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TV-Kanzlerduell: ZDF-Chefredakteur ätzt gegen Stefan Raab

In harschen Worten hat ZDF-Chefredakteur Peter Frey die Teilnahme von Stefan Raab am TV-Kanzlerduell kritisiert. Die Sendung eigne sich nicht für "Mätzchen von Moderatoren". Raab fehle die Kompetenz.

ZDF-Chefredakteur Peter Frey hat die Teilnahme von ProSieben-Moderator Stefan Raab am "Kanzlerduell" scharf kritisiert. "Das Duell ist keine Showbühne für die Mätzchen von Moderatoren", sagte Frey dem Mediendienst kress.

"Nach der Sendung soll Deutschland nicht darüber diskutieren, ob Raab auch Politik kann, sondern wer die oder der bessere im Kanzleramt ist", begründete Frey seine Haltung in einem Interview mit dem Mediendienst. Der Schlagabtausch zwischen Bundeskanzlerin Angela Merkel und dem SPD-Kanzlerkandidatin Peer Steinbrück ist kurz vor der Bundestagswahl im September geplant.

Quotenfang bei jungem Publikum unnötig

Frey stellte die "politische Kompetenz" des Entertainers Raab infrage. "Wir brauchen fürs Duell keinen Unterhaltungsmoderator, um junges Publikum zu erreichen", sagte Frey mit Blick auf die TV-Quoten des zurückliegenden Kanzler-Duells. "ARD und ZDF hatten 2009 bei den unter 50-Jährigen einen Marktanteil von 23,7 Prozent, Sat.1 hatte 3,4 Prozent. Das wird nicht anders werden, wenn jetzt ProSieben überträgt."

dho/DPA / DPA