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"Volle Kanne" Tränen im TV: Moderator Ingo Nommsen hört nach 20 Jahren auf

Ingo Mommsen
Ingo Mommsen bei seiner letzten Sendung "Volle Kanne" am 4. Dezember
© Screenshot/Volle Kanne
Nach 20 Jahren hört Moderator Ingo Nommsen bei der ZDF-Frühstückssendung "Volle Kanne" auf. Zum Abschied flossen Tränen - und eine peinliche Geschichte wurde ausgepackt.

Der Moderator Ingo Nommsen hat sich nach 20 Jahren von seinem Publikum beim ZDF-Vormittagsmagazin "Volle Kanne" verabschiedet. Über 2600 Sendungen moderierte der 49-Jährige live am Morgen, am Freitag stand seine letzte Sendung an. Und die hielt zum Schluss eine Überraschung für ihn und die Zuschauer bereit. 

Nichtsahnend moderierte Nommsen einen Beitrag über Büroetikette in Zeiten von Corona an, doch es kam: nichts. Stattdessen übernahm sein Gast, die Schauspielerin Elena Uhlig, das Kommando und kündigte einen Rückblick auf 20 Jahre "Volle Kanne" mit Nommsen an. Yoga mit Models, Weinprobe am Morgen, Spiegeleier braten mit Mutter Beimer, Würge-Schlangen um den Hals und Riesenspinne auf der Hand - als Frühstücksfernsehen-Moderator hat Ingo Nommsen alles mitgenommen, was das Leben so hergibt. "Vielen Dank, da war ne Menge drin an Erinnerungen", reagierte er auf den Clip.

Auf seine Parodie reagierte Nommsen damals gar nicht cool

Doch das war noch nicht alles: Der Koch-Experte Armin Roßmeier schaltete sich dazu, um sich zu verabschieden. Er erzählte, dass die beiden privat gut befreundet seien und Nommsen ihn im vergangenen Jahr sogar an Heiligabend anrief, um sich das Weihnachtsessen retten zu lassen. Lustig wird es aber, als Roßmeier eine peinliche Geschichte verrät.

So soll Nommsen damals überhaupt nicht cool reagiert haben, als die erste Parodie der beiden in der Satire-Show "Switch Reloaded" ausgestrahlt wurde. "Das war der Zusammenbruch der Welt! Ich hab dich noch nie so in Rage erlebt!" Dabei sei das doch ein Ritterschlag gewesen. Am Ende hätten sie beide über ihre Parodien gelacht.

Beim musikalischen Rückblick gibt's dann kein Halten mehr: Nommsen wischt sich gerührt die Tränen aus den Augen. Regelmäßig hat er in der Sendung für seine Gäste Gitarre gespielt - von The Boss Hoss über Natalie Imbruglia  bis hin zu Peter Kraus waren viele Musiker dabei. "Das ist gemein!", ruft er. Auch Elena Uhlig zeigt sich bewegt. "Das bist du, das sind 20 Jahre, dafür danken wir dir alle", sagt sie mit Tränen in den Augen, das Make-up schon längst verschmiert. "Ich bin dem ZDF so dankbar, dass ich meinen Traum hier leben konnte", bringt Nommsen mit brüchiger Stimme hervor. Dann ist seine letzte Sendung vorbei.

Seine Nachfolge bei "Volle Kanne" wird der Moderator Florian Weiss antreten. Ingo Nommsen widmet sich nun anderen Projekten: Er betreibt einen eigenen Podcast, schreibt gerade an seinem zweiten Buch und plant, in Zukunft mehr Bühnenauftritte zu haben.

sst

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