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"heute wichtig" Ingo Nommsen rechnet mit sich selbst ab – so hören Sie auf, es allen anderen recht zu machen

Ingo Nommsen
Ingo Nommsen erzählt in "heute wichtig", wie er lernte, Nein zu sagen.
© Thomas Frey / DPA
Jahrzehnte lang versprühte Ex-Volle Kanne Moderator Ingo Nommsen gute Laune, aber das war oft nur Fassade. Nachts lag er grübelnd im Bett. Er sagt, er habe immer versucht, die Wünsche anderer zu befriedigen. Warum damit jetzt Schluss ist!

Privates behält der Ex-ZDF-Moderator Ingo Nommsen gerne unter Verschluss. Nun aber rechnet er öffentlich mit sich selbst ab: "Ich habe nie gelernt, wie man Konflikte richtig austrägt. Für mich waren drohende Konflikte immer so eine Art Knoten, die sich bei mir im Hirn aufgetan haben und die mich dann dazu gebracht haben, oft nächtelang nicht zu schlafen, bei Entscheidungen und dann immer mit Entscheidungen zu hadern."

Ingo Nommsen war lange zu nett

Ein Teufelskreis der Unzufriedenheit und seelischen Unausgeglichenheit aus dem der heute 50-Jährige erst rauskam, als er vor vier Jahren nach dem Tod seines Vaters anfing, seinen Gefühlen auf den Grund zu gehen: "Dann kam im Laufe dieses Prozesses irgendwie dieses kleine Ding, das mir Zeit meines Lebens wie so ein Klotz am Bein hing, dieses immer zu nett sein, immer allen anderen gefallen wollen, immer Konflikten aus dem Weg gehen", erzähllt Ingo Nommsen im Podcast "heute wichtig".

Michel Abdollahi
© TVNOW / Andreas Friese

Podcast "heute wichtig"

Klar, meinungsstark, auf die 12: "heute wichtig" ist nicht nur ein Nachrichten-Podcast. Wir setzen Themen und stoßen Debatten an – mit Haltung und auch mal unbequem. Dafür sprechen Host Michel Abdollahi und sein Team aus stern- und RTL-Reporter:innen mit den spannendsten Menschen aus Politik, Gesellschaft und Unterhaltung. Sie lassen alle Stimmen zu Wort kommen, die leisen und die lauten. Wer "heute wichtig" hört, startet informiert in den Tag und kann fundiert mitreden.

In seiner Familie habe es nie "Stress" gegeben, seine Mutter habe Mantras verteilt, die Kinder sollen immer "schön brav" sein. "Das hatte ich dann augenscheinlich mit in mein Erwachsenenleben genommen und bin dort vielen Streitereien einfach aus dem Weg gegangen." In Ingo Nommsens aktuellem Buch "Hilfe, ich bin zu nett!" beleuchtet er diese Schwäche, zwar auch mit einem Augenzwinkern, aber mit ernster Botschaft.

Nach dem Tod seines Vaters habe sich der Ex-Volle Kanne Moderator die Frage gestellt, was er vom Leben wolle. Eine Erkenntnis traf ihn besonders hart: "Ich hatte zwar auf der einen Seite diesen Traumberuf als Moderator sehr erfolgreich gelebt, aber alles andere ist im Prinzip hintenangestanden."

Was macht Ingo Nommsen heute?

Also traute er sich Stück für Stück mal öfter "Nein" zu sagen und für das einzustehen, was ihm wichtig ist. Nommsen entwickelte damals seine ganz eigenen, persönlichen Werte, nach denen er künftig leben möchte. Heute ist der 50-Jährige verheiratet, Vater, tourt mit seinem Comedy-Live-Programm durch Deutschland, hat einen eigenen Podcast mit prominenten Gästen, wie Steffen Hallaschka und vor allem: Ist mich sich selbst im Reinen. “Mein Leben ist wirklich heute viel, viel entspannter und ich kann einfach Dinge, die ich machen will, mit viel mehr Energie machen, weil ich auch die Kraft dazu habe, als dass dauernd dieses Grübel-Karussell im Kopf abgeht und das ist ein ganz tolles Gefühl für mich.”

Zurückgeworfen hat Ingo Nommsen in den letzten Jahren also nichts mehr, nur seine Corona-Erkrankung Anfang des Jahres machte dem Moderator und Stand-up Comedian lange danach noch zu schaffen: "Plötzlich fielen mir die Haare büschelweise aus!" Warum seine Ärztin davon nicht überrascht war und wie es Ingo Nommsen heute gesundheitlich geht, erzählt er – neben seinen Tipps für mehr Zufriedenheit – im Gespräch bei "heute wichtig". 

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nik

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