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Abgewatscht - die Promi-Satire: Pelzdiebe und Pipi-Prinzen

Heino gibt seinen Fans Geld zurück und "Pipi-Prinz" Ernst August zieht mal wieder vor Gericht. Da könnte auch Lindsay Lohan landen, nachdem sie einen Pelz geklaut haben soll. Immerhin versichern die No Angels, dass es mit ihnen kein "Nippelgate" geben wird. Warum? Ihre Brüste sind "schön festgeklebt".

Von Stefan Mielchen

Das ist doch einmal eine gute Nachricht: Heino, der deutscheste unter den deutschen Volksmusikterroristen, erstattet seinen Fans neuerdings den Eintritt für seine Konzerte. Der erste Sänger mit Geld-zurück-Garantie! Hierbei handelt es sich allerdings nicht um Schmerzensgeld für das, was Heino den Besuchern seiner Konzerte antut. Der blonde Barde hatte im vergangenen Jahr eine Tournee absagen müssen. Da aber die Versicherung für den Ausfall bis heute nicht zahlt, kratzt Heino jetzt sein Erspartes zusammen, um seinen guten Ruf zu retten – fast 900.000 Euro für 35.000 Tickets. Peter Zwegat scharrt schon mit den Hufen! Hoffentlich kommt es nicht soweit, dass es Heino aus lauter Geldnot Lindsay Lohan gleichtut. Blond genug wäre er.

"80er-Glitzer-Ostblock-Look"

Die US-Schauspielerin hat jetzt eine Klage am Hals, weil sie einen Pelzmantel gestohlen haben soll. Zumindest trug sie das tote Tier mit Ärmeln im Wert von 8000 Euro nach ausgiebigen Feiern aus einem New Yorker Nachtclub weg. Die rechtmäßige Besitzerin dagegen ist eine 22 Jahre alte Collegestudentin, die ihr BaföG offenbar gut angelegt hat. Die als sexsüchtig geltende Lindsay muss jetzt ihre Unschuld beweisen.

Als sexsüchtig gelten die No Angels zwar nicht. Sexy jedoch wollen sie sich den Zuschauern beim Eurovision Song Contest präsentieren. Und so machte in dieser Woche in Belgrad nicht ihr dünner Song von sich reden, sondern das, was die Damenkombo beim Grand-Prix-Finale zu tragen beziehungsweise nicht zu tragen gedenkt.

Wären die Röcke nur einen Hauch kürzer, könnte man ganz Paris sehen. Lucy beschreibt den Stil ihrer Fummel als "80er Glitzer-Ostblock-Look". Durch ihre bulgarische Herkunft weiß sie wohl, wovon sie spricht. Trotzdem: Mit so etwas stehen andere Frauen beruflich am Straßenrand. Immerhin, ein "Nipplegate" schließen die vier Mädels aus: "In die Kleider ist ein Body eingenäht und der Busen ist schön festgeklebt", versichert Sandy. Wahrscheinlich handelt es sich bei dem Stoff um neuartiges NASA-Material aus der Raumfahrtforschung. Die vier Fummel sollen zusammen so viel wiegen wie eine halbe Scheibe Toastbrot.

Pinkelprinz für Familienehre

Apropos Weltall. Aus dessen unendlichen Weiten hat jemand den Weg zurück in sein irdisches Glück gefunden, den wir schon fast vergessen hatten: Mr. Sulu vom Raumschiff Enterprise. Und: Er heiratet! Aber nicht etwa Lieutenant Uhura, sondern einen Mann. Die rechte Hand von Captain Kirk ist im wirklichen Leben schwul. George Takei, so Sulus bürgerlicher Name, lässt sich im Alter von 71 Jahren jetzt ins Standesamt beamen, nachdem die Homo-Ehe in Kalifornien erlaubt wurde. Nicht geklärt ist, ob Schiffsarzt Pille oder Vulkanier Mr. Spock Trauzeuge wird. Faszinierend!

Wo wir gerade bei den Schwulen sind: Pipi-Prinz Ernst-August kämpft mal wieder um seine Ehre. Vor dem Landgericht Hildesheim wird seit dieser Woche erneut erörtert, ob der Urenkel Kaiser Wilhelms II. vor acht Jahren in Kenia einen Diskobesitzer mit einem Schlagring vermöbelt hat oder nicht. Der vorbestrafte Gatte von Prinzessin Caroline soll dem Opfer nicht nur körperlich zugesetzt haben, sondern auch verbal: "Du deutsches Schwein. Du schwules Schwein. Du Zuhälter." Na was denn jetzt? Ernst-August, selbst zwar deutsch, aber weder schwul noch Zuhälter, bestreitet selbstredend die Vorwürfe. Er will das Gespräch mit dem Diskobetreiber lediglich mit zwei Ohrfeigen eröffnet haben. Das macht’s natürlich besser.

Von Hartz IV unters Messer

Rehabilitiert wurde in dieser Woche der Fleisch gewordene Jojo-Effekt Andrea Kiewel. Deren Fernseh-Nulldiät könnte bald ein Ende haben, denn die Produktionsfirma von Günther Jauch drehte eine Pilotshow mit der nervsägenden Plaudertasche. Der Titel "Wer einmal lügt, dem glaubt man nicht" wurde allerdings nicht bestätigt. Und ob die Show jemals gesendet wird, ist ebenfalls unklar. Aber zur Not gibt’s ja noch das Dschungelcamp.

War sonst noch was? Na klar: Thomas Godoj wurde neuer Superstar. Der sympathische Sänger mit der rockigen Stimme hat seine Bohlen-Lektion recht fix gelernt. Da er die Woche über zum Videodreh auf Mallorca war, daheim aber ein Thema für die Zeitung mit den großen Buchstaben brauchte, kündigte er eine Schönheits-OP an – mit 30! Die Tränensäcke sollen weg, die Schlupflider vielleicht auch gemacht werden. Da kann man froh sein, dass Dieters PR-Einfluss noch nicht allzu groß ist. Sonst wäre sexy Thommy wohl der erste Superstar mit Penisbruch. Und das wäre ja nun wirklich zu schade…