Abschiede 2008: Heath Ledger Als das Lächeln starb


Am 22. Januar 2008 wurde Heath Ledger tot in seinem New Yorker Loft aufgefunden. Und die Welt verlor einen stillen Helden.

Mein Herz ist gebrochen", sagt Michelle Williams. "Ich bin die Mutter des liebevollsten, ausgelassensten und schönsten kleinen Mädchens. Und sie ist das Ebenbild ihres Vaters." Die Ex-Freundin von Heath Ledger findet in den dunklen Stunden der Trauer Halt und Zuversicht im dreijährigen Töchterchen der beiden: Matilda Rose. Michelle und Heath hatten sich 2004 während der Dreharbeiten zu "Brokeback Mountain" kennen und lieben gelernt. Mit ihrer Trennung im August 2007 begann für den damals 28-jährigen Schauspieler ein Martyrium, das erst mit seinem tragischen Tod am 22. Januar 2008 enden sollte.

"Seitdem ich Heath kannte, kämpfte er mit Schlafproblemen", erinnert sich die 28-jährige Williams. "Er konnte nicht abschalten. Es gab zu viel, worüber er nachdachte. In seinem Kopf arbeitete es unablässig." Der Getriebene griff zu Drogen und Alkohol, suchte Befreiung im Exzess, umso häufiger, nachdem seine große Liebe die Situation nicht länger ertrug und ihn im Herbst 2007 verließ. Ausgerechnet zu einem Zeitpunkt, als Heath die Arbeiten am Batman-Film "The Dark Knight" zusetzten.

Die angeschlagene, labile Künstlerseele wurde nun auch noch mit der Rolle des Jokers belastet, eines psychopathischen Killers. Heath Ledger, der für diese Rolle nun posthum für einen Golden Globe nominiert wurde, verausgabte sich vollends. Er gestand in einem Interview: "Vergangene Woche habe ich im Durchschnitt zwei Stunden pro Nacht geschlafen. Mein Körper ist total erschöpft, aber mein Geist macht weiter."

Heath versuchte mit Tabletten zur Ruhe zu kommen - auch in der Nacht zum 22. Januar. Seine Haushälterin Teresa Solomon fand ihn am Folgetag leblos im Schlafzimmer seines New Yorker Lofts. Medikamentenvergiftung. Sein Vater Kim spricht von einem Unfall, aber auch Selbstmord kann nicht ausgeschlossen werden. Einem Reporter sagte Heath kurz vor seinem Tod: "Wenn ich jetzt sterben würde, wäre es okay" - er lebe doch durch seine Tochter weiter.


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