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Bryan Singer: Vorwürfe sollen "Schmierenstück" sein

Vier Männer erheben schwere Vorwürfe gegen Regisseur Bryan Singer. Er soll sich an ihnen vergangen haben, als sie noch minderjährig waren.

Bryan Singer bestreitet alle Vorwürfe gegen ihn vehement

Bryan Singer bestreitet alle Vorwürfe gegen ihn vehement

Es werden schwere Vorwürfe gegen Bryan Singer (53) laut. Der Regisseur soll sich an vier Männern vergangen haben, als diese noch minderjährig waren. Den Artikel, in dem das US-Magazin "The Atlantic" die Vorwürfe veröffentlicht hat, bezeichnet Singer als "homophobes Schmierenstück".

In dem Artikel mit dem Titel "Niemand wird dir glauben", kommen die angeblichen Opfer des Regisseurs zu Wort. Man habe ein Jahr lang unterschiedliche Gerichtsprozesse und Anschuldigungen gegen Singer untersucht und mit mehr als 50 unterschiedlichen Quellen gesprochen. Einer der Männer erklärt, dass der damals über 30 Jahre alte Singer im Jahr 1997 mit ihm auf einer Party Sex gehabt habe, als er erst 17 Jahre alt war. Ein anderer habe im gleichen Jahr mit Singer geschlafen, als er 15 war. Sowohl von Verführung von Minderjährigen als auch von Vergewaltigung ist in dem Artikel die Rede.

Hand in der Hose

Einer der Männer spricht davon, dass Singer ohne zu fragen die Hand in seine Hose gesteckt habe. Außerdem habe der Regisseur "sich Leute mit Alkohol und Drogen gefügig gemacht, um dann Sex mit ihnen zu haben." Singers Anwalt habe auf Anfrage allerdings erklärt, dass der Regisseur noch nie festgenommen worden sei und dass er kategorisch abstreite, jemals Sex mit minderjährigen Männern gehabt zu haben.

In einem Statement gegenüber "Entertainment Tonight" erklärt Singer, dass "ein homophober Journalist" diese Geschichte angeblich bereits an "Esquire" verkaufen wollte, dass sich das Magazin aber gegen eine Veröffentlichung entschieden habe. Daraufhin habe dieser das Stück an "The Atlantic" verkauft. In dem Artikel würden Beschuldigungen aus Klagen wiedergekäut, die von "unehrenhaften" Individuen eingereicht worden seien, "die dazu bereit sind für Geld und Aufmerksamkeit zu lügen." Man habe den Erfolg von "Bohemian Rhapsody" abgewartet und dieses "homophobe Schmierenstück" absichtlich zu diesem Zeitpunkt veröffentlicht.

In den vergangenen Jahren war Singer bereits mehrfach wegen angeblicher sexueller Übergriffe im Fokus gestanden. Unter anderem 2014 wurde der Regisseur der Vergewaltigung eines Minderjährigen beschuldigt, die Klage wurde damals jedoch fallen gelassen. Auch Ende 2017 kam es zu einer Anklage in einem weiteren Fall, eine Entscheidung in dem Prozess steht allerdings noch aus. Singer war kurz zuvor als Regisseur von "Bohemian Rhapsody" gefeuert worden. Damals berichtete unter anderem das Branchenmagazin "The Hollywood Reporter", dass es zu diesem Schritt gekommen sei, weil Singer am Set abwesend gewesen sei und die Produktion des Films deswegen still gestanden habe.

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