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Schauspielerin Anne Heche: Schon ihr Bruder kam bei einem Verkehrsunfall ums Leben

Anne Heche
Anne Heche liegt nach einem schweren Unfall im Koma. Ihr Bruder kam bei einem Autounfall ums Leben, als sie 14 Jahre alt war.
© Monika Skolimowska / DPA
Nach einem schweren Unfall ist Schauspielerin Anne Heche hirntot. Es ist nicht die erste Tragödie in ihrer Familie: Als sie 14 Jahre alt war, starb ihr Bruder - bei einem Autounfall.

Ihr Schicksal geht Millionen Menschen in aller Welt nahe: Nach einem schweren Autounfall ist die amerikanische Schauspielerin Anne Heche seit diesem Freitag hirntot. Zuvor hatten mehrere US-Medien unter Berufung auf den Sprecher der 53-Jährigen berichtet, es werde "nicht erwartet, dass sie überlebt". Heche erlitt eine schwere anoxische Hirnverletzung, als sie am 5. August mit ihrem Auto in ein Wohnhaus in Los Angeles krachte. 

Es ist nicht die erste Tragödie in der Familie der 1969 in Aurora, Ohio geborenen Schauspielerin. Bereits ihr Bruder kam bei einem Autounfall ums Leben: Als sie 14 Jahre alt war, raste der damals 18-Jährige mit dem Wagen in einen Baum. 

Anne Heche hatte eine schlimme Kindheit

Zu dem Zeitpunkt war ihr Vater bereits tot. Donald Heche, von Beruf Chorleiter und Priester, war kurz zuvor an Aids verstorben. Der fünffache Vater, ein fundamentalistischer Christ, führte ein Doppelleben und lebte seine Homosexualität heimlich aus. Er war einer der ersten US-Bürger, bei dem HIV diagnostiziert wurde. 

Sie hat zeitlebens unter ihrem Vater gelitten. In ihrer im September 2001 erschienenen Autobiografie "Call Me Crazy" berichtete sie, in ihrer Kindheit von ihm sexuell missbraucht worden zu sein. Sogar Geschlechtskrankheiten soll der Geistliche auf seine jüngste Tochter übertragen haben.

Anne Heche schaffte es, ihre schlimme Kindheit hinter sich zu lassen und legte eine beachtliche Schauspielkarriere hin. Sie wirkte in Kassenschlagern wie "Wag the Dog – Wenn der Schwanz mit dem Hund wedelt" mit und wurde von Gus Van Sandt für sein Remake von Hitchcocks "Psycho" als Marion Crane besetzt. 

Ihr Privatleben war von Höhen und Tiefen geprägt. Ab 1994 war sie mit ihrem Schauspiel-Kollegen Steve Martin liiert, den sie 1997 für die Moderatorin Ellen DeGeneres verließ. Nach dem Beziehungsaus heiratete sie 2001 den Kameramann Coley Laffoon, 2002 kam ein gemeinsamer Sohn auf die Welt. 2007 zerbrach die Ehe, im gleichen Jahr kam sie mit dem Schauspieler James Tupper zusammen, mit dem sie in der TV-Serie "Men in Trees" vor der Kamera stand. Die Beziehung hielt bis 2018, auch aus ihr ging ein Sohn hervor, der 2009 auf die Welt kam.

Das Schicksal, früh einen Elternteil verloren zu haben, wird sie nun mit ihren beiden Söhnen teilen.

che

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