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"Tatort"-Kritik: Experimente mit Finger Food

Nicht gerade magenfreundlich war das ARD-Programm am Sonntagabend: Im "Tatort" gab es einen abgeschnittenen Finger in der Gourmet-Küche, danach servierte Christiansen Speckschwarten zum Thema "Dicke am Pranger". Zumindest der Krimi erwies sich als echtes Schmankerl.

Von Kathrin Buchner

Sex im Kühlraum, ein Chefkoch, der kokst, und die Managerin des Gourmet-Tempels ist natürlich Französin. Dazu noch ein durchgeknallter, bisexueller Restaurantbesitzer, der nach literweise Champagner auf seiner eigenen Geburtstagsfeier die Gäste mit einer Schrotflinte bedroht. Außerdem gibt es einen schwulen Gastro-Kritiker, der mit einem einzigen Artikel Küchenchefs in den Ruin treiben kann.

Klischee-Zutaten für einen Thriller im Fünf-Sterne-Milieu. Eine Putzhilfe hat im Luxusrestaurant einen abgeschnittenen Finger gefunden, der Besitzer des Körperteils ist verschwunden. Das Kopf-Kino ist perfekt: Mord auf dem Küchentisch, Messer, die im Affekt gewetzt wurden, die fehlende Leiche, die in der betriebseigenen Schlachterei zu Hackfleisch verarbeitet wurde.

Dass daraus doch eine schmackhafte und unterhaltsame "Tatort"-Folge entsteht, verdanken wir nicht nur dem exzellenten Drehbuch von Carolin Otto, die dafür bei Promi-Koch Alfons Schuhbeck in den Töpfen recherchiert hat, sondern den Münchner Kommissaren, allen voran Ivo Batic (Miroslav Nemec). Der darf seine kreative Ader ausleben: Eigentlich wollte er seinen Urlaub nützen, seinen Küchenschrank selbst zu zimmern. Aber weil die Kollegen Franz Leitmayr (Udo Wachtveitl) und Carlo Menzinger (Michael Fitz) nicht weiterkommen bei der Suche nach der Leiche mit den neun Fingern, soll Batic als Küchenhilfe in Undercover-Mission im Münchner Luxusrestaurant Salatköpfe waschen und Garnelen puhlen.

Mit radebrechendem Jugo-Dialekt und gewinnendem Grinsen sichert er sich die Sympathien der Kollegen und bekommt ungeschönte Einblicke in die Abgründe hinter der Luxus-Fassade.

Die ganze Palette der Ernährungsformen wird ausgekostet - von einer akribischen Analyse der Lebekässemmel, - schleimig und gleichzeitig trocken -, Instant-Hot-Dogs in der Mikrowelle, Deluxe-Fastfood aus der Konservenfabrik, bleibt uns auch das Ende der Nahrungskette nicht erspart, wenn Batic und Leitmayr auf der vergeblichen Suche nach dem Beweis der Hackfleich-Theorie die Müllsäcke in der Entsorgungsstelle durchwühlen.

Gute Schauspieler und eine stimmige Geschichte - allein das Schnickschnack mit der Messer werfenden Serbin hätten sich die Macher sparen können, die Küche ist Zirkus genug. Letztendlich findet sich die Leiche des ermordeten Gastro-Kritikers gut konserviert im Salzlager. Diese Eingebung verdankt Kommissar Batic ausgerechnet dem Lieblingsgericht des Chefkochs, Fisch im Salzmantel. Am Ende ist es doch die pure Eifersucht, die die kühle Französin zum Gefrierbeutel greifen ließ und ihren ärgsten Konkurrenten um die Liebe des Küchenchefs erstickt.

Für den verdorbenen Appetit entschädigt 90-Minuten-Krimifutter mit Hochspannung. Was bleibt, ist die Erkenntnis, dass es für ein gutes Mahl nicht viele, dafür exzellente Zutaten braucht und dass es reicht, soziale Themen wie die Abschiebungsproblematik wie Petersilie zu dosieren und nicht als sättigende Kartoffel-Beilage zu servieren.

Gänzlich den Appetit verdorben hat einem allerdings das Christiansen-Runde im Anschluss des "Tatort". Unter dem Titel "Auf die Waage, fertig, los - Dicke am Pranger!" wurden Speckschwarten en masse präsentiert - bei aller Wichtigkeit des Themas war es allerdings schnell zerredet und ohne Biss.

kann man sich gegen eine maßnahme vom jobcenter wehren?
hallo. ich bin quasi arbeitsunfähig seit meinem 18ten lebensjahr. ich wiege 200 kg und habe eine betreuung weil ich sonst gar nichts schaffen würde. sie bringt mich zu terminen und begleitet mich zu arzt besuchen. das einzige was ich noch alleine kann ist einkaufen und das auch nur weil es nunmal lebensnotwendig ist ,jedoch bin ich danach total erschöpft und fertig.ich kann keine 200 meter mehr laufen.und mal ganz abgesehen von meiner körperlich verfassung leide ich seit meiner kindheit an starken depressionen,borderline,panikattacken,einer traumatischen belastungsstörung und angstzuständen. ich bin demnach körperlich sowie auch psychisch ziemlich fertig. gestern war ich beim amtsarzt zur begutachtung sowie auch einmal vor 2 jahren. und die ärztin sagt mir ernsthaft,das es zumindest köperlich nicht ausreichen würde das ich weiterhin krank geschrieben werden kann und sagte,das eine maßnahme sicherlich gut sein kann.und das obwohl ich bereits sagte,das ich körperlich unfähig bin irgendwas alleine zu schaffen und ,meine betreuerin mich überallhin begleiten muss.(ich habe kein auto)ich bin vollkommen entsesetzt und habe nun angst das sie mich in eine maßnahme stecvken welche ich einfach nicht schaffe und sie mir dann das minum an geld nehmen welches ich bekomme und ich dann verhungernd und auf der starße leben muss,eben weil es ein ding der unmöglichkeit für mich darstellt.kann man sich da irgendwie wehren?sie sagt sie findet ich sei zu jung um berentet zu werden (28).ich habe gerade wirklich angst.kann man einen menschen zwingen etwas für ihn unmögliches zu tun?ich hab das gefühl die wollen irgendeine quote erfüllen und solange man die arme bewegen kann,ist man arbeitsfähig...hilfe :(