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"Promi Big Brother": Bei Robin Bade kullern die Tränen - und von Basler gibt es Spott

Bei "Promi Big Brother" wird es emotional: Robin Bade muss an seinen toten Vater denken und vergießt Tränen. Dafür wird er von Mario Basler beschimpft. Und Dolly Dollar will nicht mehr die Sexbombe geben, die sie einst war - das wird ihr zum Verhängnis. 

Von Jan Zier

Robin Bade wird bei Promi Big Brother sentimental - und Mario Basler hat ein Problem dami

Robin Bade wird bei Promi Big Brother sentimental - und Mario Basler hat ein Problem damit

Robin Bade heult. Doch, doch, darüber müssen wir jetzt mal reden! Ein Mann, der weint! Darf der das? Das geht nun wirklich nicht, jedenfalls nicht in einem TV-Knast. "Es sind schon genug Mädels im Haus", kommentiert einer da draußen, der wie viele andere im Netz auch findet, dass so einer sofort raus muss aus dem Fernsehen.

"Manuel Neuer" schimpft ihn gar der Basler, der eh findet, dass der Teleshopping-Moderator kein "echter Mann" ist, und schon gar kein "Gewinner-Typ". Also keiner so wie er. "Manuel Neuer" ruft er ihm hinterher, immer wieder, und ein bisschen klingt der Ex-Fußballer dabei wie ein kleines Kind, das ein verbotenes Schimpfwort sagt.

"Ich hab dich noch nie ernst genommen", sagt Basler noch über Robin, der ohnehin erst als Ersatz für die Drama-Transe Edona James in die Show kam. Warum Herr Bade eigentlich heult? Weil Joachim Witt ihn an seinen toten Vater erinnert hat, mit dem er vor vielen Jahren im Streit auseinander gegangen ist. Den Knast-Mitbewohnern ist das aber egal, wenn es darum geht, erstmals einen der ihren rauszuwählen, aus Promi Big Brother. Keiner von ihnen will den Robin Bade draußen sehen. Dürfen Männer also doch weinen?

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"Ungeschminkte Frauen beleidigen das Publikum"

Überhaupt kann man von Promi Big Brother ja viel lernen! Über die Niederungen der heterosexuellen Geschlechterverhältnisse. Und Markus Eberhardt, der dauergeile Prinz von Anhalt, kann das auch erklären. "So nah wie hier lernt man sonst nie jemanden kennen", sagt der Mann, der neuerdings auf "das Innere" und "den Charakter" guckt.

Wie gut, dass man den schon am Make-Up erkennt! "Ungeschminkte Frauen beleidigen das Publikum" konstatiert er, und dass er selbst immer nur Frauen wollte, die machten, was er wollte. Sicherlich waren es bei ihm deshalb, ach: so viele eben! Und: Alle Männer, weiß uns der Frauenkenner zu berichten, wollen das so. Es sei denn, sie sind "krank". So einfach kann das sein, zwischen Mann und Frau, wenn man über dieses ganze Emanzipations-Gedöns hinaus ist.

Kandidaten treten bei "Promi Big Brother" zum Schlamm-Ball an

Es ist Halbzeit in der Herberge, und die Zeichen stehen auf Eskalation. Nicht nur drinnen, im Container, sondern auch draußen, an den Bildschirmen: Sat 1 hat die Sendung auf drei Stunden ausgedehnt. Und dann auch noch überzogen. Das geht nicht ohne zahllose Wiederholungen, ein zähes Ratespiel mit – hihi! - Wangenspreizer, bei dem es ein Kurztelefonat mit der Liebsten zu gewinnen gibt und ein paar mühsam zurecht gelegte Witze der Moderatorendarstellerin Désirée Nick, die man heutezutage "Sidekick" nennt.

"Das war Kreisliga", kalauert sie über Mario Basler, und dass der "Dollar-Kurs" schon mal besser stand, über Dolly Dollar. Vielleicht kann der Sender ja bei nächster Gelegenheit ein paar Euro von der Gage abziehen, für einen soliden Gag-Autoren. Zusammen mit dem Proll-Prinzen musste Frau Dollar übrigens zum Schlamm-Ball antreten, wo die beiden dann aber gegen Jessica "Die Wanderhure" Paszka und den Ringer-Weltmeister Frank Stäbler verloren, die deswegen mit ihrem gesamten Team aus der Kanalisation ins Luxus-Milieu umziehen durften.

Dolly Dollar will nicht mehr die Sexbombe geben

Dort residiert bis auf weiteres wieder Isa Jank, das "Verbotene Liebe"-Biest, die zusammen mit dem überraschend nominierten Joachim Witt und dem eh gesetzten Mario Basler auf die Abschussliste geriet. Wegen ihrer Aggro-Qualitäten - und weil wir auch von ihr viel über Männer und Frauen lernen können - darf sie aber in der Show bleiben. In ihrer Rolle als Zicke ist die 64-jährige die legitime Nachfolgerin der früh von uns gegangenen Edona James. Und Mario Basler erklärt uns auch, warum: Sie ist ein Einzelkind. Und sie hat keinen Mann am Start. Ach ja: Und Robin Bade hat sie ins Herz geschlossen.

Ihr und Schauspielersohn Ben Tewaag verdanken wie großartige Dialoge wie diesen hier: "Ihr werde nie klein." "Doch." "Nein." "Doch." Mit seiner "dikatorischen Scheiße" kann sie nicht so gut, vielleicht auch, weil er "mit Frauen ein Problem hat", wie sie analysiert. "Ihr seid doch nicht ganz richtig in der Birne" ruft sei den Herren Tewaag und Basler im Keller zu, nicht ohne kurz zuvor erklärt zu haben, das sie sich von den beiden gemobbt fühlt.

"Promi Big Brother": Plitsch-platsch - der Prinz hat zugeschlagen
Promi Big Brother: Jessica Paszka und Prinz Marcus

Nach sieben Tagen Enthaltsamkeit im "Promi Big Brother"-Container spielen die Hormone verrückt. Zumindest bei Ex-Bachelor-Kandidatin Jessica Paszka und dem adoptierten Prinzen Marcus von Anhalt. Der Bordellbetreiber verwandelt die Terrasse in einen Garten der Lüste. Paszka hat den Annäherungsversuchen des 23 Jahre älteren Protz-Prinzen wenig entgegen zu setzen. Oder will sie vielleicht gar nicht?


"Ihr beiden seid die Pest" ruft sie noch, und dass sie das nie zurück nehmen werde. Einen kurzen Moment lang wirkt der Basler fast vernünftig und reflektiert: "Du weißt aber schon, was die Pest ist, oder?" "Ja." "Sie kann hier nicht mehr glücklich sein", sagt Frank über Isa, und will ihr die Reise nach Hause schenken, aber Glück allein bringt halt keine Quoten, wenn es um Big Brother geht. Also muss sie bleiben! Statt dessen muss Dolly Dollar gehen, weil sie anders als Jessica Paszka nicht mehr die Sexbombe geben will, die sie damals war, als "Eis am Stiel" noch aufregend und Youporn noch undenkbar war. Außerdem hat sie Joachim Witt genervt. Sie selbst kann sich das so recht nicht erklären. Und außerdem hat sie sich natürlich supergut gefühlt hier. Wie alle.