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TV-Quoten: "Hell's Kitchen" lässt die Zuschauer kalt

Große Hoffnungen hatte Sat.1 in seine neue Kochshow gesteckt. Doch "Hell's Kitchen" legte einen enttäuschenden Start hin. Auch das ARD-Drama "Die Spiegel-Affäre" blieb unter den Erwartungen.

Angekündigt war "die härteste und heißeste Küche Deutschlands" - doch von den Zuschauern wurde die neue Sat.1-Kochshow "Hell's Kitchen" zum Start nur lauwarm begrüßt. Lediglich 1,63 Millionen Menschen verfolgten, wie elf Halbprominente bei Fernsehkoch Frank Rosin eine Kochlehre absolvieren. Das entsprach einem Marktanteil von 5,7 Prozent und lag damit noch hinter den Vox-Serien "Rizzoli & Isles" und "Major Crimes", die 2,22 Millionen (7,4 Prozent) beziehungsweise 1,98 Millionen Menschen (6,8 Prozent) sehen wollten. Selbst die x-te Wiederholung des US-Thrillers "Das perfekte Verbrechen" hatte auf Kabel 1 mit 1,74 Millionen (6,1 Prozent) noch mehr Zuschauer als die Kochshow.

Wenig erfreulich verlief der Abend auch für die aufwändig produzierte Geschichtsstunde "Die Spiegel-Affäre". Nur 3,58 Millionen Menschen interessierten sich für die aufbereitete Privatfehde zwischen Franz Josef Strauß (Francis Fulton-Smith) und Rudolf Augstein (Sebastian Rudolph). Gemessen an den Produktionskosten ist das ein enttäuschender Wert. Allerdings müssen noch 1,08 Millionen Zuschauer hinzuaddiert werden, die den Film bereits am vergangenen Freitag auf Arte gesehen haben.

Mario Barth als lachender Dritter

Der große Profiteur von der Schwäche der Konkurrenz war RTL. Die Show "Barth deckt auf" mit Comedian Mario Barth lockte 4,08 Millionen Menschen vor die Bildschirme. Auch das nimmermüde "Aktenzeichen XY... ungelöst" kam beim Publikum an: 5,72 Millionen Zuschauer sahen das ZDF-Kriminalmagazin mit Rudi Cerne, das entsprach einem Marktanteil von 19,0 Prozent. Bei der für die Privatsender wichtigen Altersgruppe der 14- bis 49-Jährigen lag RTL klar vor: Mario Barth holte 20,0 Prozent Martkanteil, das ZDF kam immerhin auf 12,2 Prozent. Abgeschlagen dagegen "Hell's Kitchen" (7,9 Prozent) und "Die Spiegel-Affäre" (6,8 Prozent).

In der Jahresbilanz konnte das ZDF damit seine Führung ausbauen und liegt mit 13,3 Prozent weiter auf dem ersten Platz, mit großem Abstand vor der ARD (12,2 Prozent) und RTL (11,1 Prozent). Drei Prozentpunkte dahinter rangiert Sat.1 mit 8,1 Prozent.

che