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Clip auf Facebook Was will uns die "Tagesschau" damit sagen?


Rätsel bei der "Tagesschau": Moderator Jens Riewa teilte auf Facebook ein Video, das womöglich seinen Kollegen Ingo Zamperoni bei einem missglückten Einpark-Versuch zeigt. Über den Sinn dahinter wird wild spekuliert.

Es ist nur ein kurzer, etwa 26 Sekunden dauernder Clip, doch er sorgt für Wirbel: Der "Tagesschau"-Moderator Jens Riewa teilte am Freitag ein Video auf seiner Facebook-Seite. Darauf zu sehen sind ein Parkplatz und ein Autofahrer, der denkbar schlecht versucht, einzuparken. "Was macht der da? Was haben die dir in Amerika beigebracht?", kommentiert Riewa die Szene. Offenbar soll es sein "Tagesthemen"-Kollege Ingo Zamperoni sein, der da seine Probleme mit der Parklücke hat.

"Du willst doch jetzt nicht etwa da stehen bleiben! Alter! Das glaub ich nicht. Das muss man eigentlich... Live senden sollte man das! Zamperoni hat's drauf", sagt Riewa und schwenkt die Kamera auf sich. "Was ist denn mit Zamperoni los?", fragte er anschließend auf Facebook und auch die "Tagesschau" selbst teilte dort den Clip. Seither wird im Netz gerätselt, was es damit auf sich hat.

Harmloser Spaß oder tiefere Botschaft?

Denn zunächst einmal ist gar nicht klar erkennbar, ob das wirklich Zamperoni ist, der da schulterzuckend das Auto quer parkt. Riewa versichert das zwar auf Facebook - aber vielleicht ist das ja Teil eines größeren Plans. Will die "Tagesschau" vielleicht zeigen, wie schnell sich heute Fake-News verbreiten? Denn Medien wie der "Kölner Express" griffen den Clip als Nachricht auf, der Beitrag hat bei der "Tagesschau" über 4800 Likes und mehr als 540 User kommentierten ihn. 

Darunter zahlreiche, die das Video ernst nehmen und sich über Zamperonis angebliche Fahrkünste lustig machen. Andere sehen die Sache kritischer. "Muss man das gleich ins Netz stellen?", heißt es zum Beispiel, aber auch: "Wären es Joko und Klaas, würden sich wieder alle schlapp lachen. Ich zumindest finde es schön, dass den Mitarbeitern der 'Tagesschau' der Humor noch nicht abhanden gekommen ist."

Die Aktion würde passen, weil am Freitag erst "postfaktisch" zum Wort des Jahres gewählt wurde. Der Ausdruck beschreibe, dass es in politischen und gesellschaftlichen Diskussionen heute zunehmend um Emotionen anstelle von Fakten gehe, hieß es in der Begründung der Gesellschaft für deutsche Sprache. Spielten Jens Riewa und Ingo Zamperoni damit? Die Antwort gibt's wohl bald: "Bestimmt klärt sich die Sache in den kommenden Tagen auf", antwortete die "Tagesschau" auf zahlreiche Kommentaren vielsagend.

sst

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