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TV-Tipp

50 Jahre Woodstock: Musik, Gras und Sex: "Taking Woodstock" erzählt die Geschichte hinter dem berühmten Musikfestival

Das Erweckungserlebnis einer ganzen Generation wird zur ganz persönliche Befreiung eines jungen Mannes: "Taking Woodstock" erzählt, wie es zu dem berühmten Festival kam. Anlässlich des 50-jährigen Woodstock-Jubiläums haben den Film zahlreiche Sender ins Programm genommen.

Elliot Teichberg (Demetri Martin, M) geht mit den beiden Hippies (Kelli Garner, l. und Paul Dano, r.) auf einen Trip

Elliot Teichberg (Demetri Martin, M) geht mit den beiden Hippies (Kelli Garner, l. und Paul Dano, r.) auf einen Trip

Es gibt wohl kaum etwas Uncooleres als Hippies, und das schon seit vielen vielen Jahren. Als naive Träumer werden sie gerne abgetan. Dabei bleibt ihre Vision auch in der heutigen Zeit noch erstrebenswert: Was spricht dagegen, einfach nur eine gute Zeit zu haben und friedlich miteinander umzugehen? Ach, ja: Sex, Gras und gute Musik sind auch nicht zu verachten. Genau darum ging es beim Woodstock-Festival, das eine ganze Generation prägte. Und der aus Taiwan stammende Regisseur Ang Lee ("Brokeback Mountain", "Tiger and Dragon") hat daraus einen federleichten Coming-of-Age-Film gemacht.

"Taking Woodstock" erzählt, wie es zu dem berühmten Festival kam. Im Mittelpunkt steht der 34-jährige Elliot Teichberg, der noch immer bei seinen Eltern im ländlichen Bethel, Bundesstaat New York, wohnt. Seine große Stunde schlägt im Jahr 1969, als er tatkräftig daran mitwirkt, dass das ursprünglich in Walkill, New York, geplante Musikfestival, das als Woodstock in die Geschichte einging, stattfinden konnte. Nachdem die dortigen Anwohner gegen das Event protestiert hatten, setzt sich Elliot dafür ein, dass das Musikfestival in seinem Heimatort, dem 70 km südwestlich von Woodstock gelegenen Bethel, stattfinden kann.

"Taking Woodstock" im Nachtprogramm

Was dann in den Tagen vom 15. bis 17. August passiert, ist nicht nur das Erweckungserlebnis einer ganzen Generation. Es ist auch Teichbergs ganz persönliche Befreiung: Er macht erste Erfahrungen mit LSD und freier Liebe - und ist am Ende des Wochenendes soweit, sich von seinem Elternhaus abzunabeln und nach Kalifornien zu ziehen. Dort will er seinen Traum von einem Leben als freier Künstler leben. Ein tief romantischer Film, geeignet für alle, die ihre Hoffnungen auf eine bessere Welt noch nicht ganz begraben haben.

Anlässlich des 50-Jährigen Woodstock-Jubiläums haben mehrere ARD-Sendeanstalten den Film wieder ins Programm genommen. Der NDR zeigt "Taking Woodstock" am Donnerstag, 15.8. um 23.30 Uhr. Später in der Nacht ist er dann auch im WDR zu sehen, hier geht's um 0.40 Uhr los. Am kommenden Montag, 19.8., strahlt ihn ab 23.05 Uhr der MDR aus, und im BR läuft der Film in der Nacht zum Donnerstag, 22. August, im Nachtprogramm um 1.15 Uhr. Das mag zwar alles sehr spät sein, passt aber eigentlich ganz gut: Schließlich sind auch in Woodstock viele Top-Acts erst in der Nacht aufgetreten.