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Beinahe-Unfall in Paris: Depardieu, der Schrecken der Straße

Obelix, das Unschuldslamm: Gérard Depardieu soll nach einem Beinahe-Unfall in Paris einen Autofahrer geschlagen haben. Doch der Schauspieler dreht den Spieß nun um und erstattet selbst Anzeige.

Motorroller fahren in Paris ist gefährlich. Doch Autofahren kann noch gefährlicher sein. Zumindest, wenn Gérard Depardieu auf den Straßen der französischen Hauptstadt unterwegs ist. Diese Erfahrung musste in der vergangenen Woche ein Mann machen, der von Depardieu nach einem Streit geschlagen wurde. Der Autofahrer erstattet Anzeige gegen den Filmstar. Doch statt Reue zu zeigen, dreht Depardieu den Spieß nun um.

Depardieu hat selbst Strafanzeige gegen den Autofahrer erstattet. Bei dem Vorfall in der vergangenen Woche war Depardieu im Stadtzentrum von Paris mit seinem Motorroller unterwegs. Der Autofahrer soll ihn laut Polizei bedrängt haben, wodurch er sehr erschrocken gewesen sei, obwohl er mit seinem Roller nicht stürzte. Anschließend soll der Filmstar den Mann geschlagen haben.

Dpardieu hatte "Angst"

Depardieu räumte im Fernsehsender RTL ein, dass er "ein bisschen überzogen reagiert" habe. Nach seiner Meinung habe der Autofahrer aber einen "Fahrfehler" begangen und er "sehr Angst" gehabt habe. "Das ist ein Motorroller, dann kommt da ein Autofahrer, der nicht aufpasst und peng! Bitte. Mehr Angst als Schaden, und meine Reaktion war ein bisschen überzogen, weil ich sehr Angst hatte, Punkt. Das ist alles, so dumm ist das gewesen", erklärte Depardieu. Er fügte hinzu: "Es gibt Leute, die sehen mich und erstatten Anzeige." Das sei "der Preis des Ruhmes, wie Blödmänner sagen würden".

Depardieu war schon mehrfach wegen seiner cholerischen Reaktionen aufgefallen. 2005 hatte er einen Fotografen in Florenz mit einem Kopfstoß niedergeschlagen. Vergangenes Jahr pinkelte er in der Kabine eines Flugzeuges, weil ihn die Stewardess während des Startes der Maschine nicht auf die Toilette gehen lassen wollte.

mai/DPA / DPA
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