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Sonntagabend-Talk: Günther Jauch gibt entnervt auf

Günther Jauch wird bei der ARD nicht die Nachfolge von Sabine Christiansen antreten. Als Grund nennt der Moderator unter anderem die vielen Wortmeldungen aus den ARD-Rundfunkräten. Als Nachfolger steht Frank Plasberg schon in den Startlöchern.

Von Carsten Heidböhmer

Günther Jauch wird keine Polit-Talkshow für die ARD moderieren. Der 50-Jährige gab heute bekannt, nicht die Nachfolge von Sabine Christiansen antreten zu wollen. Zuvor hatte es kontroverse Diskussionen rund um Jauchs geplantes ARD-Engagement gegeben.

Als Begründung gab Jauch unter anderem an, dass die ARD darauf gedrungen habe, er solle "journalistisch exklusiv" für "das Erste" tätig sein und eine weitere Sendung übernehmen. "Ich wollte aber keine Zusagen über den Sonntagabend hinaus geben", so Jauch.

"Ständiges Risiko"

Als weiteren Grund nannte Jauch, dass die ARD mit der Änderung eines Vertragspassus die Zuständigkeit für seine Show den Chefredakteuren habe unterstellen wollen. "Damit wäre nach meiner Auffassung die Sendung dem ständigen Risiko ausgesetzt, zum Spielball der politischen Farbenlehre innerhalb der ARD zu werden." Dies entspreche nicht seinem Empfinden von "innerer Freiheit und äußerer Unabhängigkeit".

ARD-Chefredakteur Thomas Baumann versuchte diesen Vorwurf in einer ersten Stellungnahme abzuwiegeln: "Was Günther Jauch mit 'politischer Farbenlehre' meint, weiß ich nicht. Redaktionelle Entscheidungen finden in meiner Koordination nicht nach Proporzdenken oder Farbenlehren statt, sondern fußen - je nach Thema und Lage - auf journalistischer Ausgewogenheit."

In einem Interview mit dem Nachrichtenmagazin "Der Spiegel" hatte der seit 1. Januar amtierende ARD-Vorsitzende Fritz Raff (Saarländischer Rundfunk) noch am Montag befürwortet, die neue Talkshow in dem Bereich Information anzusiedeln. "Ich halte das für ein berechtigtes Anliegen und bin der Meinung, eine solche Sendung ist in der Chefredaktion richtig angesiedelt", so Raff.

Struve bedauert Absage

ARD-Programmdirektor Günter Struve bedauerte in einer ersten Stellungnahme die Entscheidung: "Seit dem vergangenen Sommer habe ich mich sehr für das Zustandekommen der Zusammenarbeit mit ihm eingesetzt und kann diesen Entschluss jetzt leider nur akzeptieren", sagte Struve.

Jauch, derzeit mit der Show "Wer wird Millionär?" und stern TV bei RTL aktiv, sollte Christiansens Nachfolge im September 2007 antreten. Die Gespräche mit den Intendanten Fritz Pleitgen (Westdeutscher Rundfunk) und Jobst Plog (Norddeutscher Rundfunk) sowie Programmdirektor Günter Struve seien Jauch zufolge konstruktiv und von großem Vertrauen begleitet gewesen.

Kritik an Rundfunkräten

In einer von dem Moderator vorbereiteten Presseerklärung heißt es: "Die ständigen Diskussionen um ARD-Schleichwerbung, den Jan Ulrich-Vertrag oder Werbeverpflichtungen anderer ARD- und ZDF-Moderatoren haben die Abstimmungen zeitweilig erschwert." Darin beschwert sich Jauch explizit über die Strukturen in der ARD: "Auch die Wortmeldungen aus den Rundfunkräten der ARD waren nicht immer hilfreich, zumal sie oft hinter den Stand der Diskussion zurückfielen."

Die ARD hätte ihm zwar seine Werbeaktivitäten nicht untersagt, aber auf der anderen Seite habe er bereits seine Werbeverträge gekündigt oder auslaufen lassen. "Diese Zugeständnisse zeigen, wie sehr ich an dem Format am Sonntagabend interessiert war."

In den vergangenen Wochen hatte es zunehmend ARD-intern Stimmen gegeben, die sich kritisch gegenüber der Verpflichtung Jauchs geäußert hatten. Insbesonder die künftige WDR-Intendantin Monika Piel fiel mit Querschüssen auf. In einem Interview mit der Wochenzeitung "Die Zeit" plädierte Piel dafür, Günther Jauch ausschließlich im Privat-TV oder ausschließlich bei der ARD auftreten zu lassen. "Entweder ist einer bei uns oder bei den Kommerziellen", sagte die 55-Jährige - und warf damit schon längst geklärte Fragen wieder auf. Auch der ARD-Vorsitzende Fritz Raff hatte sich gegenüber dem"Spiegel" distanziert über den Moderator geäußert. Auf die Frage, ob er damit rechne, dass Jauch doch nicht als Christiansen-Nachfolger kommen werde, sagte Raff: "Ohne Jauch geht die ARD-Welt nicht unter".

"Wir wollen den ganzen Journalisten Jauch"

Einer der Kritiker, die im Vorfeld gefordert hatten, Jauch müsse stern TV aufgeben und journalistisch exklusiv für die ARD arbeiten, war der SPD-Medienpolitiker und WDR-Rundfunkrat Marc Jan Eumann. Er verteidigt die harte Verhandlungsposition der ARD: "Ich stimme Fritz Raff zu, der sagt, dadurch geht die ARD nicht unter. Es wäre schön gewesen, wenn wir Jauch gewonnen hätten, denn er ist ein herausragender Journalist. Aber er wäre ein Grenzgänger gewesen. Wir wollen den ganzen Journalisten Jauch", sagte Eumann im Gespräch mit stern.de.

Die Kritik, die ARD werde zunehmend handlungsunfähig durch zu viele Instanzen, wollte Eumann nicht gelten lassen: "Als Gesamtsystem ist die ARD gut aufgestellt, es gibt auch Reformprozesse, da ist die ARD weiter als die Länder. Im Gegensatz zum ZDF ist die ARD föderal und nicht zentralistisch."

Plasberg gilt als Favorit

Auf die Frage, welche Kandidaten in Frage kämen, nannte Eumann: Frank Plasberg und Anja Reschke. "Wir haben einige Talente, die das journalistische Profil dafür haben", so Eumann. Auch SWR-Intendant Peter Voß hat Frank Plasberg als neuen Moderator des Sonntagabend-Talks ins Gespräch gebracht. Der Journalist, der im WDR die Reihe "Hart, aber fair" moderiert, sei eine Alternative zu Jauch, die "hart, aber fair und journalistisch gleichwertig" sei. Nur eine Lösung scheidet wohl definitiv aus: Sabine Christiansen hat noch einmal bestätigt, nicht länger als angekündigt für die Sonntags-Talkshow zur Verfügung zu stehen.

Plasberg wäre zu der neuen Aufgabe bereit. "Wenn man mich fragen würde, stünde ich selbstverständlich zur Verfügung für eine politische Talksendung am Sonntagabend in der ARD", sagte der Moderator den "Lübecker Nachrichten". Dass die Sendung den ARD-Chefredakteuren unterstellt werden soll, ist für Plasberg im Gegensatz zu Günther Jauch kein Problem. "Ich war schließlich mal selbst stellvertretender Chefredakteur und habe volles Vertrauen in die Arbeit der Kollegen."

Einen Nutznießer in der Angelegenheit gibt es bereits: Christian Körner, Pressesprecher von RTL sieht darin die Bestätigung der guten gemeinsamen Arbeit. "Unsere Zusammenarbeit stand für die Beteiligten auch nicht zur Debatte". Spekulationen, RTL plane nun ein ähnliches nachrichtenpolitisches Magazin-Format wie "Christiansen"; erteilte er eine Absage. "Gesellschaftspolitische Themen finden bei stern TV statt, und Nachrichten gibt es bei uns in den Nachrichtensendungen."

kann man sich gegen eine maßnahme vom jobcenter wehren?
hallo. ich bin quasi arbeitsunfähig seit meinem 18ten lebensjahr. ich wiege 200 kg und habe eine betreuung weil ich sonst gar nichts schaffen würde. sie bringt mich zu terminen und begleitet mich zu arzt besuchen. das einzige was ich noch alleine kann ist einkaufen und das auch nur weil es nunmal lebensnotwendig ist ,jedoch bin ich danach total erschöpft und fertig.ich kann keine 200 meter mehr laufen.und mal ganz abgesehen von meiner körperlich verfassung leide ich seit meiner kindheit an starken depressionen,borderline,panikattacken,einer traumatischen belastungsstörung und angstzuständen. ich bin demnach körperlich sowie auch psychisch ziemlich fertig. gestern war ich beim amtsarzt zur begutachtung sowie auch einmal vor 2 jahren. und die ärztin sagt mir ernsthaft,das es zumindest köperlich nicht ausreichen würde das ich weiterhin krank geschrieben werden kann und sagte,das eine maßnahme sicherlich gut sein kann.und das obwohl ich bereits sagte,das ich körperlich unfähig bin irgendwas alleine zu schaffen und ,meine betreuerin mich überallhin begleiten muss.(ich habe kein auto)ich bin vollkommen entsesetzt und habe nun angst das sie mich in eine maßnahme stecvken welche ich einfach nicht schaffe und sie mir dann das minum an geld nehmen welches ich bekomme und ich dann verhungernd und auf der starße leben muss,eben weil es ein ding der unmöglichkeit für mich darstellt.kann man sich da irgendwie wehren?sie sagt sie findet ich sei zu jung um berentet zu werden (28).ich habe gerade wirklich angst.kann man einen menschen zwingen etwas für ihn unmögliches zu tun?ich hab das gefühl die wollen irgendeine quote erfüllen und solange man die arme bewegen kann,ist man arbeitsfähig...hilfe :(