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"Palina in the Box": Palina Rojinski muss zur Bundeswehr und stößt beim Schießen an ihre Grenzen

Als Moderatorin muss Palina Rojinski normalerweise keine Schießübungen und Kommandos ausführen. Für die ProSieben-Sendung "In the Box" soll sie jedoch ihre Mütze gegen ein Barett tauschen und sogar kurzerhand in den Krieg ziehen. 

Palina Rojinski muss für eine Sendung zur Bundeswehr und stößt dabei an ihre Grenzen

Palina Rojinski bei der Bundeswehr: "Diese Waffe in die Hand zu nehmen, ist kein gutes Gefühl."

Palina Rojinski trägt eine eng anliegende Jeans, hohe Stiefel und eine mit Fransen bestickte Jacke. Als sich die Box öffnet, befindet sie sich mitten in einem Kampfgebiet. Rund um sie herum fallen Schüsse, uniformierte Soldaten laufen bewaffnet an ihr vorbei. Die Moderatorin ist bei der deutschen Bundeswehr gelandet. Für die ProSieben-Sendung "In the Box" schlüpft Rojinski in einen Camouflage-Anzug und übt sich zwei Tage lang im Schießen und Überleben von Extremsituationen. Dabei stößt die Moderatorin psychisch und physisch an ihre Grenzen. 

Für den Rest der Show heißt die 34-Jährige "Jäger Rojinski" und muss die Befehle der Offiziere ausführen. Als Frau ist sie gemeinsam mit drei anderen Kameradinnen deutlich in der Unterzahl bei der deutschen Bundeswehr. Beim Zimmer beziehen erzählt eine Mitbewohnerin Rojinski sogar: "Nach dem Dienst sagen einem schon einige, dass sie finden, wir würden nicht in diesen Beruf gehören." Kritischer wird es dann aber auch nicht mehr. Auf die Frage der Moderatorin, wozu man eigentlich die Bundeswehr braucht, antwortet eine andere Kameradin wie auswendig gelernt: "Um das Recht und die Freiheit des deutschen Volkes zu verteidigen." 

Palina Rojinski stößt beim Schießen an ihre Grenzen

In diesem Sinne geht die Ausbildung bei der Bundeswehr für Rojinski mit eiserner Disziplin weiter. Die Moderatorin muss durch einen Fluss bei einer Wassertemperatur von höchstens acht Grad schwimmen, beim Basis-Fitness-Test an der Stange Klimmzüge halten und so lange marschieren, bis sie ihre Beine kaum noch spürt. Richtig unangenehm wird es für Rojinski dann aber erst beim Schießstand. Schon bevor sie zum Schießen ansetzt, überkommt sie ein mulmiges Gefühl: "Ich war total ergriffen. Jeden Typen, jede Frau kann so eine Kugel töten und das darf man halt auch nicht vergessen." Beim Schießen zittern die Hände der 34-Jährigen. Auf Befehl schießen und dabei völlig emotionslos zu bleiben - das gelingt Rojinski dann eben nicht. Was sie aber umso sympathischer wirken lässt. 

Nach der Übung sucht Palina Rojinski das Gespräch mit Gruppenführer Uri. Weil sie selbst nervlich immer noch völlig fertig ist, fragt sie bei Uri nach, ob ihn das emotional gar nicht mitnehmen würde. Dieser antwortet mit eiserner Miene: "In Bezug auf unseren Job sind wir natürlich Profis. Was für den Schreiner der Hobel ist, ist halt für uns unsere Handfeuerwaffe. Einem Dachdecker muss klar sein, wenn er den Job macht, dass er einmal vom Dach fallen könnte und dem Soldaten muss klar sein, dass einmal auf ihn geschossen werden könnte." Rojinski kommentiert das nur mit einem Satz: "Geht es nur mir so, oder hinkt dieser Vergleich irgendwie?" 

Bundeswehr muss ohne Rojinski auskommen

Bei der Abschlussübung, der sogenannten Gefechtslage, also einem simulierten Kampf in der Gruppe, bekommt Rojinski einmal so richtig zu spüren, wie sich eine echte Kriegssituation anfühlen könnte und muss zugeben: "Die Waffe hat sich in der Situation tatsächlich wie ein Schutz angefühlt." Zur Verabschiedung bekommt die Moderatorin vom Hauptmann eine Marke als Andenken geschenkt. Zur Bundeswehr möchte Palina Rojinski trotzdem kein zweites Mal. "Mit der Idee des militärischen Apparates kann ich nichts anfangen - deswegen muss die Bundeswehr ohne mich auskommen." 

Die ganze Sendung gibt es Online auf ProSieben.de.

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ag