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Jetset-Alltag statt Almosen: Neuer Skandal um Justin Bieber

Während die Pop-Sensation sich bei den American Music Awards in Los Angeles mit Freundin Selena Gomez feiern lässt, leben die Großeltern am Existenzminimum. Die Oma schuftet in einer Fabrik und muss den ganzen Tag schwere Zementsäcke heben. Warum hilft Popikone Justin nicht?

Justin Bieber ließ sich feiern. Wieder einmal. Mit zur Seite gegelten Haaren, einem maßgeschneiderten Anzug und seiner Popstar-Freundin Selena Gomez im Arm stolzierte der 17-jährige Multimillionär am Sonntag über den Roten Teppich bei den arg verregneten Amercian Music Awards in Los Angeles.

Bieber war offensichtlich erleichtert, dass der Skandal um die von Mariah Yeater angeblich brodelnde Vaterschaftsklage gegen ihn schon im Vorfeld an Wucht verloren hatte. "Heute Abend sind wir hier, um uns zu amüsieren, um Spaß zu haben", so Justin, der von seinen Fans kreischend zu den AMAs begrüsst worden war.

Den haben seine Großeltern derzeit vermutlich nicht. Kathy, 54, und George, 63, leben am Existenzminimum. George ist der biologische Vater von Justins Vater Jeremy. Als Justin noch ein kleines Baby war, verbrachte er viel Zeit im moderaten Haus der liebevollen Großeltern im kanadischen Ontario.

Biebers Oma schuftet in Zementfabrik

Doch das war vor Bieber-Mania. Heute düst Justin bekanntlich in Privatjets durch die Gegend, kauft Selena Gomez Cartier-Uhren für 25.000 Dollar und rollt gerne auch mal im neuen Lamborghini oder im Ferrari durch Los Angeles. Ach ja, und wenn ihm danach ist, dann mietet er schnell mal eben ein gesamtes Kino für eine Privatvorstellung für 3400 Dollar.

Oma Kathy hingegen muss Acht-Stunden-Schichten in einer Zementfabrik in Stratford, Ontario schieben. Sie muss Geld nach Hause bringen, denn ihr Ehemann kann wegen einer Rückenverletzung schon seit Monaten nicht mehr arbeiten. Das fragile Paar pendelt ständig zwischen Armut und Obdachlosigkeit hin und her.

Der Job der 54-jährigen Kathy ist knochenhart. Für 18 Dollar in der Stunde muss sie 20 Kilo schwere Zementsäcke hochheben und in einen großen Mixbehälter ausleeren. Das alles spielt sich in einer Fabrikhalle ab, die häufig überhitzt ist.

Großeltern sind verzweifelt

Die Großeltern Biebers leben in einem kleinen Holzhaus. Draußen an der Verkleidung der einzige Nachweis, der auf die Verwandschaft zu einem der größten Popidole der Teenie-Neuzeit hindeutet. "Bieber" steht da auf einem kleinen handgeschnitzten Schild neben der Eingangstür.

Eine Bekannte aus dem Freundeskreis der Großeltern sagte jetzt gegenüber US-Medien, dass Großmutter Kathy zu stolz sei, ihren reichen Enkel um Hilfe zu bitten. Sie sei verzweifelt über den Umstand, dass Justin von selbst noch nicht auf die Idee gekommen sei, mit ein bißchen Geld oder mehr Aufmerksamkeit den Großeltern das Leben leichter zu machen.

Warum der reiche Popstar keinen Finger für seine Großeltern rührt, ist unverständlich. "Als kleines Kind war Justin ständig bei Oma und Opa, die sich teilweise tagelang rührend um ihn gekümmert haben. Er hat nur gute Kindheitserinnerungen an Kathy und George", so die Bekannte.

Enkel Bieber scheint die Großeltern ganz einfach in der Hektik seines Jetset-Alltags vergessen zu haben. Oder ist er einfach ein bißchen zu geizig, sein Herz und das Portemonnaie zu öffnen, um andere als nur sich selbst und seine berühmte Freundin glücklich zu machen?

Von Frank Siering, Los Angeles