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"The Masked Singer" Opa Rea, ein Stier ohne Strümpfe und ein monströser Abgang

800 Stunden und teure Swarovski-Steine – Die aufwendigsten Kostüme
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In der Vorschlussrunde mussten diesmal gleich zwei Kandidaten dran glauben: ein erfahrener Sangesrecke und ein Entertainment-Allrounder, den am Ende vielleicht sogar eine technische Panne ein paar Stimmen kostete.

Fast ist sie schon wieder durch, die vierte Staffel der multiplen Maskerade auf ProSieben, doch bevor Phantomschmerz vor dem bevorstehenden Schlussakkord aufkommt, lieber der Blick auf die schönen Dinge des Strebens. Da ist das sinnstiftende Gefühl, richtig zu liegen, mit jeder Sendung sogar noch ein Stückchen richtiger, und sich tätsächlich eines zum anderen fügt, wenn die Maske fällt. Wir erinnern uns an die vorletzte Staffel, ein knappes Jahr ist es her, als alle Vorzeichen darauf hindeuteten, dass es sich beim Chamäleon um Dieter Hallervorden handeln müsste. Und im Halbfinale tatsächlich Didi, der Doppelgänger, zum Vorschein kam.

Auch jetzt ist man beim "Masked Singer" schon wieder im Halbfinale angelangt. Und erneut gibt es einen Verdächtigen, bei dem kaum ein Zweifel über seine Identität besteht. Das Chamäleon ist diesmal eine Schildkröte, und auch Didi heißt natürlich anders, Thomas Anders nämlich. Geht es nach der Jury, inklusive Gastraterin Katrin Bauerfeind, dann kann es sich bei dem schicken Schalentier mit dem Piratenkostüm nur um den einstigen Duett-Partner von Dieter Bohlen handeln. Doch nicht nur die Schildkröte, auch die Sache hat einen Haken: Die Frage, ob man es tatsächlich mit Thomas Anders zu tun hat, muss vertagt werden. Im Gegensatz zum Chamäleon damals, steht die Schildkröte nämlich in der kommenden Woche im Finale.

Gleich zwei Kandidaten werden demaskiert

Zwei Kandidaten haben es dorthin nicht geschafft, eine Neuerung im Wettbewerbsmodus, dass diesmal gleich zwei hoffnungsvolle Sänger in der Vorschlussrunde demaskiert wurden. Doch der Reihe nach: Zum Auftakt schwebte der Flamingo in die Halle, holte Bon Jovi aus der Mottenkiste und gab der Liebe einen schlechten Namen. Eine durchweg punktgenaue Performance, die sogar Ruth zum Mos(c)hen brachte. Der Lösung schien man am Ratetisch jedoch keine Feder breit näher gekommen zu sein, im Gegenteil, der Kreis der Verdächtigen wurde noch einmal erweitert. Mittlerweile sind Isabell Varell, Thomas Herrmanns, Ross Anthony, Bülent Ceylan, Nico Santos, und Nino de Angelo in der Verlosung.

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Beim Stier und seiner etwas hölzernen Elvis-Impersonation von "I Can't Help Falling In Love With You" kam man dem Ganzen schon ein Stück näher. Während Ruth Moschner mit Bela B. einen ganz neuen Namen aufs Tapet brachte, Rea sich auf Florian Silbereisen versteifte, hieß es bei Katrin Bauerfeind nun, dass es sich um Guildo Horn handeln könnte. Wir erinnern uns: Nussecken, orthopädische Strümpfe, eine fulminante Performance beim Eurovision Song Contest, warum nicht? Der Monstronaut rappte sich anschließend durch sein Lied von den bösen, bösen Boys, was Ruth Moschners Herz erneut entflammte und sogar Katrin Bauerfeind "semiverliebt" machte. Einiges an Emotionen auf Juryseite, Komplimente, die der Monstronaut zurückgab, selbst "Opa Rea sei ja ganz nett". Resultat der ersten Dreierrunde: Der Flamingo flatterte ins Finale, Monstronaut und Stier mussten zittern.

Guildo Horn geht es an die Hörner

In der zweiten Runde croonte sich der Dino im Pyjama durch "All By Myself", was Frau Moschner erneut das Wasser in die Augen trieb. An anderer Stelle verdichteten sich beim Tenorsaurus Rex die Verdachtsmomente: Sasha soll es sein. Nun denn, auch bei der Schildkröte, wir erwähnten es bereits, ein hohes Sicherheitsgefühl in der Jury, Stichwort Modern Turtling, dazu aber auch noch einiges an Querbeetdenkerei: Roland Kaiser, der ja auch so "Schlüpferstürmer"-Musik machen würde, oder eben Axel Prahl, "wegen der Körpergröße" (Katrin Bauerfeind). Bei der Leopardin schießt man sich zunehmend auf Cassandra Steen ein, auch wenn Rea ein bisschen "out of the Box" dachte und plötzlich Ute Lemper ins Spiel brachte. Während diese Frage erst in einer Woche aufgelöst wird, ging es vor der Wackelrunde einem der Kandidaten bereits an den Kragen, oder sollte man besser sagen, an die Hörner? Also, wenn man es weiß, fasst man sich an den Kopf: Da läuft der Stier Sendung um Sendung mit Horn, bzw. zwei Hörnern, am Helm durch die Show – und ist dann tatsächlich Guildo Horn. Nassgeschwitzt, zufrieden, auch ohne orthopädische Strümpfe – und ohne ein vernünftiges Ti-Äitsch – bestens in Form.

Schlussendlich die Trostrunde auf hohem Niveau, mit Leopardin, Schildkröte und Monstronaut. Der hatte am Ende den richtigen Riecher, zeigte schon vor der Verkündung des Ergebnisses auf seine favorisierten Konkurrenten – und musste schließlich wie erwartet die Segel streichen. Wer genau hinhörte, hatte den Monstronauten womöglich schon an seiner wahren Stimme erkannt, denn beim kurzen Talk mit Matthias Opdenhövel setzte der Vocoder für einige Sekunden aus. Geübte "The Voice"-Gucker dürften den (Schöler)Mann jetzt endgültig identifiziert haben. Ein Grund, warum es am Ende ein paar Anrufe zu wenig fürs Finale waren? Wer weiß… Während Opa Rea jedenfalls auf Joko tippte, legten sich Katrin Bauerfeind und Ruth Moschner endgültig auf Thore fest. Und sollten damit Recht behalten: Der sympathische Allrounder und "The Voice"-Moderator war es tatsächlich. Mit Schölermann verabschiedete sich damit der knuffige Krawallmacher in die "Masked Singer"-Ahnengalerie.

In einer Woche dann multiples Maskenfallen, inklusive Thomas Anders. Wetten, dass..?!

kng

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