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Doku "Leaving Neverland": "Es hat sie nicht umgebracht": Barbra Streisand verstört mit Aussagen zu möglichen Jackson-Opfern

Barbra Streisand hat sich in einem Interview über die Michael-Jackson-Doku "Leaving Neverland" geäußert - und verunglimpft die vermeintlichen Missbrauchsopfer Wade Robson und James Safechuck. Nicht nur der Regisseur ist empört.

Barbra Streisand äußert sich zu Doku "Leaving Neverland"

Barbra Streisand (l.) äußerte sich zur Doku "Leaving Neverland", in der Wade Robson (l.) und James Safechuck (r.) Michael Jackson sexuellen Missbrauch vorwerfen

Nach der umstrittenen Enthüllungsdokumentation "Leaving Neverland" sind die Meinungen über den verstorbenen Michael Jackson stark gespalten. Auch Barbra Streisand hat die zweiteilige HBO-Produktion gesehen. Im Interview mit der britischen Zeitung "The Times" sagte die 76-Jährige nun, sie sei "absolut" überzeugt, dass die angeblichen Opfer Wade Robson und James Safechuck die Wahrheit sagen. Doch dann fügte sie diverse Anmerkungen hinzu, die inzwischen für fast so viel Diskussionen sorgen wie die besagte Dokumentation.

Barbra Streisand gibt den Eltern der Jungen die Schuld

"Mir tun die Kinder leid, aber mir tut auch Michael leid. Schuld sind doch die Eltern, die ihren Kindern erlaubt haben, bei ihm zu schlafen", sagte Streisand. Robson und Safechuck erheben in der Dokumentation schwere Vorwürfe gegen den 2009 verstorbenen King of Pop.

Jackson soll sie in den späten 80ern und frühen 90ern sexuell missbraucht haben. In dem insgesamt vierstündigen Zweiteiler berichten die beiden, in der fraglichen Zeit zwischen sieben und 14 Jahren alt, wie sie Jackson kennenlernten, er sie auf seine Neverland Ranch einlud und schließlich missbraucht haben soll.

Dazu sagte Streisand: "Seine sexuellen Bedürfnisse waren eben seine sexuellen Bedürfnisse. Ganz gleich ob das nun von seiner Kindheit oder seiner DNA herrührte." Und weiter: "Man kann vielleicht sagen, Michael hat sie belästigt. Aber beide haben es als Kind geliebt, dort zu sein. Inzwischen sind sie verheiratet und haben eigene Kinder. Es hat sie also nicht umgebracht."

Regisseur von "Leaving Neverland" kritisiert Barbra Streisand

Gleich in mehreren Tweets kritisierte der Regisseur der Dokumentation, Dan Reed, die Aussagen von Streisand. "'Es hat sie nicht getötet.' Hast du das wirklich gesagt, Barbra Streisand?", fragt Reed in einem Posting. Etwas später griff er sich noch ein weiteres Zitat aus dem Streisand-Interview heraus: "'Seine sexuellen Bedürfnisse waren seine sexuellen Bedürfnisse' - wird Pädophilie in Bereichen der Entertainment-Industrie geduldet?" twitterte der 54-Jährige.

"Leaving Neverland": Das ist der Trailer zur Doku über die Missbrauchsvorwürfe gegen Michael Jackson
jum / SpotOnNews