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"Tagesschau"-Sprecher stirbt mit 84 Jahren: Millionen Zuschauer kannten ihn, doch privat war er ein Einzelgänger: Wilhelm Wieben ist tot

Im Video zu Falcos Skandalsong "Jeanny" war er als Nachrichtensprecher zu sehen, auch Udo Lindenberg verewigte ihn in einem Lied. Millionen Fernsehzuschauer kannten Wilhelm Wieben als Sprecher aus der "Tagesschau". 

Wilhelm Wieben

So kannten ihn Millionen Zuschauer: Wilhelm Wieben als Sprecher der "Tagesschau" (Aufnahme von 1997)

DPA

Noch Jahre nach dem Beginn seines Ruhestands wurde Wilhelm Wieben auf der Straße erkannt. "Aber wenn man mich anspricht, ist das immer sehr maßvoll", erzählte er einmal. Der distanziert wirkende, hagere Mann war nicht der Typ, dem man mal eben kumpelhaft auf die Schulter klopfte. Auch wenn sein Gesicht und seine Stimme vielen Zuschauern noch vertraut waren. Mehr als ein Vierteljahrhundert lang hatte Wieben die "Tagesschau" als Sprecher präsentiert. Im Alter von 84 Jahren ist er in Hamburg gestorben.

"Wilhelm Wieben gehörte zu den prägenden deutschen Fernsehpersönlichkeiten, immer freundlich, zugewandt und nah bei den Zuschauerinnen und Zuschauern", sagte NDR-Intendant Lutz Marmor. Er habe die "Tagesschau" über Jahrzehnte geprägt. "Stets seriös, kompetent und hoch professionell. Als Sprecher hat er Generationen begleitet." 

Wilhelm Wieben war von 1973 bis 1998 "Tagesschau"-Sprecher

Der "Tagesschau"-Redaktion in Hamburg gehörte er schon mehrere Jahre als Off-Sprecher an, bevor er von 1973 bis 1998 regelmäßig vor der Kamera zu sehen war. Zu seinen schönsten Momenten habe gehört, verkünden zu können: "Guten Abend, meine Damen und Herren, Deutschland ist Fußball-Weltmeister." Zu den traurigsten Augenblicken zählten für ihn jene, in denen er den Tod von Menschen mitteilen musste, mit denen er selbst verbunden war, etwa Schauspielerin Brigitte Horney.

Auch Wieben hatte einst Schauspiel studiert und stand später unter anderem in der Hamburgischen Staatsoper und im Schmidts Tivoli auf der Bühne. Leidenschaftlich gern besuchte der Plattdeutsch-Autor Theatervorstellungen, oft zusammen mit Dagmar Berghoff, die als erste weibliche Sprecherin in die "Tagesschau"-Geschichte einging.

Mit Berghoff traf er sich nicht nur zu regelmäßigen Rummikub-Partien, sondern trat mit ihr und dem weiteren Ex-"Tagesschau"-Kollegen Jo Brauner bei Lesungen auf. Als "total kompromisslos" beschrieb Berghoff ihn einmal, und Wieben pflichtete ihr bei: "Ich bin auch ein Einzelgänger", erzählte der gebürtige Dithmarscher, "deshalb ist selbst die Zeit mit Freunden limitiert".

Inge Meysel outete Wilhelm Wieben in einem stern-Interview

Den Wunsch nach Ehe oder Kindern habe er nie gehabt, sagte Wieben. 1995 outete ihn seine gute Freundin Inge Meysel in einem Interview mit dem stern: "Eigentlich habe ich nur schwule Freunde. Ich verreise zum Beispiel gerne mit Wilhelm Wieben", sagte die Schauspielerin. Die Reaktionen danach seien einhellig positiv gewesen, berichtete Wieben später.

Nach seiner letzten "Tagesschau" blieb Wieben konsequent: "Es war für mich eine wunderschöne Berufszeit. Aber wenn es vorbei ist, ist es vorbei." Genauso entschlossen beendete er später seine Arbeit, die er mit Lesungen und Hörbüchern fortgesetzt hatte. "Als ich feststellte, ich habe gar keine Lust mehr dazu, war das ein Warnschuss", erzählte er. "Man muss dann eben auch - wenn man das finanziell kann - einen Schlussstrich ziehen."

Wilhelm Wieben in seiner Wohnung

Wilhelm Wieben in seiner Hamburger Wohnung

DPA

Der Mann, den mehrere Musiker in Songs verewigten - Falco ("Jeanny"), Udo Lindenberg ("Mein Ding") und die Band Fettes Brot ("Können diese Augen lügen") - war ein Klassikliebhaber. Und ein Spieler, wie er verriet. "Spielcasinos meide ich, weil ich weiß, dass ich da sehr gefährdet bin. Ich war mal in so einer Situation, in der ich zwar nicht viel verloren habe, aber einiges dafür gegeben hätte, noch mehr Geld zu haben."

Er genieße die Zeit jetzt, sagte Wieben kurz vor seinem 80. Geburtstag im Jahr 2015. Bevorzugt verbrachte der Sammler wertvoller Porzellanfiguren sie allein in seiner hellen Wohnung mit üppig grünenden Dachterrassen im Hamburger Stadtteil Winterhude.

Elf Tage nach seinem 84. Geburtstag ist Wilhelm Wieben gestorben.

Die Uhr vor Beginn der 20 Uhr Tagesschau zeigt 20:00:51
jum/Dorit Koch/DPA
kann man sich gegen eine maßnahme vom jobcenter wehren?
hallo. ich bin quasi arbeitsunfähig seit meinem 18ten lebensjahr. ich wiege 200 kg und habe eine betreuung weil ich sonst gar nichts schaffen würde. sie bringt mich zu terminen und begleitet mich zu arzt besuchen. das einzige was ich noch alleine kann ist einkaufen und das auch nur weil es nunmal lebensnotwendig ist ,jedoch bin ich danach total erschöpft und fertig.ich kann keine 200 meter mehr laufen.und mal ganz abgesehen von meiner körperlich verfassung leide ich seit meiner kindheit an starken depressionen,borderline,panikattacken,einer traumatischen belastungsstörung und angstzuständen. ich bin demnach körperlich sowie auch psychisch ziemlich fertig. gestern war ich beim amtsarzt zur begutachtung sowie auch einmal vor 2 jahren. und die ärztin sagt mir ernsthaft,das es zumindest köperlich nicht ausreichen würde das ich weiterhin krank geschrieben werden kann und sagte,das eine maßnahme sicherlich gut sein kann.und das obwohl ich bereits sagte,das ich körperlich unfähig bin irgendwas alleine zu schaffen und ,meine betreuerin mich überallhin begleiten muss.(ich habe kein auto)ich bin vollkommen entsesetzt und habe nun angst das sie mich in eine maßnahme stecvken welche ich einfach nicht schaffe und sie mir dann das minum an geld nehmen welches ich bekomme und ich dann verhungernd und auf der starße leben muss,eben weil es ein ding der unmöglichkeit für mich darstellt.kann man sich da irgendwie wehren?sie sagt sie findet ich sei zu jung um berentet zu werden (28).ich habe gerade wirklich angst.kann man einen menschen zwingen etwas für ihn unmögliches zu tun?ich hab das gefühl die wollen irgendeine quote erfüllen und solange man die arme bewegen kann,ist man arbeitsfähig...hilfe :(