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Trash as Trash can Ätzereien vom Szene-DJ, Tränen bei Ballack-Ex – zum Glück alles wie immer bei „Promi Big Brother“

TV-Kritik Promi Big Brother: Simone Mecky-Ballack kämpft mit den Tränen. Kathy Kelly tröstet.
Simone Mecky-Ballack (rechts) will keine Spielerfrau mehr sein
© SAT 1
Senay Gueler zieht über Frauen her und macht sich Gedanken um seine Außenwirkung. Emmy Ross lässt sich zur smarten Prinzessin wählen. Simone Mecky-Ballack hadert mit ihrer Vergangenheit als Spielerfrau. Der dritte Tag im Promi-Big-Brother-Haus.
Von Andrea Zschocher

Tag drei im "Promi Big Brother" Haus und auch in diesem Jahr folgt die Show wieder dem ehrenen Gesetz aller TV-Trash-Formate. Es flossen Tränen, erste zarte Bande wurden geknüpft, eine ließ ein bisschen in die verletzte Seele blicken und einer benahm sich Frauen gegenüber einfach nur ätzend.

Senay gegen Emmy – Pöbel gegen Porno

Fangen wir doch mit Streithahn Nummer eins direkt an. Szene-DJ und Model Senay Gueler ätzte gegen Emmy. Die sei nur "Arsch und Titten" und nicht weit weg vom Porno. Überhaupt würde er ja nur darauf warten, dem Reality Sternchen mal zu erklären, wie der Hase so läuft.

Während der Live-Schalte ins Haus, bei der immer alle so nervig durcheinanderquatschen, dass man eigentlich hofft, die Regie würde den Mikrofonen den Saft abdrehen, berichtete er, dass er ja eigentlich gar keinen Streit mit der 21-Jährigen hätte. Dafür, dass eigentlich alles cool ist, hat der Mann dann doch ein ziemliches Problem mit den Frauen im Märchenwald. Er versteht auch nicht, wieso diese ihn als bedrohlich empfinden, was eigentlich jedem klar ist, der ihm eine Weile zuhört. Der ganze Mann ist eine Drohkulisse. Natürlich hat er Recht, niemand muss alle Menschen mögen. Aber insbesondere Frauen indirekt zu bedrohen, ist dann auch ziemlich unter der Gürtellinie und zeugt nicht gerade von einer erwachsenen Haltung. Dabei scheint der 44-Jährige doch genau darauf so stolz zu sein.

Emmy die Smarte

Während Senay also sein Wutsüppchen kochte, säuselte seine Freundin Jasmin ihm ins Ohr, dass er "jeden mit Liebe sehen" soll. Soviel Langmut ist wirklich selten. Denn spätestens als Emmy sich für das Studiospiel in die Gruppe der smarten Prinzessinnen wählen ließ, kam mancher wohl ins Grübeln. Die Live-Nominierung, es sollten zwei Frauen als starke und zwei als smarte Spielerinnen benannt werden, wird in die "Promi Big Brother"- Geschichte eingehen. Bis auf Jasmin wollte sich eigentlich jede Frau ein paar extra Minuten im Live-TV sichern, egal ob schlau oder stark. Katy Bähm fand dafür deutliche Worte: "Einige, die glauben sie sind smart, sind es nicht."

Auftritt Emmy die Smarte, die durch gutes Raten tatsächlich Team Märchenwald zum Sieg verhalf. Anschließend kaufte sie im Hexenhäuschen ein. Die zehn BewohnerInnen dürfen sich auf 500g Nudeln, eine Packung Ravioli und "Möhrendings" freuen. Irgendwie nicht ganz so smart.

Mischa und sein Kräuterli

Der "Mischa und sein Kräuterli", wie Sascha Heyna das im Werden befindliche obligatorische "Promi Big Brother"- Pärchen nannte, ging unterdessen auf Tuchfüllung. Es wurde gestreichelt und gekuschelt, Adela, die trotz Bachelorette-Dasein im Schweizer Fernsehen noch nie eine Beziehung hatte, war ganz aufgeregt. Freundin Elene ebenso, denn sie freute sich auf die Hochzeit der Beiden. Schreien diese zarten Gefühle nicht auch dringend nach einem Folgeformat, "Kräuterli & Mischa – Big Brother is watching the Love Island" könnte sofort starten.

Einmal Spielerfrau, immer Spielerfrau

Abschließen will Simone Mecky-Ballack hingegen mit ihrer Vergangenheit. Sie war nie Spielerfrau, sie kannte ihren Ex Michael ja bevor der Profifußballspieler wurde. Und dann kommen ihr die Tränen, weil ihr dieses Label Spielerfrau immer noch anhaftet, obwohl sie inzwischen anderweitig verheiratet ist. Natürlich würde es beim Abschluss der Vergangenheit helfen, den Namen vom Ex-Ehemann spätestens mit der erneuten Heirat abzulegen. Aber dann könnte Simone ja in der Bedeutungslosigkeit versinken und das wäre noch schlimmer als das Label Ex-Spielerfrau. Aber immerhin, demnächst ist sie auf jeden Fall auch Ex-"Promi Big Brother"- Kandidatin.

Unsere Birne Elene

Dann waren da noch die Tränen von Elene. Beinahe untröstlich weinte sie, weil sie die einzige Frau war, die weder als smart noch stark für die Prüfung ausgewählt wurde. Dabei sei sie, so Mischa "unsere Birne". Aber sie würde ihre Chance schon noch bekommen. So eine Wahl zur Prüfung ist ja oft auch ein Beliebtheitscheck. Und in dem unterlag die Brünette den Frauen, die lauter krakelten. Auch der Streit, mit Senay, scheint ihr noch nachzuhängen. Gut so, dann gibt es auch morgen wieder Drama und Tränen bei "Promi Big Brother".


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