"Kylie-Showgirl" Frech wie Kylie

Gewohnt sexy mit viel nackter Haut präsentierte sich Kylie Minogue zum Auftakt ihrer Deutschland-Tournee. Keine geringeren als Karl Lagerfeld und John Galliano haben ihre Bühnenoutfits entworfen.

Schon der erste Auftritt von "Popqueen" Kylie Minogue war perfekt inszeniert: In blaues Scheinwerferlicht getaucht und mit sexy Glitzerkostüm erschien die australische Sängerin auf der Bühne - und verzückte ihre Fans damit gleich zu Beginn des Konzerts. Am Donnerstagabend startete sie in der ausverkauften Münchner Olympiahalle ihre Deutschlandtour. Die knapp zehntausend Zuschauer feierten begeistert die 36-Jährige, die zur Zeit unter dem Motto "Kylie-Showgirl" mit ihren größten Hits auf Welttournee ist. In Deutschland macht sie kommende Woche noch in Hamburg (4. April) und Köln (5. April) Station.

In sechs musikalischen Abschnitten begab sich Kylie Minogue in dem zweistündigen Konzert noch einmal auf eine Rundreise durch ihr bisheriges musikalisches Schaffen. Unterstützt wurde sie dabei von zwölf Tänzern und einer siebenköpfigen Band, die sich während der "Kylie-Show" aber diskret im Hintergrund hielt.

Exklusive Mode von Lagerfeld und Galliano

Für viel Farbe und Abwechslung sorgten die zahlreichen Kostümwechsel der Australierin. Gut und gern ein Dutzend Mal wechselte sie ihr Outfit, das unter anderem von Modeschöpfern wie Karl Lagerfeld und John Galliano entworfen worden war. Besonders ein pfauenartiges Kostüm mit blauen Federn erregte gleich zu Anfang viel Aufsehen. Spektakulär war auch die Passage, als die etwa 1,55 Meter kleine Sängerin auf einem großen silbernen Halbmond sitzend über die Bühne schwebte.

Minogues Best-of-Tour soll die bislang aufwändigste und größte Tourproduktion der 36-Jährigen sein und rund 7,5 Millionen Euro kosten. Nach Angaben der deutschen Konzertagentur sorgen über 100 Mitarbeiter hinter der Bühne für einen reibungslosen Ablauf der Konzerte. Nach weiteren Auftritten in Europa zieht es Minogue dann in ihre australische Heimat, bevor sie mit ihrem Tour-Tross nach Asien weiterreist.

Mit "Locomotion" zu den Anfängen

Während die Show in der Münchner Olympiahalle trotz des fetzigen Einstiegs zunächst eher routiniert abgespult wurde und die Fans kaum richtig zum Tanzen kamen, legte Minogue gegen Ende des Programms noch einmal richtig los. "Come into my world", lud der australische Star seine Anhänger ein - und die folgten. Ihre bekannten Songs "Locomotion" und "I should be so lucky" heizten die Stimmung in der Olympiahalle an. Mit diesen beiden Liedern hatte Minogue zu Beginn ihrer Musikkarriere 1987 den Durchbruch geschafft und die Charts gestürmt. Für viel Jubel in München sorgte auch ihr charmanter Ausflug ins Deutsche: Statt "Your Disco needs you" sang sie in einer Passage mit australischem Akzent "Deine Disco braucht dich".

Als zu ihrem letzten Song "Love at first sight" Bilder aus Minogues Musikkarriere über die riesige Videoleinwand auf der Bühne flimmerten, breitete sich fast ein bisschen Abschiedsstimmung aus. Doch diese Sorge zerstreute Minogue gleich anschließend wieder. "Es wird toll sein, euch wiederzusehen", rief sie dem Publikum zu, bevor sie nach der perfekten Inszenierung endgültig von der Bühne verschwand.

Von Jan Brinkhus, DPA DPA

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