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Vier Tipps zum Auswandern: So schafft man's in Los Angeles

Sara Schätzl hatte nichts, als sie sich krank und mit ihrem Baby alleine nach Los Angeles aufmachte. Die TV-Sendung "Auf und davon" begleitete ihren Weg, heute ist sie eine erfolgreiche Unternehmerin und vor allem: glücklich. Ihre Tipps an Auswanderer.

Sara Schätzl

Sara Schätzl hat sich ein erfolgreiches neues Leben in Kalifornien aufgebaut.

"Wenn man wochenlang weinend mit seinem Neugeborenen in der Wohnung sitzt, dann geht man irgendwann eben dorthin, wo der Himmel am blausten ist", sagt Sara Schätzl. Sie war 24, als ihr Freund sie und das gemeinsame Baby vor drei Jahren in München verließ. Schätzl hatte keinen richtigen Job, litt an Bulimie und Depressionen, wusste nicht wohin mit ihrem Leben. Dann dieser Gedanke. "Ich wusste, es geht so nicht weiter. Und in Kalifornien scheint immer die Sonne." Also schnappte sie sich ihren Sohn Louis, verkaufte ihr Auto und wanderte nach Los Angeles aus. "Klar war es riskant, vor allem ohne Familienrückhalt vor Ort. Aber wir sind mittlerweile glücklich und das liegt an uns", sagt Schätzl dem stern

In Deutschland hatte sie sich einen Namen als It-Girl in der Münchner Clubszene gemacht, erzählte in Talkshows von ihren Brust-Implantaten, schrieb ein Buch über das Leben auf roten Teppichen. In L.A. fing sie ganz von vorne an. Der Plan war, endlich als Schauspielerin Karriere zu machen. Doch es kam anders. Mit einem Freund machte sie sich als Club-Promoterin selbstständig. Sie ist die einzige weibliche Promoterin in der Stadt - und die Bekannteste. "Heute haben wir acht Angestellte, haben unser Franchise nach London verkauft und eine Hotelwebsite aufgemacht", erzählt Schätzl. "Uns geht es mittlerweile finanziell sehr gut."

Nebenbei gründete sie eine Hilfsorganisation für Obdachlose vor Ort, nimmt weiter Schauspielunterricht. Außerdem begab sie sich in Therapie, besiegte ihre Essstörung und schrieb ein Buch darüber. "Mit über 60 Leserinnen bin ich regelmäßig in Kontakt, wir unterstützen uns gegenseitig", erzählt Schätzl. Sie hat ihren Weg in Kalifornien gefunden und ist sich sicher: "Wenn ich es kann, dann schafft es jeder." Diese vier Eigenschaften helfen beim Auswandern:

1. Kreativität

Um an eine Green Card zu kommen, hat sich Sara Schätzl etwas einfallen lassen. Sie schrieb Kurzgeschichten, die sie an amerikanische Literatur-Professoren schickte - immer verbunden mit der Bitte, ihr doch ein Empfehlungsschreibung zu schicken, wenn ihnen ihre Texte gefallen. Wochenlang übersetzte sie zudem alles, was jemals über sie geschrieben wurde. So kam sie tatsächlich an eine Greencard für Hochbegabte. Warum sie so gut Englisch konnte? "Ich hab in den ersten Wochen hier sämtliche Staffeln von 'Friends' und 'Two and a Half Men' im Original geschaut und so mein Englisch verbessert", sagt sie.

2. Die Fähigkeit zu träumen

"Man muss träumen können und an sich selbst glauben. Da spielt viel Psychologie mit. Es ist nicht schwieriger, in Deutschland etwas aus sich zu machen. Aber in Deutschland gibt es meist Sicherheitsdenker im Umfeld. Mir hat zuhause immer jeder von allem, was ich machen wollte, abgeraten. Wenn du in Amerika große Pläne hast, dann wird das nicht belächelt, sondern bewundert. Das macht einen großen Unterschied, weil sich viele sonst schon in der Startphase entmutigen lassen", sagt Schätzl.

3. Mut

"Man sollte Mut zum Anderssein haben. Und den Mut, die Richtung zu ändern, wenn eine andere Tür aufgeht, als die, die man sich gewünscht hat. Ich bin wesentlich erfolgreicher als Schriftstellerin, als ich es als Schauspielerin je war. Und das liegt daran, dass ich mich getraut habe, es auszuprobieren."

4. Disziplin

Ohne harte Arbeit geht es nicht. Schätzl arbeitet sieben Tage die Woche und hat in den vergangenen drei Jahren keinen Urlaub genommen. Anfangs schnitt sie nachts nebenbei noch YouTube-Videos, um TV-Sender auf sich aufmerksam zu machen - mit Erfolg. Irgendwann klopfte Vox mit "Auf und Davon" an. "Deutschland liebt mich, seit ich weg bin", sagt Sara Schätzl.


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kann man sich gegen eine maßnahme vom jobcenter wehren?
hallo. ich bin quasi arbeitsunfähig seit meinem 18ten lebensjahr. ich wiege 200 kg und habe eine betreuung weil ich sonst gar nichts schaffen würde. sie bringt mich zu terminen und begleitet mich zu arzt besuchen. das einzige was ich noch alleine kann ist einkaufen und das auch nur weil es nunmal lebensnotwendig ist ,jedoch bin ich danach total erschöpft und fertig.ich kann keine 200 meter mehr laufen.und mal ganz abgesehen von meiner körperlich verfassung leide ich seit meiner kindheit an starken depressionen,borderline,panikattacken,einer traumatischen belastungsstörung und angstzuständen. ich bin demnach körperlich sowie auch psychisch ziemlich fertig. gestern war ich beim amtsarzt zur begutachtung sowie auch einmal vor 2 jahren. und die ärztin sagt mir ernsthaft,das es zumindest köperlich nicht ausreichen würde das ich weiterhin krank geschrieben werden kann und sagte,das eine maßnahme sicherlich gut sein kann.und das obwohl ich bereits sagte,das ich körperlich unfähig bin irgendwas alleine zu schaffen und ,meine betreuerin mich überallhin begleiten muss.(ich habe kein auto)ich bin vollkommen entsesetzt und habe nun angst das sie mich in eine maßnahme stecvken welche ich einfach nicht schaffe und sie mir dann das minum an geld nehmen welches ich bekomme und ich dann verhungernd und auf der starße leben muss,eben weil es ein ding der unmöglichkeit für mich darstellt.kann man sich da irgendwie wehren?sie sagt sie findet ich sei zu jung um berentet zu werden (28).ich habe gerade wirklich angst.kann man einen menschen zwingen etwas für ihn unmögliches zu tun?ich hab das gefühl die wollen irgendeine quote erfüllen und solange man die arme bewegen kann,ist man arbeitsfähig...hilfe :(