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Cyber-Grooming bei "Maischberger": "Jedes Bild, das eine Mutter von ihrem Nachwuchs postet, ist ein gefundenes Fressen"

Cyber-Grooming ist die hässliche Seite des Internets. Oft sind Kinder Opfer des virtuellen Missbrauchs. Bei Sandra Maischberger erzählt eine Mutter vom schrecklichen Schicksal ihrer Tochter.

Von Andrea Zschocher

Sandra Maischberger: Runde zu Cyber-Grooming

Die Runde bei Sandra Maischberger spricht über Cyber-Grooming, dem Nachstellen im Netz

Cyber-Grooming, ein sperriges Wort für schreckliche Taten. Gemeint sind mit der Wortschöpfung in erster Linie Aktivitäten im Internet, die das Ziel haben Kinder und Jugendliche sexuell zu missbrauchen.

In der Talkshow von Sandra Maischberger wurde auch der Fall von Arne Völker besprochen. Der 48- Jährige chattete mit einer Unbekannten auf Facebook und entblößte sich dann per Skype. Kurze Zeit später sollte er mit dem entstandenen Video erpresst werden - er ging in die Offensive und berichtete auf Facebook darüber. Diese Flucht nach vorn war Völkers einziger Weg, die Zusammenarbeit mit der Polizei beschrieb er als "frustrierend".

Zwei Tätergruppen bei Cyber-Grooming

Der Kriminologe Thomas-Gabriel Rüdiger erklärte, dass der "digitale Narzissmus" vieler Menschen dazu führt, dass auch die Sexualität sich ins Netz verlagert und Erpressungen wie die von Arne Völker möglich machen.

Generell gäbe es, so Rüdiger, zwei Tätergruppen, die Cyber-Grooming betreiben. Die einen nähern sich in Chats und Spielen mit Chatfunktion Kindern an mit der festen Absicht, sie irgendwann im realen Leben zu missbrauchen. Und dann sind da die Täter, die von Vornherein auf einen Erpresserkreislauf hinwirken. Letztere fordern ihre Opfer gezielt auf, Nacktfotos oder Videos von sich zu schicken, um damit immer weitere Aufnahmen zu erpressen. Rüdiger berichtete von Fällen, bei denen Opfer den Tätern den Selbstmord anboten, um den Kreislauf der Erpressungen zu entkommen. 

Mit freizügigen Fotos erpresst

Vor dem Talk bei Maischberger wurde der Spielfilm "Das weiße Kaninchen" gezeigt, der genau diese Thematik hatte. Ein Mädchen wird zum Spielball zwischen einem Lehrer, der sie missbrauchen will und sich ihr Vertrauen erschleicht, und einem Jugendlichen, der sie mit freizügigen Fotos erpresst und für ein Video missbraucht.

"Im digitalen Raum werden Täter nicht nur Konsumenten sondern auch zu Produzenten", erklärte der Kriminologe. Die Jugendschutz- Expertin Beate Krafft-Schöning pflichtete ihm bei, wies aber gleichzeitig darauf hin, dass die wenigsten Täter tatsächlich pädophil seien.
Die passenden Statistiken lieferte Thomas- Gabriel Rüdiger: zehn Prozent der Täter sind unter 14 Jahren, 65 Prozent unter 30. Das Bild der alten Männer, die sich im Schutze der Anonymität an kleine Mädchen heranmachen, sei damit hinfällig. Gerade die Tätergruppe der Jugendlichen wachsen enorm, aktuell sei ein Anstieg um 281 Prozent zu verzeichnen, so die Polizeistatistik.

Sandra Maischberger thematisiert auch den Fall Maria

Es werden im Jahr knapp 2000 Fälle von Cyber-Grooming angezeigt, in aller Regel durch die Eltern. Bei den Kinder selbst, so Rüdiger und Krafft-Schöning, sei die Scham zu groß. Die Minderjährigen würden oft verschweigen, wenn sie Penisfotos oder anzügliche Anfragen bekommen würden, aus der Angst heraus, die Eltern würden dann das Internet verbieten.

Verboten hatte Monika Beisler ihrer Tochter Maria den Umgang mit einem 40 Jahre älteren Mann. Die damals Zwölfjährige traf im Online-Chat auf "Karlchen", angeblich 15 Jahre alt. Der 53-Jährige Familienvater und das Mädchen trafen sich immer wieder, bis die Mutter es herausfand und verbot. Ein Jahr später verschwand Maria spurlos, nach ihr und dem Mann wird auch heute noch international gesucht. Wieso sie ihrer Tochter nach den Treffen mit dem Elektriker nicht Internet und das Zusammensein mit Freundinnen verboten hat, wollte Maischberger wissen. "Ich kann doch nicht aufhören meinen Kindern zu vertrauen" mahnte Beisler.

Im Netz der Illusionen

Ihr Auftritt war der Berührende des Abends, denn sie musste erfahren, was Krafft-Schöning mit: "Manches Kind ist nicht zurückzuholen" meinte. Ihre Tochter bleibt verschwunden, auch wenn Monika Beisler die Hoffnung nicht aufgibt. "Wenn man nichts hört, dann sind das vielleicht gute 

Von außen betrachtet scheint es unmöglich, dass junge Mädchen und Jungen sich mit älteren Menschen treffen. Dass sie Nacktfotos von sich verschicken. Aber, so Beate Krafft-Schöning: "Kinder fallen auf ihre eigene Illusion von jemandem herein". Und das bedeutet dann eben auch, dass sie sich nicht daran stören, wenn sich der nette, gleichaltrige Freund aus dem Internet als dickbäuchiger, älterer Mann herausstellt. Das Vertrauensverhältnis wird von den Tätern über längere Zeit in den Chats aufgebaut.

Täter fühlen sich zu sicher

Es sei, so Sandra Maischberger, wohl eine Urangst von Eltern, dass das eigene Kind Opfer sexueller Gewalt werden kann. Dass diese Angst berechtigt ist, bestätigte der Kriminologe Thomas-Gabriel Rüdiger. Rein statistisch betrachtet werden alle Kinder, die sich online bewegen Opfer von Cyber-Grooming. Es wäre sich nur nicht jedes Kind dessen bewusst, weil viele die Chats verlassen würden und den Kontakt nicht vertieften. Der Wille der Täter aber sei da. Und die Aufklärungsquote von 85 Prozent bei dieser Art von Verbrechen zeige, so Rüdiger vor allem, dass die Täter sich viel zu sicher fühlen würden.

Präventiv lässt sich, so waren sich die Talkgäste einig, wenig machen. Mit den Kindern im Gespräch bleiben, sie über Risiken immer wieder aufklären und nachfragen, offen sein, das kann helfen. Die Jugendschutz-Expertin warnte ausdrücklich davor, Fotos der eigenen Kinder ins Netz zu stellen. "Jedes Bild, das eine Mutter von ihrem Nachwuchs postet, ist ein gefundenes Fressen" für die Täter gab sie zu bedenken.

"Es ist passiert"

Generell müssen Eltern sich der Gefahr aus dem Netz stärker bewusst werden, die Sorglosigkeit, die in vielen Familien herrscht, etwas verlieren und leider auch lernen das Ohnmachtsgefühl auszuhalten.
Nach dem Anschauen des Films "Das weiße Kaninchen" ging es Monika Beisler "schlecht, sehr schlecht". Es gab zu viele Berührungspunkte mit dem Leben ihrer Tochter. "Es ist vielleicht nicht so passiert", sagte Beisler in Anspielung daran, dass der Film eben reine Fiktion sei, "aber es passiert."

Wie lange ist die frist bei einer Kündigung?
Hallo Ich möchte gerne kündigen, da das Arbeitsverhältnis nicht mehr gegeben ist. Leider verstehe ich den Arbeitsvertrag nicht ganz. Auszug aus dem Vertrag: Paragraf 13 Kündigungsfristen: (1) das Arbeitsverhältnis kann beiderseitig unter Einhaltung einer frist von 6 Werktagen gekündigt werden. Nach sechsmonatiger Dauer des Arbeitsverhältnisses oder nach Übernahme aus einem Berufsausbildungsverhältnis kann beiderseitig mit einer frist von zwölf Werktagen gekündigt werde. (2) Die Kündigungsfrist für den Arbeitgeber erhöht sich, wenn das Arbeitsverhältnis in demselben Betrieb oder unternehmen 3jahre bestanden hat, auf 1 monat zum Monatsende 5jahre bestanden hat, auf 2 monate zum Monatsende 8jahre bestanden hat, auf 3 monate zum Monatsende..... (3) Kündigt der Arbeitgeber das Arbeitsverhältnis mit dem Arbeitnehmer, ist er bei bestehenden Schutzwürdiger Interessen befugt, den Arbeitnehmer unter fortzahlung seiner bezüge und unter Anrechnung noch bestehender Urlaubsansprüche freizustellen. Als Schutzwürdige interessen gelten zb. Der begründete Verdacht des Verstoßes gegen die Verschwiegenheitspflicht des Arbeitnehmers, ansteckende Krankheiten und der begründete verdacht einer strafbaren handlung. Ich arbeite in einem Kleinbetrieb (2mann plus chef) seid 2 jahren und 3-4Monaten. (Bau) Seid ende November bin ich krank geschrieben. Was meinem chef überhaupt nicht passt und er mich mehrfach versucht hat zu überreden arbeiten zu kommen. Da mein zeh gebrochen ist und angeschwollen sowie schmerzhaft und ich keine geschlossenen schuhe tragen kann ist arbeiten nicht möglich. Das Arbeitsverhältnis ist seid längerem angespannt vorallem mit dem Arbeitskollegen. Möchte nur noch da weg! Wie lange ist nun die frist und wie weitere vorgehen? Ich hoffe es kann mir jemand helfen.
Füllhorn Rente 63 ?
Wer 2018 NEU in den Ruhestand ging a) und die „abschlagsfreie Rente 63“ mit mindestens 45 Versicherungsjahren kassierte, erhielt im Schnitt 1265 Euro monatlich, 1429 Euro (als Mann) bzw. 1096 Euro (als Frau) RENTE. b) und wer die „normale“ Altersrente kassierte, erhielt monatlich im Schnitt 950 Euro, 1080 € (als Mann) bzw. 742 Euro (als Frau) RENTE. Nach Adam Riese bedeutet das, das erst Zeiten ab dem 18. LJ für die Rentenversicherung gewertet werden, dass männliche Nicht-Akademiker über 45 Arbeitsjahre hinweg mehr als 25 Euro monatlich pro Stunde verdient haben müssten. sprich: ab 1973 ! (zu DM-Zeiten 50 DM Stundenverdienst ! ... als Nicht-Akademiker ??) Meine Erfahrung ist, dass man mit 18 zur Armee musste und das anschließende Studium frühestens im 25 LJ beenden konnte -- also in 1981 ! (25 + 45 = 70. LJ mit Altersrente ohne Abzüge). Ergebnis: erst in 2026 könnten vergleichbare Akamdemiker (nach 45 Vers.Jahren) in VOLLE Rente gehen. PS: Nach Rechnung der „Die Linke“ bräuchte man über 37 Jahre hinweg einen Stundenverdienst von mind. 14,50 Euro (29 DM), um NICHT auf die „Grundsicherung für Altersrentner“ angewiesen zu sein; also den statistischen Wert von 800 Euro mtl. Rentenbezug zu überschreiten. Wer erkennt den Zaubertrick der „abschlagsfreien Rente 63“ ? Wer kennt den Zaubertrick, in weniger Zeit, mit weniger Ausbildung, maximale Top-Renten-Ergebnisse zu erzielen ? (welches nicht einmal die gierigsten Börsenbanker und Versicherungsmakler in einer Demokratie für realisierbar hielten) ?