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TV-Kritik

"Promi Big Brother": Humba Täterä im Whirlpool und Tränen bei Cora Schumacher

Wie Chethrin Schulze und Daniel Völz zueinander finden, Alphonso Williams das Schickimicki-Leben erspart bleibt und Cora Schumacher einem Mann große Gefühle entlockt. So lief Tag 7 im Container.

Von Jan Zier

Partynacht in der "Villla": Pascal Behrenbruch, Chethrin Schulze und Daniel Völz (v.l.n.r.) feiern wild

Partynacht in der "Villla": Pascal Behrenbruch, Chethrin Schulze und Daniel Völz (v.l.n.r.) feiern wild

Es ist ja gar nicht so, dass jeder im Leben aufsteigen will. Große Villa, Pool, Champagner, halbnackte junge Blondinen - das eben, was uns, ja, gerade das werbefinanzierte Fernsehen als schön und erstrebenswert nahelegt: Nicht alle haben immer nur dieses Ziel vor Augen. Alphonso Williams zum Beispiel will das nicht. "Ich gehöre in den Dreck", sagt er. Und das, wo er einst als jüngstes von zwölf Kindern eines Predigers in Detroit geboren wurde – oder eben: gerade deswegen! Als die vier Bewohner der Villa dem Soulsänger also was gut tun und ihn großherzig für eine Weile mit in ihre Reihen aufnehmen wollen – da will er einfach nur zurück. Sofort. Er darf das schließlich, dank der Zuschauer, die ihn ein schnelles Bier später wieder aus dem Schickimicki-Leben entlassen. Glück kann so einfach sein.

Die Zuschauer, im Trash-TV meist als etwas fies geschmäht, sie haben an diesem Tag ein weiches Herz. Nicht nur, weil sie Alphonsos sehnlichsten Wunsch erfüllen, nicht an wilden Pool-Partys teilhaben zu müssen, sondern auch, weil sie Porno-Katja trotz einer gewissen, nicht zu leugnenden Dummheit vor dem sozialen Abstieg bewahren. Und weil sie Erotikmodel Chethrin Schulze und Ex-Bachelor Daniel Völz nicht voneinander trennen. Wo da doch gerade die Liebe aufkeimt!

Aber schließlich will man ja nun wissen, wie das nun weiter geht, mit den beiden. Dafür guckt man doch so' ne Daily Soap! Zumal man schon befürchten musste, dass das Drama um Silvia Wollnys vermeintliche Gürtelrose, die auch die schwangere Sophia gleich mit hinfort und zurück ins Vergessen gespült hat, dass also derlei Krankheitsnöte der Höhepunkt dieser Staffel bleiben würden. Aber Frau Wollny geht es gut, bis auf einen Hautauschlag, nur Frau Vegas ist vorerst weiterhin beim Arzt und im Hotel.

Katja Krasavice bei "Promi Big Brother"

Silvia Wollny sorgt wieder für Stress

Wobei: Nicht jeder hat die Großfamilien-Mama so wirklich vermisst: "Die Stimmung in der Community ist besser geworden", analysiert Alphonso Williams, und dass ihre Energie "dunkel und schwer" war. Dass sie weg ist, wirkt "natürlich deeskalierend", findet auch Nicole Belstler-Boettcher. Schließlich hatte die Wollny an diesem Morgen erstmal wieder für Stress gesorgt: Ob der Party nebenan schlief sie erst des frühen Morgens, und forderte also, etwas aufgebracht, von denen aus der Villa "ein bisschen Verständnis für die andere Seite ein". Kaum ist sie wieder da, auf dieser Seite, will sie eigentlich auch gleich wieder weg – in die Villa, natürlich. Aber bei dem Spiel, dass ihr dieses Glück verschaffen könnte, kneift sie dann als Erste – mit großzügiger Geste, aber vor allem aus Höhenangst. Doch am Ende bleibt eh alles, wie es ist: Die da oben bleiben oben.

Womit wir ebenda wieder bei Chethrin und Daniel wären. Sie will sich keinesfalls in ihn verknallen, ist es aber schon, während er zunächst eher reserviert auftritt: "Wir haben ein positives Verhältnis zueinander entwickelt", erklärt er, während sie schon lange von seinem "gemütlichen Körper" schwärmt, und dass er "so nice", "so süß", "so lustig" ist.

Natürlich ist der "nichts für immer", findet sie, andererseits, sagt sie, hätten ihrer beider Kinder auf jeden Fall eine gar wunderbare Stimme, so wie sie beide eben. Kurz und gut: "Knutschen würde mir schon reichen." Aber ach, soweit ist es noch nicht gekommen. Statt dessen muss erst einmal die Lage weiter sondiert werden:

Chethrin: "Hast du gesehen, wie er mich angeguckt hat?"

Katja: "Jaa."

Chethrin: "Jaaa?"

Katja: "Jaaaa!"

"Kennst du das, wenn du nackiger sein willst?“

Eigentlich ist also alles klar. Und er duscht ja auch, während die beiden Luxus-Mädels in der Wanne turteln. Doch statt dessen halten wir uns weiter mit der chronisch untervögelten Katja auf, die für Pascal Behrenbruch und alle anderen auf der Welt bereitwillig im Tanga-Schlüpfer den Doggy-Style performt. Und weitere ihrer sehnlichst vermisstem Lieblings-Sex-Stellungen. "Kennst du das, wenn du nackiger sein willst?“ wird Chethrin sie später fragen. Was zieh ich aus? Das ist eben auch ihr Leid.

Fast wäre darüber Cora Schumachers Drama in Vergessenheit geraten. Sie lebt ja ohnedies etwas zurückhaltender als die jüngeren Frauen hier, nun aber ist sie arg gestresst - und weint. "Vielleicht sind es die Kameras?" Immerhin ist Umut Kekilli mit "starken Schultern" zur Stelle, und Pascal mit einer für Männer eher überraschenden Erkenntnis: "Weinen ist schön!"

Cora Schumacher weint. Chethrin ist zur Stelle und tröstet.

Cora Schumacher weint. Chethrin ist zur Stelle und tröstet.