HOME

Jill, 35, transsexuell: "Es gibt nichts Schlimmeres, als als Mann 'ne Muschi zu haben"

Vor acht Jahren hatte Jill eine Geschlechtsumwandlung. Heute ist er ein Mann. Im TV spricht er erfrischend ehrlich über seine Operation, warum der erste Orgasmus ein Schock für ihn war und was er tun muss, um eine Erektion zu kriegen.

Der Transsexuelle Jill spricht offen über seine Geschlechtsumwandlung

Der Transsexuelle Jill spricht bei "Paula kommt - Sex und gute Nacktgeschichten" offen über seine Geschlechtsumwandlung

Schon als kleines Mädchen hat Jill gemerkt, dass er im falschen Körper steckt. Er interessierte sich für Fußball, lud nur Jungs zu seinem Geburtstag ein und trug die Haare raspelkurz. Doch eines Tages reichte ihm das nicht mehr. In der neuen Staffel von "Paula kommt – Sex und gute Nacktgeschichten" auf Sixx erzählt der 35-Jährige von seiner schmerzhaften Geschlechtsumwandlung.

Ganz ausführlich berichtet er Moderatorin Paula Lambert von seiner Hormonbehandlung. Vom plötzlichen Stimmbruch und Haarwuchs an den Beinen. Davon, wie sein Umfeld mit Inhalationstipps und Hustenbonbons auf die Stimmveränderung reagierte und wie es ihm durch die Therapie zusehends besser ging. "Es gibt nichts Schlimmeres, als als Mann ‘ne Muschi zu haben", sagt Jill und erklärt, wie froh er war, als er endlich einen Penis bekommen sollte. Auch, wenn es eine sehr schmerzhafte Erfahrung war.

Elf Stunden Operation, neun Wochen Krankenhaus

Er schildert, wie ihm die Brust ab- und die Gebärmutter herausgenommen wurde, wie aus seinem Arm eine Vene, Fett und Muskelgewebe entnommen und daraus ein Penis geformt wurde. Elf Stunden Operation, neun Wochen Krankenhaus, ein Jahr Bauchdeckenkatheder. Über die Zeit führt Jill ein Videotagebuch. Es kommt zu Komplikationen. "Die Spitze vom Penis war nicht richtig durchblutet, ist teilweise abgestorben und musste abgenommen werden", sagt er. Trotzdem würde er die Schmerzen jederzeit wieder auf sich nehmen. Seiner Schwester, die ihm von der komplizierten Operation abraten wollte, erklärt er: "Lieber sterbe ich, als dass ich in meinem weiblichen Körper bleiben muss."

So sah Jill als Teenager aus

So sah Jill als junge Frau aus

Heute ist alles in Ordnung und Jill hat Sex wie ein richtiger Mann. Dank Silikonimplantat. "Im rechten Sack ist sozusagen die Pumpe, die auch wie ein Ei geformt ist." Durch mehrfaches Drücken würden die Schwellkörper dann mit Flüssigkeit vollgepumpt und es kommt zur Erektion. Auch einen Orgasmus bekommt er inzwischen. Obwohl das für ihn anfangs ein Schock gewesen sei, da er zuvor fast drei Jahre lang keinen mehr hatte. "Ich war wirklich sprachlos", so Jill – und er wollte mehr davon. "Ich dachte: Oh Gott, hoffentlich war das nix Einmaliges."

Jill zeigt seinen falschen Penis

Um herauszufinden, wie sein falscher Penis ankommt, wagt Jill ein besonderes Experiment. Hinter einer Wand stehend bestaunen zwei Frauen und ein Mann durch ein kleines Türchen sein bestes Stück. "Er sieht normal aus", findet der Mann. "Ein bisschen wie gemalt" und "Sieht ein bisschen aus, als wäre das Babyhaut", kommentieren die Frauen. Als sie hören, dass das gute Stück gar nicht echt ist, sind alle drei total aus dem Häuschen: "Ernsthaft?", "Der Hammer!", "Aus was ist der gemacht?"

Auch Jill ist heute sehr stolz auf seinen Körper. "Weil ich, so glaube ich, eine andere Wertschätzung dafür habe als jemand, der vielleicht in seinem Körper auf die Welt kam – oder im richtigen Körper."

Die ganze Geschichte von Jill gibt's heute Abend um 22 Uhr bei "Paula kommt – Sex und gute Nacktgeschichten" auf Sixx.

Themen in diesem Artikel