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Frage aus "Wer wird Millionär": Diesen Eintrag finden Sie nicht im "Urduden"

Im Jahr 1880 erschien der sogenannte "Urduden". Das Erstlingswerk von Deutschlands bekanntestem Wörterbuch enthielt schon damals 27.000 Stichwörter. Nun war es auch Thema der Eine-Million-Frage bei "Wer wird Millionär?".

Duden - Urduden

Der sogenannte "Urduden" enthielt bereits 27.000 Stichwörter - in der neuesten Auflage sind es rund 140.000.

Es hat nicht sollen sein: Nachdem sich "Wer wird Millionär?"-Kandidatin Jutta Tegeler-Mehl bei Günther Jauch von Frage zu Frage vorgearbeitet hatte, musste sie sich am Montagabend dann doch mit "nur" 500.000 Euro zufrieden geben. Bei der Eine-Million-Frage, am Montagabend bereits zum insgesamt 80. Mal in der beliebten RTL-Show gestellt, war für die Rentnerin aus Eltville in Hessen Schluss.

Bei dieser Frage musste die 67-Jährige, zumal alle Joker schon gezogen waren, passen:

Welchen Eintrag findet man im "Urduden" von 1880 nicht?

Als mögliche Lösungen standen zur Auswahl:

A: Mikrophon

B: Dynamit

C: Batterie

D: Glühlampe  

Das Risiko war Tegeler-Mehl zu groß - sie stieg aus und verzichtete so auf die Verdopplung ihrer Gewinnsumme. Die richtige Antwort wäre Glühlampe gewesen.

"Urduden" enthielt bereits 27.000 Stichwörter

Diese steht, obwohl 1840 in einer frühen Ausführung erstmals patentiert, tatsächlich nicht im sogenannten "Urduden", der am 7. Juli 1880 von Lehrer und Namensgeber des Nachschlagewerks, Konrad Duden, veröffentlicht wurde. Der damals in einem Leipziger Verlag erschienene Band mit dem Titel "Vollständiges Orthographisches Wörterbuch der deutschen Sprache" umfasste 187 Seiten und enthielt rund 27.000 Stichwörter. Das Ziel: All jenen helfen, die "ohne den langsamern und schwierigern Weg der Anwendung allgemeiner Regeln auf einzelne Fälle zu betreten, mitten in der Arbeit des Schreibens, Korrigierens oder Setzens schnell und zuverlässig über ein bestimmtes Wort, dessen Schreibung ihnen im Augenblick unsicher ist, Aufschluß haben wollen", schrieb Konrad Duden im damaligen Vorwort.

Der "Urduden" fand nicht nur wegen seines Preises von nur einer Mark reißend Absatz. Vor allem entwickelte er sich zum Verkaufsschlager, weil es sich an der Praxis der schreibenden Berufe orientierte. Inzwischen erscheint der Duden bereits in seiner 26. Auflage und gilt hierzulande längst als das Nachschlagewerk für sprachliche Fragen. In der neuesten Ausführung sind rund 140.000 Stichwörter mit mehr als 500.000 Bedeutungserklärungen auf insgesamt 1216 Seiten enthalten. 

mod