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Abgewatscht- der satirische Wochenrückblick: Harry Potter und die Fürstin der Ernsthaftigkeit

Wieder ist eine Märchenwoche ins Land gezogen: Märchenhochzeit in Monaco, Sommermärchen in Deutschland und Zauberermärchen in London. Doch so manche Märchenbraut sieht am Hochzeitstag schon so traurig aus, wie andere nach 40 Ehejahren.

Von Tobias Schülert

Bei einer pompösen Steuerflüchtlingsparty im Fürstentum Monaco wurden diesmal keine Boliden bejubelt, sondern die Frauen-WM unter den Hochzeiten - wenn man die Vermählung von Albert und Charlene mit der von William und Kate vergleicht. Die Frischfürstin schaut bei der Hochzeit schon so ernst wie nach 40 Jahren Ehe. Früh übt sich! Die zweite Feier fand in Durban statt, da ließ es sich der geschäftstüchtige Staatspräsident Zuma nicht nehmen, Fürst Albert auf den in Südafrika traditionellen Brautpreis hinzuweisen. Demnach ist die gebürtige Südafrikanerin einige Nguni-Kühe wert.

Als nächstes könnten die beiden nach Deutschland kommen und ein Event besuchen, das Albert Speer persönlich nicht besser hätte in Szene setzen können: die Frauenfußball-WM. Ursprünglich als Sommermärchen 2011 geplant, sieht man nun, warum diese Sportart einst verboten war. Schiedsrichterinnen, die anscheinend zu viel Aperol-Spritz genossen haben und nicht genau zu wissen scheinen, ob sie Handball oder Fußball pfeifen, stolpern über gedopte Spielerinnen aus Nordkorea.

Wertvoller Sendeplatz wird verschwendet, wo man das Testspiel Arminia Bielefeld gegen SC Babenhausen hätte zeigen können. Und doch wäre alles andere als der WM-Pokal ein Riesenenttäuschung! Aber wir wissen ja, dass Frauen sich im Berufsleben mehr anstrengen müssen als Männer.

Der gelernte Beckenbauer Franz, der seinerzeit das Sommermärchen nach Deutschland geholt hatte, war mit Kufen-Ossi Kati Witt unterwegs, um das Wintermärchen 2018 in München zu ermöglichen. Bittere Tränen gab es, als klar wurde, dass Pyeongchang am meisten Geld geboten hatte und die Spiele bekommt. Nun geht die große Sorge um, dass der "letzte Kaiser" Europa den Krieg erklärt. Andererseits gäbe es wenigstens etwas zu berichten - so müssen sich die Redaktionen zwischen Sommerloch und Frauen-WM entscheiden.

Vorfreude auf Harry Potter Teil 10

Aber zum Glück gibt es ja noch andere Märchen, "Harry Potter" zum Beispiel. Die Saga endet in London, wo drei Zauberschüler, die im Kino erwachsen wurden (ein Gefühl, dass wohl nur Klausi Beimer nachvollziehen kann), auf ihre lange Karriere zurückblicken können. Vielleicht hat J.K. Rowling genug verdient, vielleicht kommt sie aber in zwei Jahren auf die Idee, die Geschichte fortzuführen. Freuen wir uns ruhig schon mal auf die nächsten vier Teile:

8. "Harry Potter und die Suche nach dem nächsten Job"
9. "Harry Potter und das uneheliche Kind"
10. "Harry Potter und die teuere Scheidung"
11. "Harry Potter und das 19-jährige Model"

Mehr ein Wunder als ein Märchen ist die Geburt, da steht laut Twitter auch wieder einiges an. So schreibt Lily Allan, dass sie gerade auf der Straße beim Kotzen fotografiert worden sei; es lag wohl an der schwangerschaftstypischen Übelkeit. Auch Model/Fußball-Familie Beckham erwartet Nachwuchs, diesmal ein Mädchen. Der jüngste Spross, Romeo, hat sich auch schon einen Namen gewünscht: Justin Bieber. Komisch, dass man sich nicht wundern würde, wenn sie dann tatsächlich so heißen würde. Das Jungtier aus dem Zoo von Xiamen in China hat das bereits einen Namen. Vater Esel, Mutter Zebra, klar: Zesel.

Auch Daniela Katzenberger war ähnlich kreativ in Sachen Namensfindung: "Katze" wird ihre neue Modelinie heißen, die Designer Henry K. erarbeitet. Wer nicht so lange warten kann, geht einfach zu New Yorker oder Pimkie und kauft sich das Katzen-Outfit - in schön. So geht eine bedeutende Woche der Prominenten zu Ende. Und wenn sie nicht ... Sie wissen schon.