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Bling-Bling-Geburtstag Designer Harald Glööckler wird 47


Er kreiert Hundenäpfe mit goldenen Kronen, gestaltet Tapeten, hat natürlich seine eigene Mode-Kollektion, begeisterte sich als Juror der TV-Show "Let's Dance" für Körperbewegung, packte in der Doku-Soap "Herr Glööckler zieht um" seine Koffer und hat auch eine Weihnachts-CD mit seiner Lieblingsmusik im Angebot.

Ein kleiner Blick auf die kreative Spielwiese von Harald Glööckler, der immer in Action zu sein scheint. Heute feiert der exzentrische Modezar mit Faible für Strass und Gefunkel, der selbst unter den vielen exzentrischen Modedesignern noch herausglitzert, seinen 47. Geburtstag.

Glööckler liebt den schrillen Auftritt, lebt aber keineswegs in einem "pompöösen" Wolkenkuckucksheim. "Ich bin im selben Maße - und das ist es glaube ich, was mich auszeichnet - zu 100 Prozent Künstler, Träumer, Illusionist wie ich auch Realist bin und harter Geschäftsmann und zwar knallharter Geschäftsmann", meint der Designer.

Mit sieben Jahren habe er sein erstes Kleid kreiert, verrät der Modemacher auf seiner Website. Der Startschuss für eine ungewöhnliche Karriere, die Glööckler nach einer Lehre im Kaufhaus Sämann in Maulbronn zu seinem ersten Modegeschäft in Stuttgart führte, das er 1987 eröffnete. Mit seinem Freund lebt Glööckler aber schon seit vielen Jahren in Berlin.

Er habe vor allem weibliche Fans, meint Glööckler, der schließlich mit seinem Label Pompöös über Homeshopping-Kanäle groß rauskam und auch Übergrößen und für die Masse produziert. !Die Frauen kaufen, weil ich ihnen Mut mache, weil ich ihnen Kraft gebe, und ich sie akzeptiere, wie sie sind - und nicht seziere."

Sich selbst sieht Glööckler als Optimisten, der eine überschäumende Lebensfreude besitzt. Dabei war der Start ins Leben alles andere als einfach. Er wuchs in der Provinz auf, seine Eltern hatten einen Gasthof. Als er dreizehn Jahre alt war, stieß der trinkende Vater die Mutter eine Treppe hinunter. Sie starb.

"Ein Zombiefilm ist schöner als meine Kindheit", sagte Glööckler einmal der "Bild am Sonntag". Mit 18 Jahren ist er schließlich sofort ausgezogen. Er sei in eine Traumwelt geflüchtet: "Ich wollte jemand anders werden, mit dem alten Ich, das so viel gelitten hat, abschließen. (...) Meine Mutter hat immer geweint, deshalb will ich aus allen Frauen schöne Prinzessinnen machen."

Die Zeit abseits der Kreativschmiede nutzt Glööckler für sein soziales Engagement. Seit vielen Jahren ist er als Botschafter des Deutschen Kinderhilfswerks und als Schirmherr des Kinderhilfsfonds sowie im Tierschutz aktiv. "Ich bin der Meinung, wenn es einem gut geht, muss man dafür sorgen, dass es anderen gut geht, muss ihnen helfen. Man darf auch nie vergessen, wo man herkommt", sagte er dem "Neuen Blatt".

DPA dpa

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