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Abgewatscht - der satirische Wochenrückblick: Lothar, der Schrecken der Straße

Vorsicht, Eiswagen voraus: Lothar Matthäus baut einen Horrorunfall und Gina-Lisa Lohfink gruselt die Zuschauer im Kino. Wie gut, dass wenigstens Prinz Harry Liebe spendet.

Von Stefan Mielchen

Horror, dein Name sei Gina-Lisa! Die 25-Jährige Krawallschachtel ist sich bekanntlich für nichts zu schade, was Schlagzeilen bringt. Jüngster Coup: Ein Film, in dem sich La Lohfink selbst spielt. "Plastik" lautet der beziehungsreiche Titel des Gruselschockers. Darin nimmt ein irrer Schönheitschirurg unschöne Experimente an ihr vor - eine Story, wie aus dem Leben gegriffen. Kein Wunder, dass die angehende Actrice sich freut: "Ich habe keinen Schauspielunterricht genommen. Ich bin ich." Einmal in die Fänge des blutigen Operateurs geraten, stirbt das Busenwunder am Ende den Filmtod. Spätestens hier vermischen sich Realität und Fiktion im Kopf der Intelligenzbestie, die zuletzt von einem Hollywood-Engagement träumte: "Ich hoffe, dass meine Organe gespendet werden und ich sie nicht heute Abend bei Ebay finde", gab Gina-Lisa zu Protokoll. Man weiß nicht, was schlimmer wäre.

Eiswagen voraus

Für Angst und Schrecken sorgte derweil Lothar Matthäus. Der Weltfußballer stand erstmals für die RTL-Serie "Alarm für Cobra 11" vor der Kamera und ließ es dabei gleich richtig krachen: Mit Vollgas raste er in einen Lieferwagen für Eiscreme. Da sich Laster auf Zaster reimt, nahm er die Actionszene ganz gelassen. "Die werden schon aufpassen, dass mir nichts passiert", erklärte Loddar abgebrüht wie ein Profi. Außerdem durfte er seine aktuelle Begleitung Joanna auf dem Nachbarsitz platzieren. "Ich habe in New York bei 'Wall Street 2' eine kleine Rolle gehabt und habe auch in einem polnischen Film mitgespielt", brachte die 27-Jährige ihre Befähigung als Beifahrerin auf den Punkt. Während Joanna davon träumt, vielleicht auch mal in einer tschechischen Produktion dabei zu sein, gibt sich Loddar gelassen: "Ich bleibe lieber bei meinem Job", sagte er. Frauenversteher werden schließlich immer gebraucht.

Ein Stück aus dem Raritätenkabinett erlebt aktuell der deutsche Hochadel. Im Hause Hohenzollern stellt Prinz Carl Alexander eindrucksvoll unter Beweis, dass blaues Blut und graue Zellen nicht immer kompatibel sein müssen. Erst kürzlich hatte der 41-Jährige in Las Vegas standesgemäß geheiratet: Corinna aus dem Kongo, ein 20 Jahre jüngeres Model. Es muss Liebe auf den ersten Blick gewesen sein: "Die tut so schöne Titten haben", zitierte "Bild" den von ihr liebevoll "Prinz Gaga" getauften Nachfahren des letzten deutschen Kaisers. Auch Corinna überzeugte mit ehrlichen Argumenten: "Sein Name ist das Schönste, was er hat." Jetzt aber droht Ungemach über der Schwäbischen Alb. Prinz Alexander fordert ein Wohnrecht auf Schloss Sigmaringen, dem Stammsitz derer zu Hohenzollern. "Nach unserer Hausordnung muss mir meine Familie dieses Recht einräumen, sobald meine Frau schwanger ist", erklärte er - und fügte an, dass daran fleißig gearbeitet werde. Ob er künftig als Hui Buh über die Schlossflure zu geistern gedenkt, ließ der Prinz indes offen.

Prinz Harry und die kleinen, rothaarigen Jamaikaner

Auch die Kollegen vom britischen Empire ließen in dieser Woche tüchtig aufhorchen. Die Queen soll neuerdings gar nicht gut auf die Herzogin von Cambridge zu sprechen sein. Kate sei faul und eitel, hieß es aus dem Umfeld der Monarchin. Das muss man nicht unbedingt als Kritik verstehen, handelt es sich doch um die Schlüsselqualifikationen einer Thronfolgergattin. Doch die 85-jährige Lizzy ist not amused: Während die rüstige Regentin 170 Termine im Jahr absolviert, bringt es Kate gerade mal auf 35. Außerdem gebe die 30-Jährige zu viel Geld für Haare, Klamotten und Accessoires aus. Ein Vorwurf, den Kates Schwiegermutter Camilla so noch nie gehört haben dürfte - das Leben bei Hofe ist einfach ungerecht.

Während Williams Gattin getadelt wurde, amüsierte sich Prinz Harry prächtig beim Besuch der Untertanen auf Jamaika. "He's hot", raunten sich die dortigen Schönheitsköniginnen gegenseitig zu. Doch Harry hatte nur Augen für eine: In Kingston traf sich der 27-Jährige zur Bewusstseinserweiterung auf eine lustige Zigarette mit Rita, der Witwe von Bob Marley. Die beiden tanzten Reggae und Harry tat das, was er am besten kann: "Er verbreitet Liebe um sich." Wenn in neun Monaten ganz viele rothaarige Babys auf dem Eiland zur Welt kommen, wissen wir auch, was das bedeutet.