Die USA und Israel erhöhen die Intensität ihrer Luftschläge, Trump fordert die "bedingungslose Kapitulation" des Iran. Alle Entwicklungen im Liveblog.
Wichtige Updates
Lennard Worobic
Eskalation im Iran – die Lage im Überblick:
- USA und Israel greifen weiter den Iran an.
- Irans getöteter Oberster Führer Ali Chamenei sollte eigentlich Mittwochabend beigesetzt werden. Das Staatsbegräbnis wurde offenbar verschoben.
- Israel kündigt die nächste Phase des Krieges an und warnt Bürger vor Streumunition
- Trump fordert „bedingungslose Kapitulation“
- Iran greift kurdische Stellungen im Irak an
- Wadephul warnt vor neuer Flüchtlingswelle durch Irankrieg
- Ölpreis steigt auf höchsten Stand seit zwei Jahren
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Tim Schulze
Krieg soll laut Weißem Haus vier bis sechs Wochen dauern
Das Weiße Haus geht mittlerweile von einer Kriegsdauer von vier bis sechs Wochen aus. Das sagt die Sprecherin der US-Regierung, Karoline Leavitt, in Washington vor Journalisten. „Und wir sind auf dem besten Weg, diese Ziele zu erreichen.“ In dem seit Samstag laufenden Krieg mit dem Iran änderte die US-Regierung damit zum wiederholten Mal ihre Einschätzung zur Kriegsdauer.
Zu den zentralen Kriegszielen der USA gehören nach früheren Angaben die Zerstörung der iranischen Marine sowie ein Ende der Bedrohung durch Raketen und Atomwaffen. US-Präsident Donald Trump hatte Sonntag gesagt, er gehe von einem etwa vierwöchigen Krieg aus. Der Iran sei ein großes Land. „Es wird vier Wochen dauern – oder weniger. Später passte der Präsident seine Einschätzung auf vier bis fünf Wochen an.
Zu den zentralen Kriegszielen der USA gehören nach früheren Angaben die Zerstörung der iranischen Marine sowie ein Ende der Bedrohung durch Raketen und Atomwaffen. US-Präsident Donald Trump hatte Sonntag gesagt, er gehe von einem etwa vierwöchigen Krieg aus. Der Iran sei ein großes Land. „Es wird vier Wochen dauern – oder weniger. Später passte der Präsident seine Einschätzung auf vier bis fünf Wochen an.
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Tim Schulze
Iranisch-kurdische Milizen im Irak planen Insidern zufolge mit israelischer Hilfe einen Angriff auf die Islamische Republik. Israel bombardiere seit einiger Zeit Teile des westlichen Irans, sie zu unterstützen, sagten drei mit den Gesprächen vertraute Personen der Nachrichtenagentur Reuters. Die Kämpfer hoffen, den US-israelischen Krieg gegen den Iran auszunutzen, um Städte nahe der Grenze zu erobern. US-Präsident Donald Trump hatte es zuletzt in einem Reuters-Interview als wunderbar bezeichnet, wenn die Kurden die Grenze überschreiten würden.
Laut zwei kurdischen und einem israelischen Insider laufen die Gespräche seit etwa einem Jahr. Die Milizen hätten ein erstes Ziel: die Eroberung iranischen Territoriums entlang der Grenze, insbesondere die Städte Oschnawieh und Piranschahr. Den Angaben zufolge versammeln sich Tausende Kämpfer auf der irakischen Seite der Grenze und bereiten eine Offensive innerhalb einer Woche vor. Reuters konnte die Angaben zunächst nicht bestätigen.
Laut zwei kurdischen und einem israelischen Insider laufen die Gespräche seit etwa einem Jahr. Die Milizen hätten ein erstes Ziel: die Eroberung iranischen Territoriums entlang der Grenze, insbesondere die Städte Oschnawieh und Piranschahr. Den Angaben zufolge versammeln sich Tausende Kämpfer auf der irakischen Seite der Grenze und bereiten eine Offensive innerhalb einer Woche vor. Reuters konnte die Angaben zunächst nicht bestätigen.
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Fabian Huber

Ein unruhiger Abend heute in Tel Aviv. In diesem Moment ertönt der dritte Luftalarm innerhalb von drei Stunden. Ist man als Ortsfremder gerade unterwegs, fragt man sich kurz durch, wo der nächste Schutzraum ist – und landet dann in einem Keller mit den Burgerbratern des Imbisses nebenan. Die Patties auf dem Grill hätten sie noch schnell weggeschmissen, sagen sie. Doch der Grill bleibt an. Der Abend ist ja noch jung.
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Tim Schulze
Die US-Botschaft im Irak warnt davor, dass iranische Terrormilizen bei Ausländern beliebte Hotels in der irakischen Region Kurdistan angreifen könnten. Amerikanische Bürger wurden dazu aufgerufen, das Land so bald wie möglich zu verlassen, wie aus einer entsprechenden Mitteilung der US-Botschaft im Irak hervorgeht. US-Bürger, die das Land nicht verlassen können, sollten sich „für längere Zeit an einem sicheren Ort aufhalten“.
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Tim Schulze
UN-Generalsekretär António Guterres fordert sofortiges Ende des Kriegs
„Es ist Zeit, die Kämpfe zu beenden und zu ernsthaften Verhandlungen zurückzukehren“, sagt Guterres laut Mitteilung in New York. Die Angriffe seien „rechtswidrig“, führten zu „enormem Leid“ unter der Bevölkerung in der Region und stellen eine große Gefahr für die Weltwirtschaft dar. „Die Situation könnte außer Kontrolle geraten“, warnt der UN-Chef. „Das Risiko könnte gar nicht höher sein.“
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Tim Schulze
Im Libanon sind nach Angaben des Norwegischen Flüchtlingsrats 300.000 Menschen durch israelische Angriffe vertrieben worden. Dies teilt die internationale Nichtregierungsorganisation mit. Der Norwegische Flüchtlingsrat hilft Menschen, die zur Flucht gezwungen werden, leistet Nothilfe und setzt sich für den Schutz von Menschenrechten in Krisengebieten weltweit ein.
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Tim Schulze
Russland liefert dem Iran Medienberichten zufolge Informationen über US-Streitkräfte und mögliche Ziele im Nahen Osten. Dabei versorge der Kreml Teheran mit Standortangaben und Bewegungsdaten von amerikanischen Truppen, Schiffen und Flugzeugen, berichten der US-Sender CNN und die „Washington Post“ unter Berufung Personen, die mit US-Geheimdienstberichten vertraut seien.
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Stefan Düsterhöft

Warum sind China und Russland eigentlich bislang so auffällig still mit Blick auf den Irankrieg? Was Wolfgang Ischinger, Leiter der Münchner Sicherheitskonferenz, dazu sagt, lesen Sie hier:
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Tim Schulze
Ölpreis steigt auf neuen Höchststand
Der Ölpreis schnellt vor dem Hintergrund der militärischen Eskalation im Nahen Osten weiter in die Höhe. Am Freitagnachmittag kostete ein Barrel der Nordsee-Sorte Brent zeitweise 91,89 Dollar – ein Anstieg um mehr als sieben Prozent seit Handelsbeginn und der höchste Stand seit April 2024. Die US-Sorte WTI legte um mehr als zehn Prozent auf 89,15 Dollar zu.
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Thomas Krause
Israels Ministerpräsident Benjamin Netanjahu stellt eine weitere Intensivierung der Angriffe seines Landes gegen dessen Gegner in Aussicht. Für das militärische Vorgehen brauche es vor allem drei Dinge: „erstens Entschlossenheit, zweitens Initiative und drittens List“, sagte Netanjahu. Davon habe Israel „reichlich“, und der Feind habe dies bereits festgestellt.
Dieser werde diese Fähigkeiten „noch viel stärker“ zu spüren bekommen, sagt der Regierungschef weiter. Israel sei zudem auf dem Weg, alle seine Missionen zu vollenden.
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Thomas Krause
EU-Ratspräsident António Costa und EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen sprechen Anfang nächster Woche per Videokonferenz mit Staats- und Regierungschefs aus dem Nahen Osten und der Golfregion. Bei dem Austausch soll es unter anderem um die weitere Unterstützung der EU und ihrer Mitgliedstaaten für die Länder in der Region gehen, erklärt eine Sprecherin von Costa. Zudem soll über „Wege zur Beendigung“ des Iran-Kriegs gesprochen werden.
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Thomas Krause
Die israelischen Behörden warnen ihre Bürger vor der Gefahr durch iranische Streubomben und veröffentlichen einen Aufruf, in dem einer ihrer Bombenentschärfungstechniker die Gefahren von Streubomben erläutert. Israel sei im aktuellen Krieg einer Vielzahl von Bedrohungen ausgesetzt, „seien Drohnen oder Raketen“, sagt der Experte. Eine dieser Bedrohungen sei „etwas weniger bekannt“, nämlich die „Gefahr von Streumunition“.
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Thomas Krause
Spaniens Regierungschef Pedro Sánchez bezeichnet den Iran-Krieg als „schweren Fehler“. „Ich glaube, dass es zwischen verbündeten Ländern gut ist, zu helfen, wenn man recht hat, und auch darauf hinzuweisen, wenn man Unrecht hat oder einen Fehler begeht, was hier der Fall ist“, sagt Sánchez bei einer gemeinsamen Pressekonferenz mit seinem portugiesischen Kollegen Luís Montenegro im südspanischen Huelva. Dieser Fehler werde „uns alle“ teuer zu stehen kommen, wie schon jetzt durch steigende Energiepreise, warnt Sánchez.
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Thomas Krause
Die Bundeswehr zieht weitere Soldaten aus der Region rund um den Iran ab. Aufgrund der Sicherheitslage würden Soldaten im Rahmen des Unifil-Einsatzes im Libanon abgezogen, sagt ein Sprecher der Bundeswehr. In Erbil im Irak war die Zahl der Soldaten bereits deutlich reduziert worden. Einem Bericht des Redaktionsnetzwerks Deutschland (RND) zufolge sind Soldaten aus Bahrain bereits abgezogen worden, in Kuwait werde dies vorbereitet. Zudem seien Soldaten und Botschaftsmitarbeiter von Bagdad nach Jordanien gebracht worden. Dazu äußert sich der Bundeswehr-Sprecher nicht. In der gesamten Region waren zuletzt etwa 500 Bundeswehrsoldaten stationiert, im Wesentlichen im Irak und Jordanien.
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DPA · AFP · Reuters
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