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Ruby O. Fee in "Die Ketzerbraut": Brisante Mischung aus Langeweile, Gefahr und Sex

Sie war die Ketzerbraut in dem gleichnamigen Sat.1 Film. Doch Ruby O. Fee kann viel mehr: Sie spielte das coole Mädchen in "Als wir träumten", im Köln-"Tatort" beeindruckte sie als verwöhnte Gangstergöre.

Ruby O. Fee als "Ketzerbraut"

In dem Sat.1-Film "Die Ketzerbraut" spielte Ruby O. Fee die junge Veva, der 1518 in München alles genommen wird - und die mit Hilfe ihres Jugedfreunds, des Malers Ernst Rickinger (Christoph Letkowski), auf Rache sinnt.

Die Sat1-Verfilmungen von Iny-Lorentz-Büchern ("Die Wanderhure") sind selten kulturelle Highlights. Das ist auch bei "Die Ketzerbraut" nicht anders. Doch wenn es einen Grund gab, sich das Historienspektakel am Dienstag anzusehen, dann sie: Ruby O. Fee. Die 21-Jährige spielte titelgebende Ketzerbraut. Sie ist die junge Veva, der 1518 in München alles genommen wird - und die mit Hilfe ihres Jugendfreunds, dem Maler Ernst Rickinger (Christoph Letkowski), auf Rache sinnt. Bei den Zuschauern stieß die Produktion auf laues Interesse: lediglich 2,62 Millionen Menschen interessierten sich für das Kostümdrama.

Geboren wurde Ruby O. Fee in , später lebte sie mit ihrer Mutter in Brasilien und kam erst mit 14 Jahren nach Deutschland. Sie zog mit ihrer Mutter nach Berlin, wo sie sich eine Schauspielagentur suchte - und sofort große eine Rolle in der Fernsehserie "Allein gegen die Zeit" bekam, die im Kinderkanal Kika ausgestrahlt wurde. 2011 hatte die Schauspielerin ihre erste große Kinorolle: In "Löwenzahn - Das Kinoabenteuer" spielte Ruby O. Fee zusammen mit Dominique Horwitz und Guido Hammesfahr.

Bereits 2013 sorgte Ruby O. Fee für Furore

Mit ihrer Rolle in der Stuttgarter ""-Folge "Happy Birthday, Sarah", sorgte Ruby O. Fee 2013 erstmals bundesweit für Aufsehen. Für ihre Performance der 13-jährigen Sarah erhielt sie den Jupiter Awards 2014 als beste nationale Darstellerin sowie den Günter-Strack-Fernsehpreis.

Als intrigante Sophia von Gelenberg wurde sie 2014 im ersten "Bibi und Tina"-Film von Detlev Buck bei einem jungen Publikum berühmt. Ruby O. Fee sang auch einen Song für den Soundtrack.
2015 schaffte es Ruby O. Fee sogar in den Berlinale-Wettbewerb. In Andreas Dresens "Als wir träumten", einer Verfilmung des gleichnamigen Romans von Clemens Meyer, verkörperte sie das coole Mädchen Sternchen. Ihr Spiel war natürlich, intensiv und fesselnd.

Zehn Millionen Zuschauer sahen im Februar 2016 zu, wie Ruby O. Fee als verwöhnte Laura Hartmann an an ihrem 18. Geburtstag mit ihrem Freund durchbrennt und schon bald die  auf den Fersen hat. Der Krimi war eine furiose Hommage an Filme wie "Natural Born Killers" oder "Bonnie und Clyde". Für die erst 20-jährige Schauspielerin eine weitere Gelegenheit, ihre Extraklasse unter Beweis zu stellen. Ruby O. Fee verkörpert diese brisante Mischung aus Langeweile, Gefahr und Sex meisterhaft.

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Wie heißt der Film?
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