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Chinesisches Neujahr: Millionen Asiaten feiern Jahr des Schafes

Mit farbenprächtigen Feuerwerken sowie traditionellen Löwen- und Drachentänzen feierten Millionen Menschen in ganz Asien den Beginn des neuen Jahres nach dem chinesischen Mondkalender.

Die Feierlichkeiten zum Jahr des Schafes begannen in der Nacht zum Samstag im Fernen Osten und setzten sich dann in den weiter westlich gelegenen Regionen fort. Wie zu jedem Jahreswechsel beglückwünschten sich die Menschen gemäß alten Traditionen.

Der taiwanische

Präsident Chen Shui Bian verteilte in seiner Heimatstadt Kuantien 15.000 rote Briefumschläge mit je 200 Neuen Taiwan-Dollar (5,40 Euro). Die Übergabe solcher Umschläge, ein Symbol für Glück und Wohlstand, gehörte vielerorts ebenso zu den Gepflogenheiten wie die unzähligen Knaller, die für ohrenbetäubenden Lärm sorgten und überall Berge von roten Papierfetzen hinterließen. Anschließend statteten die meisten Feiernden ihrem nächsten buddhistischen Tempel einen Besuch ab, um für Glück im neuen Jahr zu beten.

Da der erste Tag des neuen Mondjahres in den meisten asiatischen Ländern ein offizieller Feiertag war, gab es einen Riesenandrang auf die öffentlichen Verkehrsmittel. Allein in China wurde mit 1,8 Milliarden Fahrten gerechnet, da viele Menschen am Neujahrstag Freunde und Bekannte besuchen oder anderweitig verreisen wollten.

Den Wahrsagern

zufolge bringt das Jahr des Schafes in der Regel Zwietracht. In den Reden asiatischer Politiker wurde gleichwohl die Hoffnung auf ein friedliches und erfolgreiches Jahr in den Mittelpunkt gestellt. Der Ministerpräsident Singapurs, Goh Chok Tung, sprach den drohenden Irak-Krieg an, der die ohnehin kritische Weltwirtschaftslage weiter beeinträchtigen würde. Er rief die Bevölkerung jedoch gleichzeitig dazu auf, sich den Herausforderungen mit Mut zu stellen.

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