Angelina Jolie Biest oder liebevolle Mutter?


Sie soll die Ehe von Brad Pitt zerstört und ihr Adoptivtöchterchen Zahara der Großmutter weggenommen haben: Die böse Hollywood-Gerüchteküche über Angelina Jolie reißt nicht ab. Dabei ist ihr Glück zum Greifen nah.

Sie bekocht den gerade von einer Hirnhautentzündung genesenen Brad Pitt, spielt mit Sohn Maddox am Privatstrand und singt der kleinen Adpotivtochter Zahara Schlaflieder vor: Das Glück von Angelina Jolie könnte eigentlich perfekt sein - gäbe es da nicht böse Gerüchte, die in Hollywood kursieren.

In den Medien wird sie immer wieder als eine Männer mordende schwarze Witwe dargestellt, die mutwillig die Ehe von Brad Pitt und Jennifer Aniston zerstört habe. Dass diese Behauptung jeglicher Grundlage entbehrt, scheint nur wenige Reporter zu interessieren. Stattdessen wird die 30-Jährige rund um die Uhr von Paparazzi belagert: Angelina Jolie beim Einkaufen, beim Spielen mit ihren Adoptivkindern und natürlich auch mit Brad Pitt.

Die "böse" Angelina passt ins Hollywood-Klischee

Die Frage, warum ausgerechnet die fürsorgliche Mutter das Opfer einer Hetzkampagne ist, lässt sich einfach beantworten: Zum einen, weil es wunderbar in das übliche Hollywood-Klischee passt. Hier die nette, brave Jennifer, da die böse, verruchte Angelina. Zum anderen, weil Jolie einiges zu diesem Image beigetragen hat.

Während der Ehe mit dem 20 Jahre älteren Schauspieler Billy Bob Thornton war ein Interview ohne neue intime Geständnisse und Enthüllungen undenkbar. Aus welchem Grund erzählt eine anerkannte, Oscar gekrönte Darstellerin der ganzen Welt, wie lang der Penis ihres Ehemannes ist? Sie liebe Schlangen, die Farbe Schwarz, Motorräder und ihren Bruder James Haven, verkündete sie noch vor fünf Jahren in Interviews. Besonders findige Journalisten hatten ihr sogar ein inzestuöses Verhältnis mit ihm angedichtet. Jolie damals dazu: "Das witzige an der Sache ist, dass ich es sofort sagen würde, wenn ich tatsächlich was mit ihm hätte. Das weiß doch jeder." So kannte man Angelina!

Die andere Seite der Jolie

Doch es gibt auch die andere Seit der Angelina Jolie: Seit 2001 engagiert sie sich als Botschafterin für das UN-Flüchtlingshilfswerk UNHCR. Mit ihren Gagen finanzierte sie Schulen in Kambodscha, Kinderstationen in sri-lankischen Krankenhäusern sowie Programme für Waisen- und Straßenkinder. "Wenn man wie ich zehn Millionen Dollar für einen Film bekommt, kann man leicht fünf Millionen spenden, ohne dass man das Geld wirklich vermisst", erklärte sie einmal. Im März 2002 - damals war sie noch mit Billy Bob Thornton verheiratet - übernahm sie die Fürsorge für den kleinen, aus Kambodscha stammenden Maddox. Vor wenigen Wochen kam dann ihre Adoptivtochter Zahara aus Äthiopien hinzu. "Sie hat ihr das Leben gerettet", erklärte Kinderärztin Dr. Jane Aronson aus New York, die Zahara als erste untersuchte. "Ohne medizinische Versorgung hätte sie es nicht geschafft."

Mit Brad Pitt scheint endlich auch wieder ein Mann an Angelinas Seite zu sein, mit dem sie glücklich ist. Schon lange hat sie nicht mehr so von einem Mann geschwärmt: "Brad ist toll. Ein Mann, den man sich an seiner Seite wünscht." Freunde munkeln bereits von Hochzeit, doch noch ist der 41-Jährige mit Jennifer Aniston verheiratet. Die Scheidung läuft und so passt es ins Bild, dass Brad Pitt sein Haus in Malibu, in dem Angelina bereits eingezogen ist, gerade kindersicher machen lässt. Und vielleicht hat sie bald, was sie sich wünscht: eine kleine, glückliche Familie.

Jens Maier

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