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"Ein starkes Team": Stefanie Stappenbeck tritt in Maja Maranows Fußstapfen

Sie fehlt: Maja Maranow ist im Januar mit 54 Jahren gestorben. Am Samstag sendet das ZDF die erste Folge der Reihe "Ein starkes Team" ohne sie. Keine leichte Aufgabe für ihre Nachfolgerin Stefanie Stappenbeck.

Stefanie Stappenbeck in "Ein starkes Team"

Stefanie Stappenbeck tritt ihren Dienst an in der ZDF-Reihe "Ein starkes Team"

Kann ein Fernsehzuschauer Phantomschmerzen fühlen? Nach dem Tod der Schauspielerin Anfang des Jahres flimmert an diesem Samstag (ZDF, 20.15 Uhr) der Krimi "Ein starkes Team" erstmals ohne die Darstellerin in die Wohnzimmer. Beim Zuschauen fehlt die Frau, die im Alter von 54 Jahren gestorben ist und Verena Berthold war. Über 20 Jahre hat Maranow diese Reihe an der Seite von Florian Martens als Otto mitgeprägt. Die beiden waren das Kernteam dieses ZDF-Krimis am Samstagabend.

Die Neue an Ottos Seite ist . Als Kriminalkommissarin Linett Wachow ist sie jetzt Teil des starken Teams. In der ersten gemeinsamen Folge aber kommt die 41-Jährige noch wie ein Fremdkörper rüber. Vielleicht haben Drehbuchautor Axel Hildebrand und Regisseurin Maris Pfeiffer das mit Absicht so inszeniert? Wachow wurde von der Ostsee in die Hauptstadt versetzt. In der 65 Folge mit dem Titel "Knastelse" geht es um das Phänomen von Frauen, die all ihre Hoffnung und Liebe in Strafgefangene setzen.

Stefanie Stappenbeck ist eine Frau aus der Provinz

Dabei muss Stappenbeck ("Italiener und andere Süßigkeiten") eine Frau aus der Provinz spielen, die jetzt in der großen Hauptstadt mit den ganz bösen Knackis konfrontiert wird. Warum sie sich dafür dumm und naiv alleine in eine Zelle mit einem Straftäter begibt und dann natürlich in Gefahr gerät, kommt merkwürdig rüber. Verena Berthold wäre das nicht passiert. Da ist er wieder, der Phantomschmerz. Dass Stappenbeck und Martens als Ermittler-Duo durchaus Potenzial haben, zeigt ein Dialog zum Auftakt. Die beiden streiten sich lustvoll und schlagfertig darum, wer denn wem das Du anbieten darf - mehr davon!

Das ganze Team löst den Fall im Knast-Milieu im Gleichschritt. Selbst Jaecki Schwarz als Sputnik darf diesmal mehr als Schauspieler zeigen als seine sonst üblichen Albernheiten als lebensunfähiger Pleitier. In den Knast eingeschleust liefert er die entscheidenden Hinweise. Am Ende ist klar, warum ein gerade entlassener Totschläger nicht im Bett seiner ihn verehrenden "Knastelse" liegt, sondern tot in einer Baugrube am Berliner Hauptbahnhof. Dabei spielen falsche Gefühle und vermeintliche Hoffnungen der Frauen die Hauptrolle, die ihren anfangs nur aus Briefen bekannten Knackis über Jahre die Treue gehalten haben.

Teamchef Reddemann, gespielt von Arnfried Lerche, trägt wie gewohnt wenig zur Klärung des Falls bei. Er darf dem Fernsehzuschauer aber erklären, wo die Kollegin Berthold geblieben ist. Auch wenn das jetzt klar ist, den Phantomschmerz lindert das nicht.

che/DPA

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