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Verkauf an US-Produzenten: "Wetten, dass..?" will Amerika erobern

Während Hollywood lästert, zeigt das US-Fernsehen Interesse: Das ZDF hat die Formatrechte von "Wetten, dass..?" an einen amerikanischen Produzenten verkauft. Schon einmal gab es einen solchen Versuch.

Die Samstagabendshow "Wetten, dass..?" gerät derzeit gerne ins Visier von Kritikern. Gerade erst lästerten Robbie Williams, Tom Hanks und James Blunt munter über die Vorzeigesendung des ZDF und reihten sich damit in den allgemeinen Tenor ein. Während vor allem internationale Gäste, darunter oft Hollywood-Schauspieler, kaum ein gutes Haar an der Kult-Show lassen, kaufte laut Medienwebseite "dwdl.de" ein US-amerikanischer Produzent die Formatrechte von ZDF Enterprises. Der Deal wurde im Rahmen der Münchener Medientage bekannt.

ZDF-Unterhaltungschef Oliver Fuchs ließ dort bei einer Diskussion zum Einkauf ausländischer TV-Formate durchblicken, dass es auch anders herum laufen könne und erwähnte dabei den Kauf. Wer genau die Lizenzrechte von dem öffentlich-rechtlichen Sender erworben hat, ist bislang jedoch nicht bekannt.

Es handelt sich nicht um den ersten Export von "Wetten, dass..?" über den großen Teich. Im Dezember 2006 sorgte ein Verkauf des Formats in die USA für Aufsehen. Im Sommer 2008 strahlte der Sender ABC die Show "Wanna bet?" erstmals aus. Sie lief wöchentlich, war mit 45 Minuten deutlich kürzer und hatte außer den Wetten wenig mit dem Original gemein. Nach sechs Folgen wurde die Show abgesetzt.

awö