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Jeremy Paxman Arzt diagnostiziert Parkinson bei TV-Moderator, nachdem er ihn im Fernsehen gesehen hat

Jeremy Paxman leidet an Parkinson
Jeremy Paxman, hier auf einem Bild aus dem Jahr 2021, gab seine TV-Karriere nach der Parkinson-Erkrankung auf
© Yui Mok / Picture Alliance
Der britische Moderator Jeremy Paxman leidet an Parkinson. Seine Erkrankung wurde von einem Arzt festgestellt, der ihn im Fernsehen gesehen und auffällige Veränderungen festgestellt hatte.

Für viele Zuschauer:innen in Großbritannien ist der Fernsehmoderator Jeremy Paxman ein bekanntes Gesicht. Der 72-Jährige hat fast 30 Jahre lang die Quizshow "University Challenge" präsentiert und war beim Publikum sehr beliebt. In diesem Jahr gab er die Moderation der Sendung aus gesundheitlichen Gründen ab: Paxman leidet an Parkinson. Dass ihm diese Diagnose gestellt wurde, hatte auch mit seiner Fernsehpräsenz zu tun.

In einer neuen Fernseh-Dokumentation mit dem Titel "Putting Up With Parkinson's" (auf Deutsch etwa: "Parkinson ertragen") sprach Paxman offen darüber, wie er von seiner Krankheit erfuhr. Nachdem er bei einem Spaziergang mit seinem Hund zusammengebrochen war, kam er ins Krankenhaus. Dort kam ein Arzt auf ihn zu und konfrontierte ihn mit seiner Vermutung: "Ich glaube, Sie haben Parkinson." Der Mediziner hatte Paxman im Fernsehen gesehen und festgestellt, dass sich die Gesichtszüge des Moderators so verändert hatten, wie es bei dieser Krankheit oft der Fall ist.

Parkinson: Gesicht von Jeremy Paxman hatte sich verändert

"Es war nicht mehr so überschwänglich. Ich hatte keine Ahnung davon", erklärt Paxman laut "Guardian" in der Dokumentation. Mediziner sprechen vom sogenannten "Parkinson-Maskengesicht": Das Gesicht der Patient:innen erscheint erstarrt und maskenhaft, ohne sichtbare Mimik. Das liegt daran, dass die Gesichts- und Halsmuskulatur schwächer wird.

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Untersuchungen ergaben, dass Paxmans Arzt tatsächlich richtig lag. Im Mai vergangenen Jahres hatte der Moderator die Diagnose öffentlich gemacht und bekanntgegeben, dass er sich in Behandlung befinde. Die Moderation seiner Sendung wollte er abgeben, bevor es auch medizinisch weniger fachkundigen Zuschauer:innen auffallen würde, dass etwas an ihm "ungewöhnlich" sei, erklärte Paxman in der Dokumentation.

Laut der Deutschen Gesellschaft für Parkinson und Bewegungsstörungen ist Parkinson nach Alzheimer die zweithäufigste neurodegenerative Erkrankung. Häufige Symptome sind Zittern, Steifheit der Muskeln, verlangsamte Bewegungen und Gleichgewichtsstörungen. Auch Schwierigkeiten beim Sprechen und Schlucken können auf eine Erkrankung hindeuten. Meist wird Parkinson bei Menschen zwischen dem 55. und dem 60. Lebensjahr festgestellt.

Quellen: "Guardian" / Deutsche Gesellschaft für Parkinson und Bewegungsstörungen

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