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US-Geheimbund: So funktioniert die bizarre Sex-Sekte mit Brandzeichen und Hollywood-Stars

Getarnt als Selbsthilfegruppe für Frauen soll sich in den USA eine geheime Sado-Maso-Sekte ausgebreitet haben. Auch die Tochter einer "Denver-Clan"-Schauspielerin soll in der Organisation gefangen sein.

Das Brandzeichen von Sarah Edmondson.

 

Ein bizarrer Sekten-Skandal erschüttert die USA. Der private Online-Report von Frank Parlato deckte die Strukturen des Sex-Kults auf. Die Sekte soll seine Mitglieder mit Hilfe von Gehirnwäsche und schlichter Erpressung rekrutiert haben. Etwa 70 bis 80 Frauen sollen in ihm gefangen sein.

 

Die Enthüllungen kamen Mitte des Jahres durch das ehemalige Mitglied Frank Parlato in Gang. Parlato hat etwa ein Jahr publizistisch für den öffentlichen Teil der Selbsthilfegruppe NXIVM gearbeitet. Im Juni veröffentlichte er seinen ersten Eintrag unter der Überschrift "Branded Slaves and Master Raniere". Parlato selbst ist in Rechtsstreitigkeiten mit Gruppenmitgliedern verwickelt. Seine Enthüllungen sind von persönlichen Motiven geprägt, werden aber inzwischen von ehemaligen Mitgliedern des Kults bestätigt.

 

NXIVM hat den Hauptsitzt in Albany und ist in den ganzen USA, in Kanada und Mexiko vertreten. Seit den 1990er Jahren haben etwa 16.000 Menschen die Kurse besucht. Hier sollen psychische und emotionale Barrieren beseitigt werden, dadurch sollen die Mitglieder sich besser selbst verwirklichen können und auch erfolgreicher werden. Die meisten Teilnehmer durchlaufen diese Workshops ohne weitere Bindungen an die Gruppe. Parlato sagt, dass die Selbsthilfekurse nur dazu dienen, reiche, berühmte oder gutaussehende Frauen für den inneren Kreis zu rekrutieren. Der eigentliche Trick soll sein, dass der innere Zirkel zunächst als reine Frauengruppe auftrete. Und nur Frauen benutzt werden, andere Frauen in den Bann der Gruppe zu ziehen. "Das Ganze wird als etwas Faszinierendes verkauft. Eine Gruppe für Frauen, in der sie Training und Coaching erhalten würden und dann entscheidende Dinge in der Welt bewegen würden – so wie die Freimaurer", berichtet Parlato.

Er sagte der "Sun", dass die Frauen Angst hätten, sich von dem Kult zu lösen, weil sie befürchten, dass ihre intimsten Geheimnisse öffentlich bekannt gemacht werden.

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