An Tag 15 hat es für Ariel nicht mehr gereicht: Völlig überraschend für die Zuschauer – aber vor allem auch für sie – flog sie wegen zu weniger Anrufe aus dem Dschungelcamp. So schwer der Kummer über den Exit nur einen Tag vor dem Halbfinale auch ist: Besonders dürfte Ariel die Tatsache stören, dass Gil Ofarim trotz aller Kritik länger als sie am Lagerfeuer sitzt. Während ihrer Zeit im Dschungelcamp hatte sie ihn vielfach mit dem Davidstern-Skandal konfrontiert – und stand damit teils ziemlich alleine da. Das war für sie auch "das Schlimmste" an der ganzen Show, erklärt sie im Exit-Interview.
"Eine so selbstverständliche Meinung zu haben, damit aber irgendwie alleine zu sein oder sie alleine auszusprechen und keinen Zuspruch zu bekommen", erzählt sie. Dass dann sogar eher gegen sie gehetzt wurde und die Mitcamper von ihren ständigen Konfrontationen genervt waren, "obwohl das einfach für mich eine Fairness-Sache ist, da habe ich mich allein gefühlt. Das war schon sehr schlimm." Allgemein gehe es ihr nach ihrem Camp-Aus aber "ganz okay".
"Ich habe Gil bestimmt mitgetragen"
Dass sie durchaus auch zu Gil Ofarims Fortbestehen im Dschungelcamp beigetragen hat, sei ihr bewusst. "Ich habe Gil bestimmt mitgetragen, indem ich ihn immer wieder mit der Tat konfrontiert habe und gehofft habe, dass er sich dazu äußert", so Ariel. Dementsprechend gelinge Ofarim seine Taktik zur Image-Rettung wohl ganz gut, "sonst wäre er nicht mehr drin".
Bei einer Nachtwache mit Simone Ballack brach Ofarim zuletzt zumindest teilweise sein Schweigegelübde. Er deutete an, dass der Skandal anders gewesen sein könnte. Damals beschuldigte er einen Mitarbeiter eines Hotels zunächst fälschlich des Antisemitismus. Zweifel kamen an Ofarims Behauptungen auf. Vor Gericht gab er später zu, gelogen zu haben. Nun sprach Ofarim von angeblich manipulierten Videoaufnahmen. Auch falsche Zeugenaussagen deutete er gegenüber Simone an. Die zeigte sich allerdings skeptisch.
Ariel persönlich wünscht sich eine aufrichtige Entschuldigung des Dschungelcampers. "Nicht bei mir, mir hat er nichts getan. Aber ich hätte mir gewünscht, dass er einfach von sich aus mal eine ehrliche Entschuldigung ausspricht, was er in der Vergangenheit getan hat. Aber leider hat er dazu nichts gesagt", erklärt sie.
Ist die Erde wirklich eine Scheibe?
Neben ihrem Gil-Konflikt hatte Ariel auch mit einer weiteren Aktion Wellen geschlagen: Sie fragte ihre Mitcamper, ob sie glauben, dass die Erde wirklich eine Kugel ist. Ariel selbst hat daran nämlich ihre Zweifel. "Es war eigentlich einfach eine Frage, weil ich schon öfters Videos darüber gesehen habe", relativiert sie im Interview. "Ich wollte einfach mal für ein bisschen Gespräch sorgen, weil keiner geredet hat und dann dachte ich, ich frage mal in die Runde, was die anderen denken." Dass die Geschichte so ein Ausmaß annehmen werde, habe sie nicht erwartet – "aber finde ich lustig".
Ob Scheibe oder Kugel, für Ariel zählt jetzt sowieso erst mal ihre Tochter. Diese wolle sie sofort anrufen, noch bevor es in die Badewanne und zum Essen geht, am liebsten Spaghetti Bolognese mit einer kalten Cola und ein Dessert mit Erdbeeren. An Essen hat es Ariel aber gar nicht gemangelt, wie sie betont: "Ich habe wirklich alles gegessen. Alle Reste von den Mitcampern, die die nicht mehr gegessen haben. Ich habe auf nichts verzichtet, egal was kam."
Ariel: "Das war definitiv nicht mein Ende"
Generell sei sie im Camp und bei den zahlreichen Dschungelprüfungen über sich hinausgewachsen. Besonders die Höhen-Prüfung, bei der sie neun Sterne holen konnte, sei "ein Highlight" gewesen. Und nach dem Dschungelcamp hat die 22-Jährige jetzt noch viel mehr vor. "Ich war die Jüngste und das war definitiv nicht mein Ende mit dem Dschungel. Ich bin gespannt, was alles noch so auf mich zukommt. Ihr werdet es ja dann sehen", kündigt sie an. Aber vorher drückt sie erst mal Samira Yavuz die Daumen für die Dschungelkrone.
Am Samstag um 20:15 Uhr steigt bei RTL (ebenso via RTL+) auch schon das Halbfinale ohne Ariel. Das Finale mit den letzten drei Campern läuft am Sonntag, den 8. Februar.
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