Wintereinbruch So schützen Sie Ihre Katze bei Eis und Schnee

Egal, ob Freigänger oder Wohnungskatze: In diesen Tagen gibt es einiges zu beachten, um die kleinen Vierbeiner vor der Kälte zu schützen. Das sind die wichtigsten Tipps.
Eine orangene Katze sitzt auf einer verschneiten Terrasse und guckt durch das Fenster in die Kamera
Katzen sind eigensinnig – auch bei Eis und Schnee. Wir Menschen können viel dafür tun, damit sie sich auch im Winter wohlfühlen und gesund bleiben
© Cavan Images / Getty Images

In Deutschland ist mit Sturmtief "Elli" eine Schneefront im Anmarsch. Außerdem soll es noch deutlich kälter werden. Bei diesen Temperaturen machen es sich wohl die meisten Katzen in der Nähe von Heizkörpern oder auf dem Schoß ihrer Menschen gemütlich. Einige von ihnen dürften aber auch in der Winterzeit nicht auf ihre Entdeckungstouren verzichten wollen. Geschützt durch ein dickes Fell ist das auch möglich. Mitspracherecht haben Menschen nicht immer – schließlich gelten Katzen nicht ohne Grund als sehr eigenwillig. Worauf sollten Besitzerinnen und Besitzer achten? 

Gesunde, frei laufende Hauskatzen bilden ein dickes Winterfell und können dadurch auch Minusgraden trotzen, laut der Tierversicherung Uelzener sogar bis zu 20 Grad unter null! Dennoch sollten die Fellnasen immer einen Zugang ins warme Haus haben und die Nacht nicht draußen verbringen. Ab einem gewissen Punkt durchdringt die Kälte schließlich auch das dickste Fell. 

Schon mal eine Katze niesen gehört? 

Sie können Ihren Freigängern zudem eine wind- und wettergeschützte Nische draußen einrichten: etwa im Schuppen, im Carport oder in einem kleinen, beispielsweise mit Stroh gepolsterten Katzenhäuschen. Wichtig ist, dass der Schlafplatz warm und trocken liegt – ohne Zugluft. Sonst können sich die eigensinnigen Vierbeiner eine Erkältung oder auch Ohrenschmerzen und Augenentzündungen zuziehen.

Für Wohnungs- und insbesondere alte Katzen und Kitten gilt übrigens ein deutlich strengerer Richtwert:  Da sie nicht (mehr) ein solch dichtes Winterfell bilden, sollten diese Tiere ab Temperaturen unter fünf Grad nicht mehr vor die Tür – etwa auf den Balkon – gehen.

Im Internet wird derweil diskutiert, ob es sinnvoll sei, den Vierbeinern bei sinkenden Temperaturen Kleidung überzuziehen. Auf einschlägigen Websites finden sich geringelte Oberteile und Fleece-Anzüge mit Klettverschluss. Die Experten der Katzenversicherung Agila raten davon allerdings ab. Nicht nur, weil die Tiere besonders autonom sind und sich durch ihr Winterfell sehr gut selbst schützen können, sondern vor allem, weil sie draußen meist alleine unterwegs sind. Wenn sie beim Toben, Klettern oder Jagen ein Halsband tragen oder in Kleidung eingepackt sind, besteht für sie die Gefahr, sich zu verletzen oder hängen zu bleiben und dabei zu verunglücken. 

Katzen und der Schnee 

Split, Granulat und Streusalz sorgen zwar dafür, dass wir Menschen nicht auf den Straßen und Wegen herumrutschen, greifen aber auch die Hornhaut an, die die Pfoten der Katzen schützt. Bei Schneefall und Glätte ist es daher sinnvoll, die Tatzen Ihrer Freigänger regelmäßig zu überprüfen. Hirschtalg eignet sich gut, um Entzündungen entgegenzuwirken oder sie zu heilen. Entsprechende Präparate werden üblicherweise als Hundepflege verkauft, eignen sich aber genauso gut für Katzenpfoten.

 

Katzen trinken in der Regel nicht viel – aber wenn der Durst aufkommt, laufen sie eher nicht nach Hause zu ihrem Napf. Im Winter kann es deshalb vorkommen, dass die Fellnasen Schnee essen oder aus eisigen Pfützen trinken. Weil das viel zu kalt für die Tiere ist, kann das eine sogenannte Schneegastritis auslösen. Das zeichnet sich etwa durch Würgen, Erbrechen, Appetitlosigkeit oder Gurgeln im Bauch ab. Dagegen hilft für gewöhnlich, die Vierbeiner erst einmal drinnen zu behalten und ihnen nur warmes Wasser und Schonkost zu geben. Wenn es Ihrer Katze nach 24 Stunden nicht besser geht, sollten Sie einen Tierarzt aufsuchen.

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