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Musiker Nach antisemitischen Äußerungen: Adidas stellt Zusammenarbeit mit Kanye West ein

Kanye West
Kanye West verliert immer mehr Geschäftspartner
© SAUL LOEB / AFP
Nun also doch: Nachdem sich Kanye West mehrfach antisemitisch äußerte, wurden Rufe laut, Adidas solle die Zusammenarbeit mit dem Rapper beenden. Jetzt hat der Sportartikelhersteller reagiert. 

Nach antisemitischen Äußerungen von Kanye West hat der Sportartikelhersteller Adidas die Zusammenarbeit mit dem Rapper, auch bekannt als Ye, beendet. "Die jüngsten Äußerungen und Handlungen von Ye sind inakzeptabel, hasserfüllt und gefährlich", heißt es in einer Mitteilung von Adidas vom Dienstag. "Sie verstoßen gegen die Werte des Unternehmens wie Vielfalt und Inklusion, gegenseitigen Respekt und Fairness." Das Unternehmen gibt auch Einblick in die wirtschaftlichen Folgen. "Angesichts der starken Saisonalität des vierten Quartals dürfte sich dies kurzfristig mit bis zu 250 Millionen Euro negativ auf den Nettogewinn des Unternehmens im Jahr 2022 auswirken", heißt es in der Erklärung. 

Adidas trennt sich von Kanye West

Damit tut es das deutsche Unternehmen Balenciaga gleich. Der Modehersteller hat die Kooperation mit West bereits beendet, auch Anna Wintour und die "Vogue" haben sich mittlerweile distanziert. 

Im Netz riefen die vergangenen Tage über viele Menschen Adidas dazu auf, zu reagieren. "Ob Kanye West nun psychisch krank ist oder nicht, es steht außer Frage, dass er ein Fanatiker ist. In seinen Hassreden ruft er zur Gewalt gegen Juden auf", schrieb "Friends"-Star David Schwimmer auf seinem Instagram-Profil und verlinkte in seiner Story Adidas. "Die Welt sieht zu, Adidas", twitterte Schauspielerin Kat Dennings.

Druck von Promis

Und auch Filmstar Jamie Lee Curtis machte deutlich, was sie von Adidas verlangt. "Saying nothing is impossible", schrieb sie auf Twitter in Anlehnung an den Werbeslogan des Sportherstellers "Impossible is nothing".

"Ich möchte mich gegen Antisemitismus, weiße Vorherrschaft, Faschismus, Transphobie und andere unterdrückerische Regime und Ideologien wenden, deren einziges Ziel es ist, andere zum Schweigen zu bringen, auszulöschen und zu vernichten", schrieb Curtis. Auch der Zentralrat der Juden forderte jüngst, Adidas müsse sich von dem umstrittenen Musiker trennen. 

In einem Interview hatte West behauptet, er könne sich antisemitisch äußern und Adidas würde nichts unternehmen. Das hat das Unternehmen nun widerlegt. 

Quelle: dpa / Adidas

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