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Abgewatscht - der satirische Wochenrückblick: Inka Bause schlägt das Schäferstündchen

Aus dem Schäferlied soll ein Schäferstündchen werden: Weil Inka Bause wieder solo ist, machte Bauer Heinrich ihr ein Angebot. Bauernschläue bewies in dieser Woche auch Daniela Katzenberger.

Von Stefan Mielchen

Zufälle gibt's - also wirklich... Kurz vor dem Start der neuen Staffel von "Bauer sucht Frau" wurde in dieser Woche bekannt, dass Moderatorin Inka Bause wieder zu haben ist! Nach nur zwei Jahren hat sich die 42-Jährige von ihrem Freund getrennt. Frau sucht Bauer dachte sich da wohl ein gewisser Heinrich. Via "Bild-Zeitung" ließ er seine Entdeckerin wissen, dass jetzt das Schäferstündchen geschlagen habe: "Inka, komm doch zu mir", ließ er verlauten. "Ich hab' auch ein kuscheliges Bettchen, das hat mir die Tine Wittler vor einem Jahr aufgebaut." Na, da schau her! Wenn das so weitergeht, schlägt Heinrich als nächstes vor, die Flitterwochen im Dschungelcamp zu verbringen. Leider mochte sich Moppelmoderatorin Wittler nach dem Aufmöbeln des Schäfer-Schlafzimmers nicht selbst hineinlegen. Macht nix, denn auch für Kuhstallkupplerin Bause rückt der umtriebige 44-Jährige gerne ein Stück zur Seite: "Die Bettdecken sind frisch bezogen und in der Stube ist schon der Ofen an", zitieren die Bauerntrampel vom Boulevard den liebestollen Schäfer. Doch bei Inka ist der Ofen aus: Sie steht nur beruflich auf Landwirte, privat hat sie mit ihrer Kundschaft nichts am Hut. Das kann man irgendwie verstehen - wer will schon als dickste Bäuerin enden, die am Ende die dümmsten Kartoffeln erntet?

"Katzi und Bergi" - zwei Brüste für ein Hallelujah

Womit wir bereits bei der verhinderten Literaturnobelpreisträgerin der Woche angelangt wären: Die Katze lässt das Mausen nicht und hat jetzt endlich ihre Biografie vorgestellt - mit 25. "Sei schlau, stell dich dumm" heißt das Machwerk, das Daniela Katzenberger bei einer Ghostwriterin in Auftrag gab. Und die scheint wirklich von der literarischen Geisterbahn zu kommen: "Sie hat das ganz in meinem Stil gemacht. Man hat wirklich das Gefühl, dass ich das selber geschrieben hätte", erklärte die Barbie aus Oggersheim auf der Buchmesse, was schon alle befürchtet hatten. Das klingt dann beispielsweise so: "Ich sage immer: Es gibt bessere Vorbilder als mich, aber auch schlechtere. Ein besseres Vorbild wäre Mutter Teresa." Bescheidenheit ist eine Zier - doch besser lebt sich's bekanntlich ohne ihr! Im Wesentlichen geht es in dem so genannten Buch um die bescheidenen Brüste der Katze ("Katzi und Bergi") sowie die Frage, ob Daniela bis zur Rente das Format Doppel-D neu definiert: "Entweder ich habe mit 65 ganz kleine winzige Mäusefäuste. Oder ich hab halt sooo Dinger. Da muss ich mir dann überlegen, was besser passt." Es sind ja auch noch vier Jahrzehnte Zeit. Bis dahin denkt La Katzenberger schon mal über einen passenden Abgang nach: "Wenn mich irgendwann keiner mehr sehen will, muss ich es akzeptieren", sagt sie und verspricht: "Bevor es peinlich wird, gehe ich." Na, dann aber flott!

Zu jenen, die diesen Zeitpunkt leider verpasst haben, gehört auch Gesamtkunstwerk Rainer Calmund. Dass eine Kalorie selten alleine kommt, stellt der Fußballbekloppte eindrucksvoll unter Beweis - seit dieser Woche ebenfalls in Buchform. "Bei mir liegt es nicht an den Genen. Ich habe mir meine Kalorien selbst erarbeitet" bekennt das rheinische Tonnengewölbe zur völligen Verblüffung des Publikums. Und redet sich raus: "Calli isst besonders dann viel, wenn er im Stress ist. Und im Stress ist er immer!" Warum man für diese echt fetten Weisheiten Bäume sterben lässt und 16,99 Euro verlangt, wird wohl nie ergründet werden. Immerhin hat der 62-Jährige sein privates Glück gefunden. Platzwarttochter Sylvia, 40, hatte zwar wegen des großen Gewichtsunterschiedes zunächst Bedenken, gibt aber nun die aufopfernde Partnerin: "Ich passe auf, dass Rainer zu Hause nicht auch noch in Versuchung gerät", erzählte sie in dieser Woche. "Er darf vorm Fernseher nur Lakritze und dunkle Schokolade naschen. Die anderen Dinge verstecke ich." Besser so - bevor Sylvia von Callis Liebe irgendwann erdrückt wird.

Lilianas Lebensweisheiten

Als ukrainischer Hungerhaken ging eine gewisse Kristina Tchoudinova durchs Leben bevor sie als Liliana Matthäus auf den Platz katapultiert wurde, der für eine wie sie naturgemäß vorgesehen ist: ins Rampenlicht. Nach dem Aus der turbulenten Ehe schien es endlich wieder still geworden zu sein um die 23-Jährige. Doch da RTL auch tagsüber Sendezeit zu verschwenden hat, soll Liliana dort nun eine Art Heidi Klum für Arme werden, wie "Bunte.de" in dieser Woche hochexklusiv erfuhr. Für die geplante Modelshow gibt es zwar bisher weder Titel noch Sendetermin, doch mehr als eine Beschäftigungstherapie für arbeitslose Flittchen soll es wohl werden. Und so stakst Liliana hochhackig durch Paris, um Mädchenträume zu erfüllen. An Französischkenntnissen dürfte es ihr zumindest nicht mangeln. Dass sie als Klum-Ersatz geeignet ist, muss sie allerdings erst noch zeigen. Denn was sie in dieser Woche twitterte, klang eher wie eine Botschaft aus dem privaten Nähkästchen: "Ein Mädchen musste heute gehen. Traurig, aber c'est la vie." Schöner hätte es Loddar nicht sagen können.

Hatte sonst noch irgendwer irgendetwas zu promoten? Na klar: Atzen-Sänger Manny Marcs hat mit seinem Kumpel Frauenarzt den "Atzenkodex" auf den Buchmarkt geworfen. Und da auch hier Klappern zum Handwerk gehört, geriet er in dieser Woche mit einer Disko-Prügelei in die Schlagzeilen. Dumm nur, dass seine Freundin Indira Weis ihm dabei die Show stahl: Die Ex-Dschungelnatter soll die eingreifenden Polizeibeamten derart nett angesprochen haben, dass diese sie gleich im Streifenwagen festsetzten. Und weil die Polizisten wohl nicht sofort erkannten, dass es sich bei der 1a-Prominenten um Indira handelte, soll diese sich kurzerhand als Ingrid Schmidt ausgegeben haben, obwohl sie eigentlich Verena Weis heißt. Bei soviel Verwirrung scheint nur eines sicher: Von der gespaltenen Zunge bis zur gespaltenen Persönlichkeit ist der Weg offenbar nicht weit.

  • Stefan Mielchen