikum. Schimmi schaffte es auf die Kinoleinwand, ins Feuilleton und ob seinem Hang zu vornehmlich fäkalen Flüchen geriet der von Götz George kongenial verkörperte Knitterkommissar auch immer wieder in die Schlagzeilen.

Anlässlich seines Todes werfen wir einen Blick zurück. Hier sind zehn Bonmots des Bullen mit dem weichen Kern:

1. "Für mich ist die ganze Welt ein großer Arsch. Und die rechte Arschbacke, das sind die Amerikaner, ja. Die linke Arschbacke sind die Russen und wir hier in Europa, wir sind das Arschloch"

2. "Keine Haare am Sack, aber im Puff drängeln"

3. "Wo ist meine Currywurst? Den Kinderpimmel kannst allein essen. Ich hab gesagt, ich will eine Currywurst, Menschenskind, ach komm!"

4. "Was quatschst du mich so blöd an, du Spießer, nur weil ich 'ne Fahne habe?"

5. "Ich klapp dir die Fingernägel nach links"

6. "Mit Komplimenten kommen Sie bei mir nicht weit"

7. "Ihr müsst die Bomben in den Köpfen der Leute zünden, versteht ihr? Nicht unter ihren Ärschen..."

8. "Ich hab 'nen Filmriss, ich kann mich an nichts erinnern"

9. "Komm, komm! Du, Mensch, du, das kannste doch nicht machen! Mensch, du!"

10. "Scheiße"

Götz George: Vater, Ehemann - und immer wieder Schimanski: Bilder seines Lebens
Götz George als Schimanski

Der große Götz George ist im Alter von 77 Jahren gestorben. Er gehört zu den prägenden Schauspielern der Nachkriegszeit und wirkte mehr als 60 Jahre lang, von den 50er Jahren bis ins neue Jahrtausend. Im Laufe seines Lebens gewann er zahllose Publikums- und Kritikerpreise, darunter mehrfach den Deutschen und den Bayrischen Filmpreis, Bambis, Grimme-Preise und sogar die Coppa Volpi bei den Filmfestspielen in Venedig. Er prägte die Film- und Fernsehgeschichte der Bundesrepublik wie kein Zweiter, spielte viel Theater, drehte mit fast allen großen Regisseuren.

Und dennoch überstrahlte eine Rolle alles andere: Als fluchender und prügelnder "Tatort"-Ermittler Horst Schimanski war er in 29 Auftritten zwischen 1981 und 1991 so populär wie umstritten. Es war die Rolle, von der er nicht mehr loskommen sollte - und wollte. Sechs Jahre nach seinem Ausscheiden aus der "Tatort"-Reihe kehrte er 1997 als Schimanski in der gleichnamigen Serie auf den Bildschirm zurück. 


Götz George


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