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TV-Quoten: Dschungelcamp-Finale verpasst Rekordwert

Nie schauten so wenige die Verleihung der Goldenen Kamera wie in diesem Jahr. Schuld daran ist auch RTL: Das Finale des bislang erfolgreichsten Dschungelcamps fesselte die Deutschen an die Geräte.

Beim RTL-Erfolgsformat "Ich bin ein Star - Holt mich hier raus!" wurde am Samstag im Finale eine neue "Dschungelkönigin" gekürt. Melanie Müller heißt die Siegerin, die den Thron jetzt für ein Jahr ihr eigen nennen darf. "Das sind jetzt Gefühle, die man nicht so einfach beschreiben kann", freute sich die 25-Jährige. Dieser Sieg kam durchaus überraschend, zuletzt galt Larissa Marolt aus Österreich als Favoritin. Auch RTL dürfte sich über das Finale gefreut haben, 8,60 Millionen Zuschauer verfolgten die Sendung – Staffelrekord. Die Quote belief sich auf 34,9 Prozent. Alles in allem war die Staffel 2014 somit auch rechnerisch ein Erfolg. Einziger Wermutstropfen: Es war nicht das erfolgreichste Finale, 2011 hält weiterhin den Rekord mit 8,93 Millionen Dschungel-Fans.

Goldene Kamera ist großer Verlierer

An Platz zwei des TV-Samstags setzte sich die "Tageschau" mit 6,26 Millionen Zuschauern, Platz drei ging an die "Sportschau" mit einem Publikum von 5,16 Millionen. Gefolgt wurde die "Sportschau" wieder von einem RTL-Format: "Deutschland sucht den Superstar" schauten rund 5,0 Millionen Deutsche. Dies entsprach einer Quote von 15,7 Prozent. "Star Biathlon" in der ARD mit Matthias Opdenhövel und Magdalena Neuner erreichte ab 20.15 Uhr 3,82 Millionen und somit 12,2 Prozent des Publikums.

Großer Verlierer des gestrigen Abends war eindeutig die Verleihung der Goldenen Kamera. Seit 1992 wird die Show im ZDF übertragen. Vor 2013 schauten immer mindestens 4 Millionen Menschen bei der Preisverleihung zu. Erstmals fiel der Wert im vergangen Jahr mit 3,98 Millionen knapp unter die Vier-Millionen-Marke, doch jetzt folgte der Einbruch: Nur 3,42 Millionen verfolgten die Gala. Mit 11,0 Prozent kommt die Sendung somit nur auf einen schlechten siebten Platz. Besonders beim werberelevanten Publikum zwischen 14 und 49 Jährigen kam die Show überhaupt nicht gut an.

amt, mit Agenturen