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Nun ohne Krone Britische "Miss Swimsuit 2019" verliert ihren Titel wegen rassistischer Äußerung


Als Trägerin eines Miss-Titels wird man automatisch zu einer öffentlichen Person, auch als Miss Badeanzug. Die Verantwortung, die damit einhergeht, war einer 23-jährigen Britin offenbar nicht bewusst.

Leider muss man auch in diesem Fall sagen, dass äußere und innere Schönheit sich selten in einem Menschen treffen. Wenn dann auch noch eine gehörige Portion Dummheit hinzukommt, wie offenbar in diesem Fall, bleibt wenig Mitgefühl für eine Strafe wie diese. Jasmine Archer-Jones hatte es im vergangenen Jahr zur britischen "Miss Swimsuit" gebracht. Kurz nach dem Erhalt ihrer Krone verließ die jetzt 23-Jährige ihre Heimat und macht sich auf in die große weite Welt: Amerika. Die USA, genauer gesagt. Texas, noch genauer gesagt. Ein Bundesstaat, der für Öl, Waffen und White Supremacy, weiße Vorherrschaft, steht.

Es mag an diesem Umfeld liegen, dass sich Archer-Jones zu einer rassistischen Äußerung hinreißen ließ. Und das nicht etwa an ihrem eigenen Küchentisch, sondern öffentlich auf ihrem Facebook-Profil. Der Eintrag, inzwischen gelöscht, hatte Konsequenzen: Der Titel "Miss Swimsuit" wurde Archer-Jones aberkannt, ihr Eintrag auf der Miss-Seite gelöscht.

Dummheit schützt vor Strafe nicht

Eine Woche nach dem Tod von George Floyd am 25. Mai in Minneapolis ließ sich Archer-Jones zu einer kritischen Bemerkung hinreißen. Am 3. Juni echauffierte sie sich bei Facebook: "Das ist jetzt wirklich lächerlich. Es MUSS AUFHÖREN. ALL lives matter, wer genauer in die Statistik guckt, stellt fest: Mehr unbewaffnete weiße als schwarze Menschen sind im vergangenen Jahr gestorben." Die britische "Sun" veröffentlichte einen Screenshot des Postings. Es wurde noch schlimmer, ihr fehlten Beweise dafür, dass George Floyd unschuldig sie, schrieb sie. Den Rest ihrer Hetze möchte man gar nicht übersetzen und verbreiten.

Der Veranstalter des Wettbewerbs Miss Swimsuit UK zog unmittelbar Konsequenzen, Thronentzug für Jasmine Archer-Jones, und bekundete, die "Black Lives Matter"-Kampagne zu unterstützen. Nach dem 3. Juni hat Archer-Jones nichts mehr gepostet. Unter ihren letzten Beitrag findet sich ein Fan mit folgender Bemerkung: "Du stehst für rechtes Gedankengut, Jasmine. Du solltest deine Meinung nicht löschen."

Quellen:"The Sun", Jasmine Archer-Jones bei Facebook


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