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WDR-Experiment "Supernerds": "Vom Überwachungsstaat zur Überwachungsgesellschaft"

Es wirkte, als wäre Julian Assange tatsächlich im Studio. Tatsächlich wurde er zur WDR-Sendung "Supernerds" - einem multimedialen Experiment zum Thema Überwachung - nur raffiniert zugeschaltet.

Wikileaks-Gründer Julian Assange sagte in der Sendung, dass wir in eine Überwachungsgesellschaft übergehen, in der jeder wisse, dass er ständig bespitzelt werde

Wikileaks-Gründer Julian Assange sagte in der Sendung, dass wir in eine Überwachungsgesellschaft übergehen, in der jeder wisse, dass er ständig bespitzelt werde

Die zunehmenden Möglichkeiten, Daten von Privatpersonen auszuspionieren, werden nach Ansicht des Wikileaks-Gründers Julian Assange das Verhalten der Menschen verändern. "Wir gehen von einem Überwachungsstaat über zu einer Überwachungsgesellschaft, wo jeder weiß, dass er ständig bespitzelt wird", sagte Assange am Donnerstagabend im WDR bei der Premiere des crossmedialen Projekts "Supernerds". Das Experiment sollte Fernsehen, Theater und Internet verbinden: Eine Theateraufführung im Schauspiel Köln wurde zeitgleich von einer Talkrunde im WDR-Fernsehen sowie einem Livestream im Internet begleitet.

Assange war per Video technisch derart raffiniert zugeschaltet, dass es wirkte, als stehe er Moderatorin Bettina Böttinger tatsächlich gegenüber. "Supernerds - Ein Überwachungsabend" sollte nach Angaben von Regisseurin Angela Richter über Datenschutz und Massenüberwachung aufklären. Das Theaterpublikum, das sich vor der Aufführung mit einigen persönlichen Daten registrieren musste, bekam einen Eindruck von Überwachung: Etwa, als auf Kommando die Handys der Zuschauer klingeln sollten, die rechts oder links des Rheins wohnen.

DPA / DPA
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