Neue Serie bei Disney+
„Not Suitable for Work“ – Serienspaß mit flapsigem Humor

Die Serien-Charaktere drohen permanent zu scheitern. Foto: -/Disney/dpa
Die Serien-Charaktere drohen permanent zu scheitern. Foto
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Zwei Wohngemeinschaften, eine Handvoll Mittzwanziger und eine Menge Beziehungswirrwarr: „Not Suitable for Work“ setzt auf bewährte Zutaten für ein erfolgreiches Serienrezept.

Dass das Medizinstudium nicht seine Bestimmung ist, merkt Kel in der Leichenhalle. Von der Dozentin angewiesen, den toten Körper vor sich zu untersuchen, öffnet er den schwarzen Sack auf der Patientenliege und sackt ohnmächtig zusammen. Die Erleuchtung kommt nach dem Blackout: Er will Schauspieler werden. 

Genau wie Kel stehen auch seine Mitbewohner gerade am Anfang ihrer Karriere und einer Menge Unsicherheiten gegenüber. Die Serie „Not Suitable for Work“ erzählt von diesen Mittzwanzigern in New York, die zwischen Karriere, Freundschaft und Beziehungen ihren Platz im Leben suchen. Das sorgt für kurzweilige Unterhaltung mit bekannten Mitteln.

Heute startet die Serien-Komödie von Comedy-Autorin und Schauspielerin Mindy Kaling mit drei Folgen auf Disney+. Bis zum Finale am 23. Juni werden wöchentlich zwei weitere von insgesamt neun Folgen in überschaubaren Längen von rund 30 Minuten veröffentlicht.

Auch Abby, angehende Stylistin und direkte Nachbarin der Jungs-WG, unternimmt gerade die ersten unsicheren Schritte in ihr Berufsleben. Unter einer ruppigen Chefin versucht sie sich einen Namen in der Branche zu machen - nicht ohne obligatorische Fettnäpfchen, die sie in den finanziellen Ruin zu stürzen drohen. 

Ihre neue Mitbewohnerin und langjährige Freundin AJ hat ihrerseits einen holprigen Start in ihrem neuen Job als Investmentbankerin. An ihrem ersten Arbeitstag stellt sie fest, dass sie ihren neuen Chef kurz zuvor an einem Kaffeeladen beschimpft hat. Ihr Traumjob droht sich in Luft aufzulösen.

Keine Serie, die mit Tiefgang in die Geschichte eingehen wird

Ebenfalls Investmentbanker und auf der Suche nach der großen Liebe, ist Davis. Der hoffnungslose Romantiker will am liebsten morgen eine Familie gründen. Dass man es als Traumtänzer in der New Yorker Datingwelt nicht einfach hat, ist ausgemacht und verschont auch ihn nicht von Enttäuschungen. 

„Not suitable for work“ ist keine Serie, die mit ihrem Tiefgang in die Geschichte eingehen wird. Muss sie auch nicht. Stattdessen bietet der teilweise klamaukige Humor gute Unterhaltung. Die Charaktere sind stark überzeichnet, sie mögen zu Beginn etwas überdreht wirken. Und trotzdem oder gerade deshalb stellen sie sich schnell als sehr liebenswert heraus. 

So auch der Sohn eines Medienmoguls. Seinen Vater verehrt er so arg, dass er sich jeden Tag in seinen Cardigan kuschelt. Seine Anstellung bei einer renommierten Fernsehstation hat er seinem Nachnamen zu verdanken und entsprechend mit einem Haufen argwöhnischer Kollegen zu kämpfen, die in ihm das Papa-Söhnchen sehen, das er ist.

Alle Charaktere drohen permanent zu scheitern

Gelegentlich wagt die Serie auch einen vorsichtigen Ausflug in Fragen moderner Männlichkeit - etwa, wenn Davis von seinen Mitbewohnern wegen Herzschmerzes getröstet wird und sie sich darüber unterhalten, ob Männer weinen dürfen. Ihr Fazit: Es ist unmännlich, aber ja.

Alle Charaktere drohen permanent zu scheitern - an Finanzen, an den Erwartungen der Eltern oder an der Liebe. Aber es wäre keine Komödie, wenn dann doch alles nicht so schlimm kommt, wie erwartet und so bedeutet eine verlorene 18.000-Dollar-Jacke eben doch keinen Weltuntergang. 

Läppische Dialoge für spritziges Serienvergnügen

„Not Suitable for Work“ verwebt berufliches Chaos mit einem Beziehungsnetz, das ab der ersten Minute eine Menge Drama verspricht. Hat man sich erst einmal an die schnellen und teilweise etwas läppischen Dialoge gewöhnt, steht dem spritzigen Serienvergnügen nichts mehr im Weg. 

Am Ende der Serie steht zudem ein Hook, der in eine zweite Staffel leiten könnte. Die wünscht man sich. Lange darüber nachdenken wird man aber wohl nicht.

dpa

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